Endergebnisse der ABFP-Tests 2018

Kürzlich fand der siebte und letzte ABFP-Test des Jahres 2018 sein Ende und brachte neben vielen beachtenswert guten Ergebnissen auch 5 neue Kroonstuten mit sich.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 103 junge Pferde in Europa und den USA auf ihre Veranlagung hinsichtlich Sportgebrauch getestet und lieferten dabei auch die notwendigen Ergebnisse für die Gutkörung einiger ihrer Väter.

Die Topergebnisse in den drei Disziplinen lieferten:

Rijproef: Ysbrand fan ‘t Blocklan Vb Ster (Gerben 479 x Pier 448) – 89,0 Punkte
Menproef: Ysbrand fan ‘t Blocklan Vb Ster (Gerben 479 x Pier 448) – 91,0 Punkte
Tuigproef: ex aquo mit jeweils 8,0 Punkten – Ysbrand fan ‘t Blocklan Vb Ster (Gerben 479 x Pier 448), Yfke fan J.H.V. Stb (Haike 482 x Fridse 423), Wendy f/t Friesian Connection Vb M (Date 477 x Jorrit 363), Yelte van Rijsingen Vb H (Hette 481 x Doaitsen 420).

 

Die gemittelten Endergebnisse für die Deckhengste, deren Nachkommenskörung noch aussteht, sehen wie folgt aus:

Dressurprüfung Reiten:

Endergebnis ABFPRij 2018

Der allgemeine Trend des gesamten Jahres hat sich auch im letzten ABFP weiter bestätigt – herausstechend gute Leistungen unter dem Sattel brachten im Mittel die Nachkommen von Bene 476, Gerben 479 und Hette 481, deutlich über dem Durchschnitt schnitten die Kinder von Fonger 478, Hessel 480 und Haike 482 ab. Die Nachkommenschaft von Djoerd 473, Date 477 und Tjaarda 483 lieferte hingegen bisher leicht bis deutlich unterdurchschnittliche ABFP-Ergebnisse unter dem Sattel ab.

 

Ein ähnliches Bild zeichnen auch die Ergebnisse in der Dressur- bzw. Gebrauchsanspannung:

Endergebnis ABFPMen 2018

Im Unterschied zu ihren Leistungen unter dem Reiter präsentierten sich die Nachkommen von Gerben 479 – wenngleich immer noch über dem langjährigen Mittel – vor dem Wagen als weniger talentiert.

Die Ergebnisse der Tuigproef, also der in den Niederlanden überaus beliebten Showanspannung, geben weiteren Aufschluss über die Vererbungsqualität der einzelnen jungen Hengste:

Endergebnis ABFPTuig 2018

In dieser Disziplin zeigten die Nachkommen von Bene 476 bislang leicht unterdurchschnittliches Talent, wohingegen die Kinder seines amerikanischen Kollegen Date 477 vor dem Showwagen zumindest an den Durchschnitt heran reichen konnten. Überaus talentiert zeigten sich darüber hinaus die jungen Nachkommen von Hette 481. Überraschend schwach schnitten in dieser Prüfung hingegen die bislang getesteten Nachkommen von Tjaarda 483 ab – zumindest diese drei Pferde dürften das weithin bekannte Talent ihres Vaters vor dem Showwagen nicht geerbt haben.

 

Elite-Sport für Eise 489

Laut KFPS-Datenbank wurde am 31.10.2018 das Elite-Sportprädikat an den erst 9-jährigen Eise 489 (Maurits 437 x Olof 315 P) vergeben. Er ist damit einer der jüngsten Träger dieser prestigeträchtigen Auszeichnung.

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Eise 489 Sport-Elite – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Der 2015 für das KFPS gekörte Eise 489 machte in den letzten Jahren zunehmend aufgrund seiner herausragenden Leistungen im Tuigsport von sich reden. Mit seinem Besitzer Jelmer Chardon an den Leinen wurde er neben vielen weiteren Erfolgen mehrmals zum Kampioen der “KFPS-Deckhengste vor der Sjees” gekürt, auf der Hengstenkeuring 2017 wurde er überdies als “Pferd des Jahres 2016” ausgezeichnet.

Fridse 423 verstorben

Wie die in Michigan / USA beheimatete Hengststation “Friesian Connection” gestern Abend auf Facebook verlautbaren ließ, ist der erst 17-jährige Fridse 423 am 30. Oktober nach längerer veterinärmedizinischer Behandlung verstorben.

Fridse 423 wurde am 26.04.2001 in den Niederlanden geboren, er war ein Sohn des berühmten Teunis 332 P aus der Nammen 308 x Jochem 259 P gezogenen Lobke Y. Ster Pref (1995 – 2015).

Als typischer Teunis 332-Sohn war Fridse ein großer, imposanter Hengst mit mächtiger Halsung und hoher Aufrichtung – sein Typ war insbesondere Mitte der 2000er-Jahre sehr gefragt und so war auch die Nachfrage nach dem 2005 gekörten Fridse 423 am Anfang seiner Zuchtkarriere recht groß. Mit seinem Verkauf in die USA stagnierte die Nachfrage der Züchter zwar aus logistischen Gründen stark, dennoch deckte Fridse bis zu seinem Lebensende in für einen in den USA stationierten Althengst durchaus beachtlicher Menge, trotzdem er einen unüblich hohen Anteil an weißen Abzeichen vererbte (<20%!).

Seine Stutnachkommen erwiesen sich im Körring als überaus erfolgreich und bescherten dem Hengst einen durchgehend hohen Ster-Prozentsatz von 45 – 55% (2018: 46,53%). Drei seiner Töchter tragen bis dato das Kroonprädikat, 2 Nachkommen konnten bisher das Sportprädikat erreichen.

Leider wurde kein Sohn von Fridse 423 vom KFPS gutgekört, was auch insofern schade ist, da mit diesem besonderen Hengst einer der letzten als Deckhengst registrierten Söhne des großen Teunis 332 P verstorben ist. Der einzige als Deckhengst verbliebene Sohn des berühmten Preferenthengstes ist nun der ebenfalls in den USA stationierte, bereits 22-jährige Monte 378, der zwar noch in der Zucht aktiv ist, aber in sehr geringen Zahlen deckt. Somit droht die direkte Linie von Teunis 332 P auszusterben.

Fridse 423 ist bereits der neunte Todesfall unter den KFPS-Deckhengsten in diesem Jahr. Auch Anton 343 P, Bearend 347, Fede 350, Ielke 382, Wobke 403, Wikke 404, Felle 422 und Tietse 428 sind 2018 verstorben.

CO 2018 – da waren es nur noch 6

Die Sattelprüfung der jungen CO-Hengste ist geschlagen und brachte 6 der Teilnehmer weiter in den zweiten Teil des CO, in dem sie nun auf Herz und Nieren hinsichtlich ihrer Leistungsveranlagung vor dem Wagen getestet werden.

Diese Hengste sind:

Milan fân Stal Bellefleur (Norbert 444 P x Beart 411 P) – 86,0 Punkte

Teunis van Hilberalti (Bartele 472 x Rindert 406) – 83,5 Punkte

Wardy (Hette 481 x Goffert 369) – 82,0 Punkte

Yme fan Hyllested-Østergaard (Tsjalle 454 x Bente 412) – 81,0 Punkte

Tarok Ellemose (Anders 451 x Anton 343 P) – 80,5 Punkte

Wullem van de Meikade (Hette 481 x Folkert 353 P) – 79,5 Punkte

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Der durch seine äußerst freie Blutführung auffallende Tarok Ellemose (Anders 451 x Anton 343 P) verbleibt weiterhin im Teilnehmerfeld.


Ausgeschieden sind somit folgende 4 Hengste:

Wessel fan D’ Oever (Hette 481 x Jerke 434) – 77,0 Punkte

Theun fan Henswoude (Jisse 422 x Heinse 354 P) – 73,5 Punkte

Zorro T. van Sessing (Bartele 472 x Meinse 439) – 73,0 Punkte

Ypke Ven (Bartele 472 x Sytse 385) – 69,0 Punkte

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Der fantastische Theun fan Henswoude (Jisse 433 x Heinse 354 P) strandete leider im Sattelexamen.


Das Ergebnis ist in Teilen einigermaßen verwunderlich – insbesondere das schwache Abschneiden des Jisse 433-Sohnes Theun fan Henswoude kommt mehr als überraschend, bewies dieser Hengst doch erst im September diesen Jahres seine hervorragenden Qualitäten unter dem Sattel im Pavo Fryso Pokal Dressur.

Sehr schön ist wiederum das Abschneiden der beiden Hette 481-Söhne (davon einer – Wardy – ein Halbbruder des als Vererber von goldenen Charakteren bekannten Maeije 440), deren Ergebnisse die äußerst hohe Vererber-Qualität dieses züchterisch in den letzten Jahren etwas unterschätzten Hengstes beweisen. Leider steht er der euorpäischen nach seinem Abgang nach Südafrika nicht mehr zur Verfügung.

Und auch der aus einer züchterisch sehr interessanten Anpaarung stammende Tarok Ellemose (Anders 451 x Anton 343 P) konnte die Jury überzeugen und darf weiterhin am CO teilnehmen. Sein Abstammungsprofil wäre eine Wohltat für den sich derzeit verengenden Genpool.

1. Besichtigung 2018 / 2019 – 300 Hengste angemeldet

Gestern gab das KFPS die offizielle Anmeldeliste für die Anfang Dezember stattfindende 1. Besichtigung der diesjährigen Deckhengstanwärter bekannt. Mit 300 Anmeldungen bewegt sich die diesjährige Teilnehmerzahl auf hohem Niveau knapp unter der Anzahl des Vorjahres (305).

Die jungen Hengste stammen aus 42 unterschiedlichen Vatertieren, die mit großem Abstand meisten Söhne liefert in diesem Jahr der sehr junge Jehannes 484 in die 1. Besichtigung – 35 Hengste aus seinem ersten Fohlenjahrgang wurden angemeldet.

Sein Vater Tsjalle 454 rangiert in der Statistik nach Anzahl angebotener Söhne auf Platz 2 – von dem in den letzten Jahren äußerst populären Typvererber wurden 24 Söhne gemeldet (-13,33% zum Vorjahr)

Der bei den Züchtern ebenfalls überaus beliebte Alwin 469 liefert in diesem Jahr 21 Söhne zur Besichtigung und landet damit auf Platz 3 in der Statistik (+23,25% zum Vorjahr).

1e Bes 2018 - Anmeldungen nach Vater

Weitere stark vertretene Vatertiere sind Hessel 480 (20 Söhne / -44,44%), Epke 474 (16 Söhne / -15,79%), Jouwe 485 (15 Söhne, 1. Jahrgang), Bartele 472 (15 Söhne / -37,5%), Beart 411 P (15 Söhne / +66,67%), Thorben 466 (14 Söhne / -12,5%) und Hette 481 (13 Söhne / -13,33%).

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Jehannes 484 liefert die mit Abstand meisten Söhne in die 1. Besichtigung 2018 (Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de)


 

Auf Seiten der Mutterväter liefern sich in diesem Jahr zwei verdiente Altvererber ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz 1. In der Topposition findet sich mit 22 Enkelsöhnen der seit 2011 wieder in den USA stationierte Doaitsen 420 (+83,33% im Vergleich zu 2017!), nur hauchdünn dahinter reiht sich die “lebende Legende” Beart 411 P mit 21 Enkeln (+61,54%) auf den zweiten Platz.

Platz 3 in dieser Statistik geht an den kleinen Wunderhengst Jasper 366 P, der immerhin noch als Muttervater von 15 Deckhengstanwärtern zu Buche schlägt (-6,25%).

1e Bes 2018 - Anmeldungen nach Muttervater

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Doaitsen 420 führt die Statistik der Mutterväter an (Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de)


Die Altersstruktur der Deckhengstanwärter zeigt einen deutlichen Überhang sehr junger Teilnehmer – 80,33% der gemeldeten Hengste stammen aus dem Jahrgang 2016 und sind somit noch keine 3 Jahre alt, weitere 16,33% wurden 2015 geboren. Lediglich 10 Hengste sind älter als 4 Jahre.

Bei den Stutprädikaten der Mütter der angemeldeten Hengste zeigt sich ein annähernd gleiches Bild wie im Vorjahr. Lediglich 5,0% der jungen Deckhengstanwärter stammen aus Stammbuchmüttern, hingegen sind 78,33% der Mütter mit dem Sterpärdikat ausgezeichnet. Aus Kroonstuten entstammen 10,67% der Teilnehmer, 6,0% sind Söhne von Modelstuten.

1e Bes 2018 - Anmeldungen nach Alter - Mutterprädikate

Die 1. Besichtigung beginnt am 03.12. 2018 und wird über einen Zeitraum von 5 Tagen abgehalten. Das FPI wird wie gewohnt berichten.

CO 2018 – Tjeerd van Diphoorn ausgeschieden

Die letzte Begutachtung vor dem Sattelexamen brachte heute eine überraschende Entscheidung – nach der ersten Präsentation vor dem Wagen entschieden Jury und Eigentümer des letzten im CO 2018 verbliebenen Alke 468-Sohnes Tjeerd van Diphoorn Vb Ster (*2014, Alke 468 x Folkert 353 P), den vielversprechenden Hengst nicht weiter an der Hengstleistungsprüfung teilnehmen zu lassen.

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Tjeerd van Diphoorn Vb Ster

Tjeerd van Diphoorn bestritt bereits 2017 den ersten Teil des CO, er scheiterte damals an der Reitpferdeprüfung, wo er 75,5 Punkte erreichte. 2018 machte er als Sieger des Friesian Talent Cup von sich reden, auch im Pavo Phryso Pokal Dressur 2018 konnte er reüssieren und erreichte den 3. Platz unter den 4-jährigen Hengsten und Wallachen.

Mit dem Rückzug des letzten Alke 468-Sohnes verbleiben nunmehr noch 10 Hengste im CO 2018, die sich am 27.10.2018 der Endbeurteilung unter dem Sattel stellen werden.

Julius 486 ein weiteres Jahr in NL

Wie die Familie Vanderkooy aus dem kanadischen Ontario kürzlich via Aussendung verlautbaren ließ, wird der in ihrem Besitz stehende Julius 486 (Norbert 444 P x Beart 411 P) für eine weitere Decksaison in den Niederlanden verbleiben. Der junge Hengst wurde Ende 2016 aus seiner kanadischen Heimat in die Niederlande überstellt, er sollte den europäischen Züchtern ursprünglich  zwei Jahre zur Verfügung stehen und darüber hinaus unter den vorteilhaften Gegebenheiten in NL im Sport herausgebracht werden.

Seine Fortschritte im Dressursport sind lt. Aussendung auch der Hauptgrund, warum nun entschieden wurde, den 2015 mit exzellenten Noten gutgekörten Norbert 444-Sohn noch eine weitere Saison in Europa zu belassen.

(Bild: Markus Neuroth / friesenwiki.de)

 

CO 2018 – nur noch 11 Hengste im Rennen

Gestern fand eine weitere Beurteilung der jungen CO-Teilnehmer durch Gastreiter statt. Im Zuge dieser berieten Jury und Eigentümer der Junghengste auch über den Fortgang und die leistungstechnische Entwicklung der einzelnen Teilnehmer, was im gemeinsam beschlossenen Rückzug zweier weiterer Hengste endete.

Dabei handelt es sich um den einzigen noch im CO verbliebenen Sohn von Epke 474, den 4-jährigen Tymen K. Vb Ster (Epke 474 x Wikke 404), sowie den 3-jährigen Yalke van ‘n Elsmos Vb Ster (Alke 468 x Beart 411 P). Von Alke 468 verbleibt somit nur noch ein Sohn im Rennen um die Ankörung als KFPS-Deckhengst, lediglich von Bartele 472 und Hette 481 sind noch mehrere Söhne im Teilnehmerfeld des CO vertreten (jeweils 3).

Eine Detailübersicht des aktuellen Teilnehmerfelds ist im FPI unter CO 2018 zu finden.

Der weitere Terminplan des CO 2018 sieht am kommenden Freitag (19.10.2018) eine erste Begutachtung vor dem Wagen vor, ehe die jungen Hengste am 27.10.2018 ihre Endbeurteilung unter dem Sattel bestreiten.

 

EK 2018 – Dressursport auf höchstem Niveau

Die von 12.10. – 14.10.2018 abgehaltenen Dressur-Europameisterschaften für Friesenpferde zeigten eindrucksvoll, dass die zuchtpolitischen Bemühungen des KFPS der letzten Jahre reiche Früchte tragen.

In den verschiedenen Klassen präsentierten sich viele talentierte und erfolgreiche Paarungen und boten dem Publikum Dressursport auf höchstem Niveau. Besonders erfreulich ist auch die stetig steigende Teilnehmerzahl in den hohen und höchsten Dressurklassen – waren vor wenigen Jahren reell gerittene Friesen auf Grand Prix-Niveau noch außerordentliche Exoten, starteten auf der diesjährigen EK bereits 9 Paare in der Schweren Tour.

Ergebnisse

Detaillierte Ergebnislisten finden sich auf der Seite der “Platform Fries Dressuurpaard”.

ZZ-Zwaar

Im Gesamtklassement der Klasse ZZ-Zwaar siegte Bennie van Es auf dem 7-jährigen Jetse van Hickaerd Vb Ster Sport (Ulke 338 x Anton 343 P). Das Paar erreichte eine Gesamtwertung von 67,697%.

Platz 2 ging an Jeanet Dam auf Gijsbert JD (*2010, v. Tsjalke 397) mit gesamt 64,407%, auf dem dritten Platz landeten Britt Muis und It’s Britt’s Hebbe (v. Olgert 445) mit gesamt 63,866%.

Auch der Stammbuchhengst Wytse 462 wurde in dieser Klasse vorgestellt, er erreichte unter Hennie Roffel mit 63,612% den 4. Platz im Gesamtklassement.

Lichte Tour

In der leichten Tour holten sich Marsja Dijkman und Alfvera fan ‘e Beijemastate Kroon Sport (*2008, Arjen 417 x Feitse 293 P) den Europatitel. Das Paar erreichte gesamt 66,327%, im Finale präsentierten sie dabei eine beinahe fehlerfreie Kür, die sogar mit 69,125% belohnt wurde.

Verdientes Silber regnete es für Bennie van Es und Stal Okkema’s Gerke J. Vb Ster Sport-Elite (*2010, Michiel 442 x Monte 378), die im Gesamtklassement 65,971% erreichten.

Den dritten Platz sicherten sich Nathalie Vorenhout und ihre Sportveteranin Anna van de ‘Haffriehoeve’ Kroon Sport-Elite (*2008, Rindert 406 x Tsjalke 397, 65,386%).

Zware Tour

Besonders spannend gestaltete sich das diesjährige Teilnehmerfeld in den höchsten Klassen. Neben den Stammbuchhengsten Michiel 442, Olgert 445, Walt 487 und Elias 494 starteten 5 weitere Paare, die bereits reichlich Meriten im großen Sport sammeln konnten.

Im Endklassement landete Marc-Peter Spahn auf Elias 494 uneinholbar auf dem ersten Platz. Der Jorn 430-Sohn reüssierte im Gesamtklassement mit 71,196%.

Silber ging an Patricia Mannaerts auf dem 9-jährigen Doeke fan Berltsum Vb Ster Sport-Elite (Olgert 445 x Olof 315 P), das Paar erreichte gesamt hervorragende 69,008%.

Über die Bronzemedaille konnte sich Bennie van Es freuen, der somit in allen drei hohen Klassen auf dem Treppchen platziert wurde. In der Schweren Tour präsentierte er den Stammbuchhengst Michiel 442, mit dem er gesamt 65,928% erreichte.

Für mich persönlich besonders erfreulich war das Abschneiden von Lisanne Veenje und Friesen Exklusiv Wirdmer Vb Ster Sport-Elite (*2007, Beart 411 P x Jillis 301) – die junge Amazone erreichte auf dem in Österreich ausgebildeteten Hengst 64,699% und somit einen hervorragenden 4. Platz in der Schweren Tour.

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Lisanne Veenje auf Friesen Exklusiv Wirdmer Vb Ster Sport-Elite

CO 2018 – Nachlieferungshengst Wilbert abgemeldet

Während die Teilnehmer am CO 2018 sich ihrer ersten Begutachtung durch die Jury stellten, wurde beschlossen, den aus medizinischen Gründen zur Nachlieferung vorgemerkten Wilbert Vb Ster (*2015, Michiel 442 x Beart 411 P) von der diesjährigen Hengstleistungsprüfung abzumelden. Er soll 2019 eine neue Chance zur Teilnahme am CO erhalten.

Wilbert war der einzige zum CO 2018 angewiesene Sohn von Michiel 442 Sport-Elite, der bisher noch keinen gutgekörten Sohn verzeichnen kann.

Somit bleiben die 15 bereits gestarteten Hengste bis auf Weiteres unter sich. Insgesamt wurden in diesem CO bereits sehr viele Teilnehmer um ein Jahr zurückgestellt – man darf gespannt sein, wieviele dieser 9 Hengste es 2019 in die Prüfungen schaffen werden.