Centrale Keuring 2018 – Pavo Fryso Pokal Dressur

Ereignisreiche Tage in den Niederlanden liegen hinter uns, denn der Höhepunkt des Zuchtjahres wurde vergangene Woche im FPS-Zentrum Drachten ausgetragen – die Centrale Keuring 2018.

Mehr als 250 gemeldete Pferde – Fohlen, Enter, Twenter, Ster-, Kroon- und Modelstuten sowie junge Sportpferde aus den Disziplinen Reiten und Fahren waren nach Drachten gereist, um ein weiteres Mal von der KFPS-Jury beurteilt zu werden. Ein Ticket für die Körbeurteilung an der CK erhalten nur die Pferde, die sich im Zuge der Körveranstaltungen des laufenden Zuchtjahres bereits weit über Durchschnitt präsentieren konnten und mit einer 1. Prämie belohnt wurden.

So verwundert es nicht, dass Friesenfreunde aus aller Welt nicht aus dem Staunen herauskommen, wenn diese “Créme de la Créme” der Friesenfohlen und -stuten präsentiert wird.

Mein ganz persönliches Fazit: Die Friesenstuten stehen ihren männlichen Kollegen um nichts nach und die Qualität der vorgestellten Pferde macht die CK sicherlich zu einem absoluten Highlight im Kalender jedes Friesenbegeisterten.

Pavo Fryso Pokal

Die CK fand ihre ersten Höhepunkte am 12. & 13.09.2018 in den Halbfinali des Pavo Fryso Pokal Dressur. Knapp 80 qualifizierte Pferde wurden in den zwei Tagen getrennt nach Hengsten / Wallachen und Stuten in jeweils zwei Klassen (4-jährige und 5- & 6-jährige Pferde) in Dressurprüfungen begutachtet und platziert.

Bei den 4-jährigen Stuten reüssierte Vajen T. Horsea Vb M (Tymon 456 x Jasper 366 P) unter Isabelle Vromans mit 78 Punkten, gefolgt von Tika fan Rijck’s Pleats Stb Ster (Wimer 461 x Doaitsen 420) unter Adrianne Wigmans und Veere fan Wylgster Pragt Stb (Wybren 464 x Jasper 366 P) unter Leonie Evink.

Bei den 5- und 6-jährigen Stuten war es Setske fan Oostenburg Kroon (Tsjalle 454 x Beart 411 P), die unter der Amazone Ingeborg Klooster ausgezeichnete 81 Punkte und damit den vordersten Rang erreichen konnte. Diese Halbschwester von Menne 496 bestach sowohl durch ihre herausragende Bewegung im Trab, als auch durch ihr äußerst ansprechendes, modernes Exterieur.

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Setske fan Oostenburg Kroon (Tsjalle 454 x Beart 411 P) beim Test unter dem Gastreiter

Das zweitbeste Ergebnis in diesem Halbfinale ging an eine weitere Tochter von Tsjalle 454Maartje fan Bangazathe Stb Ster Sport (Tsjalle 454 x Tamme 276) bewies ihr Talent unter dem Sattel ebenso wie die drittplatzierte Marije Helena L. Stb Kroon (Dries 421 x Leffert 306 P), eine Halbschwester des kürzlich nach Schweden verkauften Tymon 456.

Besonders interessant gestaltete sich auch das Halbfinale der 4-jährigen Hengste, waren in dieser Klasse doch immerhin 3 zum CO 2018 angewiesene Hengste und der Stammbuchhengst Ulbrân 502 qualifiziert. Dieses Quartett sollte dann auch ganz oben auf der Rangliste des Halbfinales mitspielen.

Leonie Evink ritt den als Instromer zum CO gemeldeten Theun fan Henswoude Vb Ster (Jisse 433 x Heinse 354 P) mit einer wahrhaft fantastischen Leistung auf die Kopfposition des Klassements. Dem bereits 2017 zur Hengstleistungsprüfung qualifizierten Jisse 433-Sohn wurde durch die Jury noch ein Jahr zur weiteren Entwicklung zugestanden, auf der CK 2018 präsentierte er sich nun mit einer beeindruckenden Galoppade und starker Trabaktion. Ein heißer Kandidat im CO 2018!

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Theun fan Henswoude (Jisse 433 x Heinse 354 P)

Auf dem 2. Platz reüssierte der 2017 gutgekörte Ulbrân 502 unter Laura Zwart. Der Reinder 452 x Jakob 302 gezogene Junghengst beeindruckte sowohl durch sein höchst modernes Exterieur mit langen Linien und perfektem Fundament, als auch durch starke Aktion in der Bewegung.

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Ulbrân 502 (Reinder 452 x Jakob 302)

Auf Platz 3 endete der ebenfalls zum CO qualifizierte Tjeerd van Diphoorn Vb Ster (Alke 468 x Folkert 353 P) unter Jacob van der Heide, der mit einer sensationellen 9 für den Schritt bewertet wurde.

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Tjeerd van Diphoorn Vb Ster (Alke 468 x Folkert 353 P)

Der dritte CO-Hengst im Bunde, der dänische Tarok Ellemose Vb Ster (Anders 451 x Anton 343 P) konnte zwar keines der 3 begehrten Finaltickets lösen, reüssierte aber dennoch weit vorne im Teilnehmerfeld auf dem 5. Platz.

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Tarok Ellemose Vb Ster (Anders 451 x Anton 343 P)

Besonders stark präsentierte sich das Teilnehmerfeld bei den 5- und 6-jährigen Hengsten und Wallachen. Der Gewinner dieses Halbfinales brachte bereits im Abreitering die Menge zum Staunen und bewies unter seiner Reiterin Harmina Holwerda auch im Ring fantastische Qualitäten. Der 6-jährige Mario van de Poldersdijk Vb H (Jasper 366 P x Leffert 306 P) ließ keinen Zweifel daran aufkommen, wessen Sohn er ist, er erreichte 82,0 Punkte.

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Mario van de Poldersdijk Vb H (Jasper 366 P x Leffert 306 P)

Um nur einen Punkt weniger erreichten Suzanne Frijlink und Pako van de Demro Stables Vb H (Tsjalle 454 x Fetse 349). Der 2013 geborene Sohn der bekannten Model- und Sportstute Kyra W.T. landete mit seiner außerordentlichen Galoppade somit auf Platz 2.

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Pako van de Demro Stables Vb H (Tsjalle 454 x Fetse 349)

Auf den dritten Platz reihte sich der nach Deutschland verkaufte Oane van de Egberdina Hoeve Vb Ster unter Madeleine Engelke. Der Tymon 456 x Dries 421 gezogene Hengst erreichte 78 Punkte.

Ebenfalls in dieser Klasse gemeldet waren die Stammbuchhengste Mees 497 und Nane 492, die mit jeweils 77 Punkten ex aequo mit Platz 4 Vorlieb nehmen mussten.

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Mees 497 (Tymon 456 x Dries 421)

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Nane 492 (Wimer 461 x Brandus 345 P)

Die jeweils 3 besten Kombinationen wurden schließlich in das Finale am 15.09. weitergeschickt, wo sie sich nochmals unter Fremdreitern beweisen mussten.

Als Champion der 4-jährigen Stuten bestätigte sich Vajen T. Horsea Vb M (Tymon 456 x Jasper 366 P), die Klasse der 5-und 6-jährigen Stuten ging an Setske fan Oostenburg Kroon (Tsjalle 454 x Beart 411 P).

In der Klasse der 4-jährigen Hengste und Wallache schaffte es Ulbrân 502 das Blatt zu wenden und auf Platz 1 zu laufen.

Bei den 5- und 6-jährigen Hengsten bestätigte sich wiederum das Ergebnis aus dem Halbfinale, der fantastische Mario van de Poldersdijk Vb H (Jasper 366 P x Leffert 306 P) erreichte hier die höchstmöglichste Punktzahl von 100 und wurde vom Publikum auf seinen Ehrenrunden frenetisch gefeiert.

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Mario van de Poldersdijk Vb H (Jasper 366 P x Leffert 306 P) – strahlender Sieger des Pavo Fryso Pokal Dressur!

 

 

 

 

Österreichische Friesenzuchtschau 2018

Am 02.09.2018 fand in bereits gewohntem Rahmen im Pferdezentrum Stadl-Paura / OÖ die österreichische Friesenzuchtschau statt. 47 Pferde waren zur Begutachtung durch die Jury gemeldet (davon 23 Fohlen), 3 Stuten waren zur Abnahme einer IBOP vorgesehen.

Die aus Holland angereiste Jury setzte sich zusammen aus der Inspektorin Sabien Zwaga und dem Juror Popke v.d. Meulen, die ein sehr strenges Auge auf die Körpferde warfen, ihre Entscheidungen aber auch in perfektem Deutsch ausführlich und nachvollziehbar begründeten.

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Die kritischen Augen der Jury.

Der Tag startete dank der großzügigen Reithalle des Pferdezentrums zwar trocken, aber leider auch unter sehr schlechten Lichtverhältnissen, die der mangelhaften Ausleuchtung der Halle geschuldet waren.

Nach der Begrüßung aller Anwesenden durch FFÖ-Obfrau Angelika Mangweth und den als Zuchtschau-Moderator bereits profilierten Michi Rettenwender wurden die IBOP-Prüfungen abgenommen. Von den drei gemeldeten Stuten waren zwei auch tatsächlich anwesend – die 2012 geborene Marije R.V. Ster Sport (Tsjalle 454 x Olof 315 P) im Besitz von Familie Mangweth legte unter der Reiterin Sarah Fritzenwanker eine eindrucksvolle Leistung mit 77,5 Punkten vor. Die ausgesprochen schöne Noblesse fan Limbach Stb (*2012, Jerke 434 x Jasper 366 P) von Fam. Prexl zeigte an diesem Tag leider nicht ihr volles Potenzial, erreichte trotzdem aber ansehnliche 70,0 Punkte.

Hengstfohlen

Die eigentliche Körung begann in traditioneller Weise mit der Prämienkörung der Hengstfohlen. Von den 10 gemeldeten Teilnehmern waren 2 abwesend, die restlichen 8 Hengstfohlen zeigten eine durchgehend zufriedenstellende Qualität. Die Jury vergab drei 3. Prämien, drei junge Hengste erhielten eine 2. Prämie und an zwei Hengstfohlen wurde eine hervorragende 1. Prämie vergeben, diese ritterten demnach auch um den Titel der Hengstfohlen-Kampioens.
Der Titel ging an den Alwin 469 x Onne 376 gezogenen Heaven von Lungau aus der Zucht von Familie Geiersperger-Lassacher / Friesenpferde Lungau, der sich als großer Bewegungskünstler präsentierte.

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Heaven von Lungau (Alwin 469 x Onne 376) – 1. Prämie, Champion der Hengstfohlen 2018

Als Vizekampioen reüssierte der erst 2 Monate alte Ilay vom Goldseehof (Alwin 469 x Jasper 366 P) von Familie Mangweth.

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Ilay vom Goldseehof (Alwin 469 x Jasper 366 P) – 1. Prämie, Vize-Champion der Hengstfohlen 2018

Stutfohlen

In diesem Jahr waren gleich 13 Stutfohlen zur Körung angemeldet, allerdings fanden sich nur 10 davon auch tatsächlich in der Körbahn ein. Die Qualität dieser Gruppe wirkte überzeugender als die der Hengstfohlen, die Jury vergab lediglich zwei 3. Prämien, fünf Stutfohlen erhielten eine 2. Prämie und an drei hervorragende junge Stuten wurde das “oranje lint” – also eine 1. Prämie – verteilt.

Überaus ansprechend präsentierte sich Haya fan Limbach (Erryt 488 x Jasper 366 P) von Fam. Prexl / Friesen Exklusiv, die mit ihrem elegant-hochbeinigen Typ und exaltierter Bewegungsmechanik eine überzeugende Vorstellung lieferte. Leider lief sie im Kampioensring nicht zur selben Form auf und verpasste knapp einen Titel.

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Haya fan Limbach (Erryt 488 x Jasper 366 P) – 1. Prämie

Den Titel als Championesse der Stutfohlen holte sich die Sipke 450 x Norbert 444 gezogene Greta v. Hallmooshof aus der Zucht von Michael Rettenwender. Die junge Stute überzeugte nicht nur durch ein überaus harmonisches Exterieur, sondern auch durch starke Bewegungen und eine sehr aktive Hinterhand.

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Greta v. Hallmooshof (Sipke 450 x Niorbert 444) – 1. Prämie, Champion der Stutfohlen 2018

Der Reserve-Titel ging an die ausgesprochen rassetypische Indira von Lungau (Jehannes 484 x Wimer 461) aus der Zucht von Familie Geisersperger-Lassacher.

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Indira von Lungau (Jehannes 484 x Wimer 461) – 1. Prämie, Vize-Championesse der Stutfohlen 2018

Enter & Twenter – Jugendrubriken

Bei den 1- und 2-jährigen Stuten waren 4 Stuten gemeldet, die alle im Ring erschienen. Die beiden Enterstuten präsentierten sich nicht in überragender Form, die beiden vorgestellten 2-jährigen vermochten aber durchaus zu begeistern und erhielten beide eine schöne 2. Prämie.

Als Jugendkampioene ging daraus die überaus bewegungsstarke Amarins “van de Brink” (Norbert 444 P x Heinse 354 P) hervor (Besitzer: Familie Mangweth).

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Amarins “van de Brink” (*2016, Norbert 444 P x Heinse 354 P) – 2. Prämie, Jungendkampioene 2018

Die Reserve-Kampioene stammt aus der Zucht von Michael Lindner & Ulrike Baumgartner – die 2-jährige Arie vom Lindenbaum (Pier 448 x Teunis 332 P) zeigte sich als sehr gut entwickelte Stute mit beeindruckender Bewegungsmechanik.

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Arie vom Lindenbaum (Pier 448 x Teunis 332 P) – 2. Prämie, Vize-Jugendkampioene 2018

Showblock

Als Überleitung in die Mittagspause präsentierten Sandra Plasser und Gerald Kandler ein wunderschönes Pas-de-deux mit Wallach Ramiro und der Stammbuchstute Nynke fan it Jaachpaad. Das überaus harmonische Quartett präsentierte Lektionen aus der hohen Dressur, die durch bezaubernde Showelemente aus der Zirzensik augepeppt wurden.

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Fohlenbuchstuten

Die für den Nachmittag angesetzten Rubriken der Fohlenbuchstuten zeigten eine Reihe überaus starker Pferde und bewiesen einmal mehr, dass die österreichische Friesenpopulation den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht.

Von den 8 vorgestellten Stuten (sieben 3-jährige, eine 4-jährige) wurden alle in das Stammbuch aufgenommen, drei der Pferde wurden dabei mit einer 2. Prämie zu Sterstuten erklärt.

Die äußerst elegante Zara van de Vosjes (Gerben 479 x Jasper 366 P) aus dem Besitz von Familie Mangweth erhielt das Sterprädikat mit einer 2. Prämie und wurde darüber hinaus im Endring auch Vize-Tageskampioene.

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Zara van de Vosjes (Gerben 479 x Jasper 366 P) – 2. Prämie Stb Ster, Vize-Kampioene 2018

Ebenfalls mit einer 2. Prämie zur Sterstute erklärt wurde You Love Boszorg (Hette 481 x Maurus 441), eine Tochter der erst im Frühjahr zur Modelstute aufgestiegenen Impreza van de Hondshoeve. Die junge Stute im Besitz von Familie Geiersperger-Lassacher überzeugte durch ihr ansprechendes Exterieur und ihre fantastische Trabaktion.

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You Love Boszorg (Hette 481 x Maurus 441) – 2. Prämie Stb Ster

Zuletzte erreichte auch die Österreichische Kampioene 2017, Walhalla vom Lindenbaum (Beart 411 P x Tsjalke 397) das Sterprädikat mit einer 2. Prämie. Die große, bewegungsstarke Stute hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich an Substanz gewonnen, dabei aber nichts von ihrem Bewegungstalent eingebüßt.

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Walhalla vom Lindenbaum (Beart 411 P x Tsjalke 397) – 2. Prämie Stb Ster

Stammbuch- und Sterstuten

Bei den zur Graderhöhung vorgestellten Stuten legte die Jury in diesem Jahr offenbar eine besonders strenge Messlatte an. Obwohl viele der Stuten sich durchaus sehr ansprechend präsentierten, wurde in der Rubrik der Stammbuchstuten keine einzige Prämie vergeben. Erst der Einzug der einzigen vorgestellten Sterstute sollte diese Pechsträhne beenden.

Die 6-jährige Marije R.V. Ster Sport (Tsjalle 454 x Olof 315 P), die sich bereits in der IBOP als äußerst bewegungstarkes Pferd bewiesen hatte, lief im Körring zur Hochform auf und präsentierte sich in perfekter Kondition und exaltierter Vorhand. Die erst kürzlich von Fam. Mangweth aus Holland importierte Trägerin der Sport-Prädikats wurde dafür mit einer sensationellen 1. Prämie belohnt. Auch im Endring konnte sich die schöne Stute ein weiteres Mal bewiesen und erhielt schließlich die Titelschärpe der Zuchtschaukampioene 2018.

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Marije R.V. Ster Sport (Tsjalle 454 x Olof 315 P) – 1. Prämie, Kampioene 2018

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Angelika & Christian Mangweth mit ihren Champions Marije R.V. Ster Sport & Zara van de Vosjes Ster


Aufgrund mehrfacher, widerrechtlicher Veröffentlichung und Weiterverbreitung der von Friesenpanorama International publizierten Fotos, sehen wir uns gezwungen, ungeschützte Bilder nur noch kostenpflichtig und auf Anfrage bereit zu stellen. Jeder Verstoß gegen das Urheberrecht wird darüber hinaus in Zukunft gerichtlich geahndet.
Bei entsprechendem Interesse an Fotos in Druckqualität bitte ich um Kontaktaufnahme unter Angabe der gewünschten Katalognummer via E-Mail oder via privater Nachricht an die FPI-Facebook-Seite. Es existieren Fotos von allen vorgestellten Pferden!
 

 

 

Wobke 403 eingeschläfert

Die schwediische Besitzerin von Wobke 403 Sport verlautbarte gestern auf Facebook, dass der Althengst nach langwierigen Komplikationen mit einem verletzten Bein eingeschläfert werden musste.

Wobke 403, geboren 1999, war der letzte lebende als Deckhengst gekörte Sohn von Fetse 349 und trug über seinen Muttervater Gaije 295 wertvolles Blut aus der Age-Linie. Er wurde 2002 nach erfolgreicher Absolvierung des CO, in dem er vor allem als Menpaard überzeugte, in den Deckdienst berufen, seine Nachkommenkörung legte er 2006 erfolgreich ab und erhielt somit sein Deckbrevet auf Lebenszeit.

2008 erreichte der nur 160 cm große Wobke 403 die notwendigen Punkte für das Sportprädikat in der Dressur, 2013 wurde er nach Schweden an das Gestüt “Vibblebodda Frieser” verkauft, wo er nun auch im Alter von 19 Jahren eingeschläfert werden musste.

Bei den Züchtern stieß Wobke 403 über lange Zeit auf reichlich Anklang, gehörte aber dennoch nie zu den “Top-Favoriten” hinsichtlich der Deckzahlen. Sein Verkauf nach Schweden hatte darüber hinaus deutlich negative Auswirkungen auf seinen züchterischen Einsatz in seinen letzten Lebensjahren.

Bis heute wurden 143 Stammbuch- und 61 Sterstuten von Wobke 403 registriert, darüber hinaus tragen seine Töchter Johanna fan ‘e Goengamieden (*2003, Wobke 403 x Brandus 345 P) und Laura fan ‘e Goengamieden (2003 – 2013, Wobe 403 x Oege 267 P) das Modelprädikat. Meice van Hoeve Jacolie Kroon Sport (*2004, Wobke 403 x Tsjomme 329) ist bislang seine einzige Kroon-Tochter. Neben dieser Kroon Sport-Stute tragen derzeit noch weitere 9 Nachkommen von Wobke 403 das Sportprädikat.

 

3 Hengste via Herkansing zum CO

Gestern konnten sich drei junge Hengste auf der Herkansing in Wergea, NL für eine Teilnahme am CO 2018 qualifizieren.

Der 4-jährige Tjeerd van Diphoorn Vb Ster (Alke 468 x Folkert 353 P) war bereits im Vorjahr CO-Teilnehmer, musste die Hengstleistungsprüfung aber nach dem Sattelexamen verlassen. Nichtsdestotrotz gelang es ihm, den Friesian Talent Cup im Januar 2018 für sich zu entscheiden. Er stammt aus einer Halbschwester der hocherfolgreichen Renske van Diphoorn Model (v. Onne 376) und ist der zweite Alke 468-Sohn, der sich für den CO 2018 qualifiziert hat.

Als bereits fünfter Sohn von Bartele 472 im CO 2018 konnte sich auch Zorro T. van Sessing Vb Ster (Bartele 472 x Meinse 439) qualifizieren. Der in der 3. Besichtigung ausgeschiedene 3-jährige Hengst aus Stamm 40 besticht durch hohe Zuchtwerte, insbesondere im Rassetyp wurde er mit 110 Punkten sehr hoch bewertet. Seine Mutter ist die erst 9-jährige Model Sport-Stute Elke K. (Meine 439 x Jasper 366 P).

Und auch der kürzlich nach Südafrika verkaufte Hette 481 kann durch die Herkansing einen weiteren Sohn im CO 2018 verbuchen. Der 2015 geborene Wander van de Hulsthof Vb Ster (Hette 481 x Tjalbert 460) schied ebenfalls in der 3. Besichtigung aus, er stammt aus einer Sterstute aus dem prestigereichen Stamm 50. Durch seine Anweisung zum CO sind nun 4 Söhne von Hette 481 im diesjährigen Rennen um eine Decklizenz vertreten.

 

 

 

Hette 481 zieht nach Südafrika

Wie heute das südafrikanische Gestüt Pela Graca auf Facebook verlautbarte, wird der dieses Jahr zur Abstammungskörung angemeldete Hette 481 in Kürze nach Südafrika übersiedeln. Die europäische Zucht verliert damit nach Mewes 438 und Thorben 466 dieses Jahr bereits den dritten Hengst an einen anderen Kontinent.

Hette 481 ist neben seinem 2016 in die USA exportierten Halbbruder Hessel 480 der erste gekörte Sohn des im Januar preferent erklärten Norbert 444 (ebenfalls in den USA stationiert). Der aus einer Stb-Stute von Rindert 406 gezogene Junghengst wurde 2010 geboren und steht seit 2013 im Deckdienst – dieses Jahr werden seine ersten Nachkommen in ABFP-Tests begutachtet, wo sie bislang überzeugende Ergebnisse liefern konnten.

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Hette 481 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Obwohl Hette 481 2014 zum Allgemeinen Reserve-Kampioen und zum Kampioen der jungen Hengste auf der Hengstenkeuring ausgerufen wurde, stagnierten seine Deckzahlen relativ schnell. Im Vorjahr deckte er lediglich 37 Stuten, was es besonders bedauerlich macht, dass dieser junge Hengst Europa in Kürze verlassen wird.

Zwischenstand nach ABFP 4

Im vierten ABFP-Test des Jahres wurden 12 junge Pferde auf Herz und Nieren geprüft, darunter auch die ersten Nachkommen von Fonger 478, Haike 482 und Tjaarda 483.

Im Sattelexamen setzte sich der 2015 geborene Vb-Hengst Waylen M (Hette 481 x Lolke 371) mit 80,5 Punkten mit großem Abstand an die Spitze der Gruppe. 75,0 Punkte reichten in dieser Disziplin für das zweitbeste Ergebnis – erreicht wurden diese von Willem Yge W Vb H (Hessel 480 x Tsjalke 397), 74,0 Punkte brachten den Fonger 478-Sohn Wisse van Erve Poortstad Vb Ster (x Ritse 322) in der Ergebnisliste auf den dritten Rang.

Mit noch größerem Abstand auf Rang 2 wusste Waylen M auch vor dem Wagen zu überzeugen. Der Hette 481-Sohn erreichte beachtliche 82,5 Punkte in der Menproef und eine schöne 7,5 in der Showanspannung.
Mit großem Abstand folgten der bereits erwähnte Willem Yge W (v. Hessel 480) und die 2015 geborene Vb-Stute Zilver ut de Grachten (Djoerd 473 x Tsjalke 397) mit jeweils 74,5 Punkten ex aequo in der MEnproef auf dem 2. Rang.

Unter Einbeziehung der neuesten Ergebnisse ergibt sich folgender Zwischenstand in den ABFP-Prüfungen:

Zwischenstand ABFP 2018 - 16-06-2018

Die 12 getesteten Nachkommen von Djoerd 473 zeigten bisher keine Glanzleistungen, wodurch der Schnitt in beiden Disziplinen (Reiten und Dressuranspannung) deutlich unter der allgemeinen Leistungsgrenze liegt.

Die Nachkommen von Gerben 479 beweisen hingegen fortlaufend gute Anlagen in beiden Disziplinen, das selbe gilt für die bisher geprüften Söhne und Töchter von Bene 476, Hessel 480 und Hette 481. Die Nachkommen von Letzterem zeigten bislang bemerkenswert gute Ergebnisse unter dem Sattel, man darf gespannt sein, ob sich dieser Trend fortsetzt.

Von Date 477, Haike 482 und Tjaarda 483 wurden bis dato sehr wenige Nachkommen getestet, somit geben die derzeit vorliegenden Ergebnisse lediglich schwache Anhaltspunkte hinsichtlich ihrer Leistungsvererbung. Die bisherigen Leistungen lassen aber für’s Erste keine großen Hoffnungen aufkeimen, die getesteten Pferde schnitten bislang in beiden Disziplinen deutlich unterdurchschnittlich ab.

 

 

Fêde 350 verstorben

Gerade erreichte uns die traurige Nachricht, dass der seit geraumer Zeit in Rente befindliche Fêde 350 (Jelmer 297 x Hearke 254 P) im stattlichen Alter von 25 Jahren verstorben ist. Er war der letzte noch lebende Sohn von Jelmer 297 und somit in direkter Linie auch der letzte noch lebende Enkelsohn des preferenten Tsjalling 235.

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Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Fêde 350 wurde 1993 geboren und 1996 als KFPS-Deckhengst gekört. 2001 absolvierte er seine Abstammungkörung positiv. Er war der letzte KFPS-Hengst, der noch im Natursprung deckte, 2008 wurde laut KFPS-Datenbank seine letzte offizielle Deckung registriert. Den Großteil seines Lebens verbrachte er in seinem Geburtsland, den Niederlanden, für kurze Zeit deckte er 2010 aber auch im Friesenstall Marschhorst in Deutschland.

Der 1,58 m kleine Vererber aus dem Stutenstamm 128 war im Laufe seiner Deckkarriere niemals ein besonders gefragter Hengst, er hinterlässt daher auch eher wenige Nachkommen (19 Sterstuten, 11 Sterwallache und 3 Sterhengste, sowie 5 Nachkommen mit Sportprädikat).

Am Sonntag, 03.06.2018 erlag er den Folgen einer Kolik.

Uldrik 457 vielversprechend vor dem Wagen unterwegs

Tolle Neuigkeiten kommen dieser Tage wieder von Uldrik 457 (Dries 421 x Tsjerk 328 P). Der wunderschöne Hengst (Topvererber in Sachen Rassetyp!) war gestern bei einem Bewerb im niederländischen Utrecht siegreich in der Limitklasse, in der er von Lambertus Hyckriede vorgestellt wurde. Die Jury lobte seine schöne Haltung und imponierende Front, aber auch seinen sehr überzeugenden Raumgriff.

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Nicht nur schön, sondern auch ein echtes Sportpferd – Uldrik 457. Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Lange Zeit wurde über die sportliche Zukunft von Uldrik 457 gerätselt, nun beweist er sein Talent. Wenn sein Weg weiter so erfolgreich verläuft, dürfte über kurz oder lang dem Erhalt eines Sportprädikats nichts mehr im Wege stehen.

 

FriesenFokus: Bücher, Register & Prädikate

Die Registrierungsmechanismen des KFPS sind für viele Neulinge in der Friesenszene ein Buch mit sieben Siegeln. Dieser FriesenFokus soll diesbezüglich für Aufklärung sorgen, und den Weg durch Bücher, Register & Prädikate von im KFPS registrierten Pferden nachvollziehbar darstellen.

Die Registrierung – Hauptbuch oder Beibuch?

Der erste Schritt bei der Registrierung von Friesen im KFPS ist die Zuteilung zu einem der grundlegenden Zuchtbücher. Dieser Prozess basiert auf der Abstammung des jeweiligen Pferdes und ist im Normalfall eine unabänderliche Einteilung auf Lebenszeit.

Grundsätzlich unterscheidet das KFPS zwischen dem Hauptbuch (nl. Hoofdboek), in dem Friesen mit erwünschter / legitimierter Abstammung registriert werden und den Beibüchern (nl. Bijboek), in denen Friesen registriert werden, deren Eltern (v.a. Väter) nicht unmittelbar als Zuchttiere vom KFPS zertifiziert wurden.
Im Falle abgekörter Deckhengste gilt die Registrierung im BbII ausschließlich für Pferde, die NACH der Abkörung des Hengstes von diesem gezeugt wurden. Nachkommen, die VOR der Abkörung gezeugt wurden bleiben ganz regulär im Hauptbuch registriert.

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Jedes dieser Grundbücher (Hauptbuch, Beibücher I & II und D-Buch) unterteilt sich weiter in drei grundlegende Register: das Fohlenbuch (nl. Veulenboek, Vb), das Stammbuch (nl. Stamboek, Stb) und das Wallachbuch (nl. Ruinenboek, Rb)

Fohlen werden nach ihrer Zuteilung in eines der Zuchtbücher unmittelbar vorläufig in das jeweilige Fohlenbuch aufgenommen (voorloopige Veulenregistratie, VVR). Durch eine Registrierung beim KFPS mittels Haarprobe und der damit einhergehenden Bestätigung der Abstammung gelangen Fohlen aus dem VVR automatisch in das Fohlenbuch (Veulenboek, Vb), wo sie ihr Leben lang registriert bleiben, sofern sie sich nicht für die Aufnahme in andere Register qualifizieren.

Das Stammbuch dient als Register für erwachsene Stuten und Hengste, die sich zur Zucht qualifiziert haben. Im Falle von Stuten geschieht dies durch eine Vorstellung zur Stammbuchaufnahme auf einer KFPS-Zuchtschau im Alter von mindestens 3 Jahren, Hengste hingegen werden nur nach erfolgreicher Absolvierung der Hengstleistungsprüfung (Centraal Onderzoek, CO) und der damit einhergehenden Lizenzierung als KFPS-Deckhengst in das Stammbuch aufgenommen.

Im Ruinenboek (von nl. ruin = Wallach) werden kastrierte Hengste registriert, die im Alter von mindestens 3 Jahren auf einer KFPS-Zuchtschau zur Rb-Aufnahme vorgestellt wurden und sich für diese qualifizieren konnten.

Stutprädikate & Prämien

Insbesondere im Falle von Stuten existieren eine ganze Reihe von Prädikaten, die ein Pferd im Laufe des Lebens und am Weg durch die KFPS-Register erlangen kann.

Wie bereits oben ausgeführt, besteht die Möglichkeit, eine im Fohlenbuch registrierte Stute im Alter von mindestens 3 Jahren einer KFPS-Jury im Zuge einer Zuchtschau vorzustellen und diese zur Aufnahme in das Stammbuch anzubieten.

Erfüllt die Stute die Kriterien zur Stammbuchaufnahme nicht, so verbleibt sie weiter im Fohlenbuch (niet opgenomen).
Stuten, die sich für die Stammbuchaufnahme qualifizieren, werden entsprechend ihrer gezeigten Qualität mit unterschiedlichen Prämien ausgezeichnet.

  • keine Prämie / geen premie
    Die Stute wird ohne Prämie in das Stammbuch eingeschrieben.
  • 3. Prämie / 3e premie
    Die Stute konnte sich aufgrund ihrer gezeigten Qualität für eine 3. Prämie qualifizieren und wird in das Stammbuch aufgenommen.
  • 2. Prämie / 2e premie
    Stuten mit einer 2. Prämie konnten durch überdurchschnittliche Qualität überzeugen. Zumeist geht mit dem Erreichen einer 2. Prämie auch die Verleihung des Sterprädikats einher. Die Stute wird in diesem Fall als Sterstute in das Stammbuch eingeschrieben.
    In Ausnahmefällen kann das Sterprädikat Stuten mit einer 2. Prämie auch vorenthalten oder nur vorläufig erteilt werden (voorloopig Ster).
  • 1. Prämie / 1e premie
    Der Traum jedes Züchters ist, eine Stute mit 1. Prämie im Stall stehen zu haben. Solche Stuten müssen exzellente Qualität in Exterieur und Bewegung beweisen und erhalten neben dem Sterprädikat auch eine Einladung zur Zentralkörung (Centrale Keuring, CK) nach Drachten. Stuten, die durch besonders hohe Qualität beeindrucken, kommen darüber hinaus auch für die Verleihung eines (vorläufigen) Kroonprädikats in Frage.

Die Verleihung eines Kroonprädikats bedarf aber nicht nur einer entsprechenden Qualifikation auf einer Zuchtschau, die entsprechenden Stuten müssen darüber hinaus auch ihre sportliche Veranlagung beweisen, indem sie im Zuge einer ABFP- oder IBOP-Prüfung mehr als 77,0 Punkte erreichen.

Die Krönung einer Stutenkarriere stellt die Verleihung eines Modelprädikats dar. Dieses höchste KFPS-Stutprädikat wird im Normalfall auf der CK in Drachten an die besten und schönsten Stuten des Stammbuches vergeben. Stuten kommen erst ab einem Alter von 7 Jahren für die Verleihung des Modelprädikats in Frage, sofern sie ihre Sportveranlagung bewiesen (s.o.) und mindestens ein Fohlen gesäugt haben.

RegPräd Stuten

Neben diesen drei Stutprädikaten, die an eine Aufnahme in das Stammbuch gekoppelt sind (Ster, Kroon & Model) gibt es noch weitere Prädikate, die eine Stute unabhängig von ihrer eigenen Körleistung erwerben kann.

  • Sportprädikat, Elite-Sportprädikat
    Wird durch entsprechende Leistungen in einer der vom KFPS anerkannten Sportdisziplinen Dressurreiten, Dressurfahren (Mennen) und Showfahren (Tuigen) erworben.
  • Preferent
    Das Preferentprädikat erreichen Zuchtstuten, unter deren Nachkommen mindestens vier Pferde ein (mindestens) Sterprädikat erhalten haben. Auch Hengste, welche die 2. Besichtigung erreicht haben und Hengste, die vom KFPS gekört wurden bringen Punkte.
  • Prestatiemoeder
    Übersetzt “Leistungsmutter”. Das Prestatie wird an Stuten vergeben, von deren Nachkommen sich mindestens 3 Pferde in sportlicher Hinsicht als besonders leistungsstark erwiesen haben. Dies geschieht durch den Erwerb eines Sportprädikats oder durch das Erreichen einer Mindestpunktzahl von 75,0 in einer ABFP- oder IBOP-Prüfung.

Der Weg der Hengste

Die Möglichkeiten von Hengsten hinsichtlich des Erwerbs von Prädikaten innerhalb der KFPS-Bücher sind im Gegensatz zu Stuten deutlich limitiert.

Hengste bleiben grundsätzlich ein ganzes Leben lang im Fohlenbuch registriert, es sei denn sie werden kastriert und als Wallache in das Ruinenboek aufgenommen oder aber sie absolvieren erfolgreich den harten Weg zum offiziellen KFPS-Deckhengst.

Fohlenbuchhengste können aber im Alter von mindestens 3 Jahren im Zuge einer Zuchtschau vorgestellt werden, um ein Sterprädikat zu erhalten – dabei werden, anders als bei Stuten, keine Prämien vergeben, die Hengste können entweder Ster oder niet Ster erklärt werden. In beiden Fällen verbleiben sie weiterhin im Fohlenbuch registriert.

Das Erreichen eines Sterprädikats ist dabei lediglich eine Festellung überdurchschnittlicher Exterieur- und Bewegungseigenschaften – das Sterprädikat ist KEINE Deckerlaubnis.
Decklizenzen können KFPS-Hengste lediglich über eine erfolgreiche Absolvierung des CO (bzw. VO) erwerben. In Ausnahmefällen werden vom KFPS in Ländern, in denen nur eine erschwerte Zucht mit KFPS-Deckhengsten möglich ist (z.B. in Australien), beschränkte Deckbewilligungen an Fohlenbuchhengste vergeben (Vb H met dekvergunning).

Für Wallache hingegen gilt das selbe Prämiensystem wie bei der Stammbuchaufnahme von Stuten, mit der Ausnahme, dass keine Kroon- oder Modelprädikate an Wallache vergeben werden können. Auch hier reichen die Möglichkeiten vom niet opgenomen (Wallach verbleibt im Fohlenbuch) bis zur Aufnahme in das Wallachbuch mit 1. Prämie und Sterprädikat (Rb Ster).

RegPräd Hengste

Als zusätzliches Prädikat können sich Hengste und Wallach unabhängig ihrer Registrierung für das Sport- oder Elite-Sportprädikat qualifizieren.

Für Stammbuchhengste existiert zusätzlich noch die Möglichkeit ein Preferent-Prädikat zu erhalten. Die Vergabe dieser wirklich außerordentlichen Ehrung basiert auf einem komplexen Punktesystem, in dem auf Grundlage der Nachkommen und deren Prädikate eine Zahl errechnet wird, die in Relation zur Anzahl der gezeugten Nachkommen einen festgelegten Wert überschreiten muss.

 

 

Gerüchteküche um Ulbrân 502

Seit einigen Wochen brodelt v.a. in den Niederlanden wieder einmal die Gerüchteküche um einen jungen Stammbuchhengst. Auslöser dafür war die im Januar vom Blog undersiker.nl aufgestellte Behauptung,  auf einem im PHRYSO abgebildeten Foto von Ulbrân 502 (Reinder 452 x Jakob 302) sei deutlich zu erkennen, dass dieser über unerlaubte weiße Abzeichen auf der Brust verfügen würde.

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Ulbrân 502 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Nach den Kontroversen um den 2016 gekörten Hengst Siert 499 entpuppte sich diese Behauptung schnell als Wasser auf den Mühlen diverser KFPS-Kritiker, welche die Körpolitik der Organisation teilweise nicht gutheißen.

Im Zuge der binnen der letzten Wochen über die Bühne gegangenen Regionalversammlungen in den Niederlanden wurde u.a. auch dieses Thema angesprochen und diskutiert, dabei wurde seitens des KFPS deutlich festgehalten, dass die Gerüchte über unerlaubte weiße Abzeichen von Ulbrân 502 jeder faktischen Grundlage entbehren. Der Besitzer des Hengstes, Age Okkema (u.a. auch der Besitzer von Siert 499) äußerte sich zu der Causa, in einem großen Artikel der niederländischen Zeitschrift Paardenkrant vom 16. Mai.2018 stellt auch er klar, dass die von Undersiker aufgestellten Behauptungen nachweislich falsch sind.

Anders als im Fall von Siert 499 scheint die brodelnde Gerüchteküche keinen Einfluss auf die Beliebtheit von Ulbrân 502 bei den Züchtern zu haben. Im Moment belegt er einen der vorderen Plätze in der aktuellen Deckstatistik des Jahres.