CO-Rapport Sipke 450

Hengst: Sylvester P.
Datum des Rapports: 27.02.2009

Exterieur

Rassetyp
Sylvester P. ist ein eleganter, rassetypischer Hengst. Er hat einen schönen Kopf und eine lange, leicht horizontal platzierte Halsung. Er verfügt über überdurchschnittlich viel Behang.

Gebäude
Sylvester P. ist ein korrekt gebauter, kräftiger Hengst mit einer schönen, geschlossenen Oberlinie. Die Krupp ist lang und korrekt in ihrer Lage.

Fundament
Die Hinterhand ist eine Spur säbelbeinig, beweist aber gute Qualität. Der Hengst verfügt über gut geformte Hufe.

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Sylvester P. ist ein ehrlicher und verlässlicher Hengst mit einem sehr ausgeglichenen Charakter, der während des Trainings ein konstantes und unbeirrbares Leistungsbild sehen ließ. Hinsichtlich des Niveaus und der Einsatzbereitschaft hat er sich im Laufe der Leistungsprüfung in positiver Weise entwickelt.

Schritt
Der Schritt ist geräumig und kräftig. Der Hengst schreitet auffallend gut durch den Körper.

Trab
Der Trab beweist ausreichend guten Raumgriff und ist ausreichend kraftvoll. Der Hengst sollte etwas geschlossener traben, zeigt sich aber ausreichend getragen.

Galopp
Der Galopp wird gut und taktsicher gesprungen und zeigt überdurchschnittliche Balance. Die Hinterhand sollte etwas weiter unter den Schwerpunkt treten. Der Galopp wird gut ausreichend aufwärts gesprungen.

Veranlagung als Reitpferd
Sylvester P. beweist eine überdurchschnittliche bis gute Veranlagung als Reitpferd. In allen drei Grundgangarten zeigt der Hengst gut ausreichenden Raumgriff und Kraft. Die Hinterhand sollte um eine Spur schneller untertreten, der Hengst lässt aber gute Geschmeidigkeit, Balance und Übergänge sehen.

Veranlagung als Fahrpferd
Sylvester hat durch seine überdurchschnittlichen Gänge vor dem Wagen eine durchschnittliche bis gut ausreichende Veranlagung als Gebrauchsfahrpferd. In der Showanspannung sollte er mehr Aufrichtung und Front zeigen. Die Vorhand beweist gut ausreichende Aktion, sollte aber weiter nach vorne gesetzt werden. Die Hinterhand sollte mehr Gewicht aufnehmen. Die Schwebephase ist überdurchschnittlich.

Beurteilung Leistungsprüfung
Sylvester P. hat im Zuge der Leistungsprüfung viele Fortschritte gemacht. Inbesondere unter dem Sattel hat er eine gute Veranlagung bewiesen, sein Talent vor dem Wagen ist durchschnittlich bis gut ausreichend.

Endbeurteilung
Sylvester P. wird auf Basis seiner guten Abstammung, seines guten Exterieurs und seiner guten Veranlagung als Reitpferd mit dem Namen SIPKE 450 in das Stammbuchregister eingeschrieben.

CO-Rapport Reinder 452

Hengst: Reinder
Datum des Rapports: 11.04.2009

Exterieur

Rassetyp
Reinder ist ein rassetypischer Hengst mit einer schönen Vorhand.

Gebäude
Reinder ist korrekt und ausreichend aufwärts gebaut. Er ist eine Spur zu lang in der Mittelhand.

Fundament
Die Hinterhand ist eine Spur säbelbeinig, aber trocken und hart in den Sprunggelenken.

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Reinder ist ein freundlicher hengst. Bei Anlieferung war der Hengst noch etwas unerfahren, während der Sattelausbildung hat er sich aber stark verbessert. Vor dem Wagen sollte er noch etwas mehr Reaktion auf die Hilfen zeigen.

Schritt
Der Schritt ist raumgreifend und aktiv. Die Vorhand könnte dabei noch stärker vorgreifen. Der Hengst schreitet gut durch den Körper.

Trab
Der Trab ist überdurchschnittlich geräumig und zeigt viel Takt und Rhythmus. Die Hinterhand sollte noch eine Spur schneller durchtreten, wodurch der Hengst sich noch besser tragen würde. Mit der Rahmenerweiterung hat der Hengst noch einige Mühe.

Galopp
Die Galoppade hat ausreichend Sprung, die Hinterhand wird dabei ausreichend unter den Schwerpunkt gesetzt. Im Galopp springt der Hengst überdurchschnittlich aufwärts und beweist eine gute Balance.

Veranlagung als Reitpferd
Reinder verfügt über drei mehr als ausreichend gute bis gute Grundgangarten. Unter dem Sattel machte er während der Leistungsprüfung viele Fortschritte und bewies damit eine gut ausreichende Veranlagung als Reitpferd.

Veranlagung als Fahrpferd
Reinder hat unter anderem durch seine gut ausreichenden bis guten Gänge eine überdurchschnittliche Veranlagung als Gebrauchsfahrpferd. Als Showfahrpferd sollte er die Krupp stärker senken und die Front herausheben. Die Vorhand zeigt gut ausreichende Aktion, sollte aber noch geräumiger vorgreifen. Die Hinterhand zeigt sich in der Showanspannung mit gut ausreichendem Vorgriff, sollte aber noch stärker tragen. Darüber hinaus sollte der Hengst mehr Schwebephase zeigen und geschlossener bleiben.

Endbeurteilung Leistungsprüfung
Reinder hat überdurchschnittliche Leistungen als Reit- und Gebrauchsfahrpferd gezeigt und sich in diesen disziplinen während der Leistungsprüfung gut entwickelt. Der Hengst hat durchschnittliches Talent als Showfahrpferd.

Endbeurteilung
Reinder ist ein Hengst mit gutem Exterieur und einer guten Abstammung. In der Leistungsprüfung hat er vor allem hinsichtlich seiner Veranlagung als Reit- und Gebrauchsfahrpferd positiv abgehoben. Reinder wird in die Stammregister eingeschrieben als REINDER 452.

CO-Rapport Take 455

Hengst: Volkert ut ‘e Reiden
Datum des Rapports: 14.11.2009

Exterieur

Rassetyp
Volkert ist ein rassetypischer Hengst mit einer schönen Vorhand.

Gebäude
Volkert ist ein etwas langer, ausreichend aufwärts gebauter Hengst, mit leicht gesunkenem Rücken.

Fundament
Die Stellung der Hinterhand ist korrekt. Die Sprunggelenke sollten etwas trockener sein.

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Volkert ut ‘e Reiden ist ein freundlicher Hengst. Er fällt durch seinen Vorwärtsdrang und seine Arbeitseinstellung positiv auf und hat sich im Laufe der Leistungsprüfung positiv entwickelt.

Schritt
Der Schritt ist ausreichend raumgreifend und ausreichend taktsicher.

Trab
Der Trab ist geräumig, die Hinterhand sollte aber etwas schneller antreten. Die Vorhand wird sehr raumgreifend nach vorne gesetzt, der Hengst zeigt viel Schulterfreiheit.

Galopp
Die Galoppade ist recht groß und ausreichend aufwärts gesprungen, der Hinterhand fehlt es dabei etwas an resolutem Antritt.

Veranlagung als Reitpferd
Volkert beweist eine überdurchschnittliche bis gute Veranlagung als Reitpferd. Insbesondere im Trab macht er durch seine schöne Haltung und seine prächtige Vorhandaktion eine gute Figur. Die Hinterhand sollte etwas schneller untertreten, darüber hinaus fehlt es dem Hengst vor allem in den Wendungen etwas an Balance.

Veranlagung als Fahrpferd
Volkert beweist überdurchschnittliches bis gutes Talent als Gebrauchsfahrpferd. Er zeigt dabei überdurchschnittliche Grundgangarten und eine schöne Haltung. In der Showanspannung läuft er zu sehr auf der Vorhand, wodurch die Hinterhand wenig Gewicht aufnimmt. Die Vorhand wird zwar raumgreifend nach vorne gesetzt, sollte aber mehr Aktion vorweisen. Aufgrund dessen wird der Hengst als weniger talentiertes Tuigpaard eingeschätzt.

Endbeurteilung Leistungsprüfung
Volkert hat in der Leistungsprüfung eine überdurchschnittliuche bis gute Veranlagung unter dem Sattel und in der Gebrauchsanspannung bewiesen. In der Showanspannung hat er weniger Talent.

Endbeurteilung
Volkert ist ein Hengst mit überdurchschnittlichem Exterieur aus einer starken, relativ unverwandten Abstammung. Er hat während der Leistungsprüfung eine überdurchschnittliche Veranlagung als Gebrauchspferd bewiesen, wobei vor allem seine Leistung als Gebrauchsfahrpferd positiv auffällt. Er wird aus diesem Grund in das Stammbuchregister unter dem Namen TAKE 455 eingetragen.

Gebrauchsempfehlung
Take 455 ist in erster Linie ein Hengst, der einen positiven Beitrag zur Blutstreuung liefern kann. Idealerweise kann er zur Verbesserung der Rassekennzeichen mit kurz linierten Stuten verwendet werden, die über eine starke Oberlinie verfügen. Er ist für die Zucht von Reit- und Gebrauchsfahrpferden besser geeignet, als für die Zucht von Tuigpaarden – dabei sollte er am Besten auf Stuten gesetzt werden, die über eine ausreichend schnell untertretende Hinterhand verfügen und kann vor allem den Vorhandgebrauch positiv beeinflussen.

 

CO-Rapport Tymon 456

Hengst: Titus L.
Datum des Rapports: 14.11.2009

Exterieur

Rassetyp
Titus ist aufgrund seiner langen, elegant geformten Halsung ein Hensgt mit viel Rassetyp. Der Kopf verfügt über ausreichenden Ausdruck.

Gebäude
Titus ist ein großrahmiger, modern gebauter Hengst mit langem Vorbein und schönen Proportionen. Die Krupp ist etwas kurz.

Fundament
Der Stand der hinterhand ist korrekt. Die Sprunggelenke sind von überdurchschnittlicher Qualität, die Hufe sind ein klein wenig zu schmal.

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Titus L. ist ein freundlicher, aufmerksamer Hengst. Er bewegt sich aktiv und mit viel Vorhandgebrauch. In der Anlehnung zeigt er sich wechselhaft. Titus beweist viel Vorwärtsdrang und ist willig bei der Arbeit. Sowohl unter dem Sattel als auch vor dem Wagen ist er in der Lage, die Schulter empor zu bringen.

Schritt
Der Schritt ist überdurchschnittlich raumgreifend, kräftig und taktsicher. Der Hengst zeigt dabei ausreichend Körpergebrauch.

Trab
Der Trab erweist sich als geräumig und kräftig. Das Hinterbein wird raumgreifend unter den Körper gestellt, sollte aber noch um eine Spur schneller antreten. Die Vorhand wird raumgreifend nach vorne gesetzt. Der Hengst zeigt im Trab eine schöne Haltung.

Galopp
Der Galopp wird gut gesprungen und ist sehr raumgreifend. Der Hengst tendiert dabei in einer schönen Haltung überdurchschnittlich aufwärts. Er muss noch lernen, auch etwas kleiner zu galoppieren.

Veranlagung als Reitpferd
Titus verfügt unter dem Sattel über drei qualitativ gute Grundgangarten und beweist dabei eine schöne Haltung. Er zeigt viel Einsatzfreude und lässt sich gut arbeiten. In der Rahmenerweiterung bereitet ihm das Beibehalten der Balance noch leichte Probleme, er beweist aber eine gute Veranlagung als Reitpferd.

Veranlagung als Fahrpferd
Titus beweist viel Veranlagung in beiden Disziplinen (Gebrauchs- und Showanspannung). Vor dem Showwagen zeigt Titus viel Front und eine schöne, aufwärts tendierende Haltung. Die Vorhand wird mit großer Aktion und viel Raumgriff nach vorne gesetzt, die Hinterhand trägt dabei überdurchschnittlich. Der Hengst hat in der Anspannung viel Vorwärtsdrang.

Endbeurteilung Leistungsprüfung
Titus hat in der Leistungsprüfung viel Veranlagung in allen drei Disziplinen bewiesen und hat sich während der Prüfungszeit im positiven Sinn entwickelt.

Endbeurteilung
Titus ist ein Hengst mit sehr gutem Exterieur und einer starken Abstammung. Er hat während der Leistungsprüfung in allen drei Disziplinen viel Veranlagung als Sportpferd bewiesen. Aus diesem Grund wird er unter em Namen TYMON 456 in das Stammbuch eingeschrieben.

Gebrauchsempfehlung
Tymon 456 ist ein Hengst, der durch sein umfassend positives Bild hinsichtlich Exterieur und Leistung breit einsetzbar ist. Allerdings begrenzt der Umstand, dass er sowohl von Vater- als auch von Mutterseite Jochem-Blut führt diese Einsatzmöglichkeit ein wenig.

Preferenthengst Anton 343 verstorben

Heute morgen ist der preferente KFPS-Deckhengst Anton 343  in den USA verstorben. Der am 1992 bei P.L. Folkertsma in den Niederlanden geborene Hengst war der letzte noch lebende Sohn von Oege 267 im Deckdienst. Seit 2004 war er in den USA stationiert, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2010 in der Zucht aktiv war.

Anton 343 P war bekannt für seinen außerordentlich schönen Rassetyp, der ihm den Beinamen “Mähnenwunder” einbrachte. Besonders Ende der 1990er war Anton 343 sehr beliebt bei den Züchtern, die hohe Qualität seiner Nachkommen schlug sich in zwei gekörten Söhnen (Teade 392 und Tonjes 459) sowie 3 Model- und 2 Kroontöchtern nieder. Seine Stutnachkommen wurden darüber hinaus zu 46% Ster erklärt – ein sehr gutes Resultat – und brachten ihm als Muttervater die beiden gekörten Enkelsöhne Epke 474 (v. Beart 411 P) und Meinte 490 (v. Beart 411 P) ein.

2016 wurde Anton 343 aufgrund seines überaus positiven Einflusses auf die Friesenzucht mit dem Titel “Preferent” geehrt.

Mit seinem Tod im Alter von 26 Jahren verliert das KFPS einen seiner ältesten noch lebenden Hengste und den ältesten lebenden Preferenthengst.

Unser Mitgefühl gilt der Familie Kelnhofer, auf deren Fenway Farms im US-Bundesstaat Wisconsin der schöne Anton 343 P seinen Lebensabend verbrachte.

Fohlenrapporte 2017

Rechtzeitig zum Jahreswechsel hat das KFPS gestern die Fohlenrapporte 2017 veröffentlicht, in welchen die Eindrücke von den ersten Fohlenjahrgängen der im Dezember 2015 gekörten Deckhengste Erryt 488, Eise 489, Meinte 490, Markus 491, Nane 492 und Omer 493 festgehalten wurden. Vom ebenfalls 2015 gekörten Sporthengst Walt 487 (Gjalt 426 x Ulke 338) wurden lediglich 2 Fohlen auf Körungen beurteilt, deshalb wurde auf einen Fohlenrapport verzichtet. Von den übrigen Hengsten wurden rund die Hälfte der geborenen Fohlen auf Körveranstaltungen vorgestellt und beurteilt, die Rapporte basieren auf den Ergebnissen dieser Fohlen. Hinsichtlich der Interpretation der Rapporte muss berücksichtigt werden, dass nicht allen Hengste gleichermaßen qualitativ gute Zuchtstuten zugeführt wurden und die Rapporte auf teilweise sehr unterschiedlich großen Gruppen von Nachkommen basieren.

Im Folgenden die Übersetzung der verfügbaren Rapporte aus dem Niederländischen, die Original-Rapporte sind hier abrufbar:

Erryt 488 (Meinse 439 x Sytse 385)
12 gekörte Fohlen

Die Nachkommen von Erryt 488 sind gut entwickelte Fohlen, die über einen auffallend guten Schritt verfügen. Sie sollten etwas edlere Köpfe zeigen. Der Halsstand ist überwiegend durchschnittlich bis vertikal, die Kopf-Halsverbindung ist oftmals schwer. In Verbindung mit einer verhätnismäßig kurzen Halsung bedeutet dies, dass die Fohlen mehr Rassetyp ausstrahlen sollten. Hinsichtlich des Gebäudes sind die Fohlen häufig abwärts gebaut, die Rücken zeigen sich oftmals schwach. Die Lenden hingegen sind ausreichend stark, die Lage der Schultern ist zumeist in erwünschter Weise entwickelt. Hinsichtlich der Lage und Länge der Kruppen weisen die Nachkommen unterschiedliche Qualität auf. Ein zehenenger Vorbeinstand kommt häufig vor, darüber hinaus sind die Hinterbeine häufig kuhhessig gestellt.
Der Schritt zeigt viel Takt, Raumvermögen und Kraft, auch der Trab der Fohlen ist raumgreifend, hinsichtlich Takt und Balance zeigen sich jedoch individuelle Unterschiede. Insgesamt wird die Hinterhand unzureichend unter den Schwerpunkt gebracht. Von Erryt 488 wurden relativ wenige Fohlen gekört (12), diesem Umstand muss bei der Interpretation dieses Rapports Rechnung getragen werden. Weiters muss angemerkt werden, dass vor allem Erryt 488 im Durchschnitt betrachtet qualitativ schwächere Stuten zugeführt wurden (67% minimal Ster, im Vergleich dazu deckten die anderen Hengste 86-88% minimal Ster).

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Erryt 488 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Eise 489 (Maurits 437 x Olof 315)
69 gekörte Fohlen

Die Nachkommen von Eise 489 präsentieren sich als homogene Gruppe gut entwickelter, ausreichend lang linierter Fohlen, welche durch ihren guten Trab und ihre schöne Front auffallen. Edle Köpfe, sowie lange und vertikal gestellte Halsungen verleihen den Fohlen viel rassetypische Ausstrahlung. Dabei sollte die Kopf-Halsverbindung häufig etwas leichter entwickelt sein. Die Fohlen sind hinsichtlich der Rumpfrichtung durchschnittlich gebaut, die Lage der Schultern ist oftmals ausreichend gut gewinkelt. Die Oberlinien sollten vor allem im Anschlussbereich von Rücken und Lenden stärker sein, sowohl der Rücken als auch die Lenden zeigen sich regelmäßig etwas weich. Die Kruppen sollten weniger abfallend gebaut sein, sind im Allgemeinen aber ausreichend lang. Zehenenge und Kuhhessigkeit in der Vorhand kommen regelmäßig vor, die Hinterhand ist manchmal überwinkelt. Im Schritt sollten die Fohlen mehr Schrittlänge und Körpergebrauch aufweisen, zumeist ist der Schritt ausreichend kräftig. Der Trab ist raumgreifend, kraftvoll und aufwärts strebend mit viel Takt, Balance und Geschmeidigkeit.

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Eise 489 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Meinte 490 (Beart 411 P x Anton 343 P)
48 gekörte Fohlen

Meinte 490 präsentierte eine hinsichtlich Exterieur homogene Gruppe gut entwickelter Fohlen, von welchen manche etwas mehr Adel ausstrahlen sollten. Durch ihre zumeist edlen Köpfe und ihre durch vertikale Stellung und gute Länge charakterisierten Halsungen verfügen die Fohlen über gut ausreichende Rasseaustrahlung, dabei sollte die Kopf-Halsverbindung in manchen Fällen leichter ausgeprägt sein, was auf eine begrenzte Nackenlänge zurückzuführen ist. Die Fohlen sind regelmäßig abwärts gebaut, die Schultern sind ausreichend gewinkelt. Die Rücken sind häufig weich, wohingegen die Lenden unterschiedlich entwickelt sind. Die Kruppen sind oftmals stärker abfallend als erwünscht und lassen Länge vermissen. Die meisten Fohlen zeigen einen korrekten Vorbeinstand, Zehenenge kommt jedoch vor. Die Hinterhand ist regelmäßig überwinkelt. In der Bewegung zeigen die Fohlen ein uneinheitliches Bild. Schritt und Trab sind überwiegend ausreichend geräumig und kräftig. Die Fohlen präsentieren im Trab guten Takt und gute Beintechnik, sollten dabei aber mehr Aufrichtung und Geschmeidigkeit zeigen.

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Meinte 490 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Markus 491 (Maurits 437 x Onne 376)
85 gekörte Fohlen

Die Nachkommen von Markus 491 präsentieren sich als homogene Gruppe gut entwickelter, rassetypischer, stark gebauter und sich gut bewegender Fohlen. Die Fohlen verfügen über eine schöne Front – die Köpfe sind edel, die ausreichend langen Halsungen sind oftmals vertikal platziert. Die Kopf-Halsverbindung könnte in manchen Fällen etwas leichter sein. Die Rumpfrichtung ist meistens horizontal und die Fohlen sind ausreichend lang liniert. Die Schulter sind lang und gut gewinkelt. Die Oberlinien sind zumeist ausreichend stark entwickelt, die Kruppen zeigen oft die gewünschte Lage. In den meisten Fällen ist die Vorhand korrekt gestellt, es kommt aber sowohl ein zehenenger als auch ein zehenweiter Stand vor. Die Hinterhand ist manchmal überwinkelt und Kuhhessigkeit kommt regelmäßig vor. Die Fohlen zeigen einen raumgreifenden und gut ausreichend kräftigen Schritt. Der Trab ist geräumig und kraftvoll, mit viel Balance und Geschmeidigkeit. Die Fohlen präsentieren sich dabei in schöner Selbsthaltung.

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Markus 491 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Nane 492 (Wimer 461 x Brandus 345 P)
95 gekörte Fohlen

Die homogene Nachkommengruppe von Nane 492 zeigt gut entwickelte, moderne und lang linierte Fohlen, die sich leichtfüßig bewegen. Die Fohlen sollten oftmals ansprechendere Köpfe vorweisen, ein langes und manchmal etwas  konvexes Nasenbein kommt regelmäßig vor. Die langen Halsungen sind vertikal gestellt und die Kopf-Halsverbindung ist ausreichend leicht. Die Fohlen zeigen eine horizontale Rumpfrichtung und weisen im Allgemeinen gute Oberlinien mit starken Anschlüssen auf. Die Schultern sind gut gewinkelt, die Länge und Lage der Kruppen ist zumeist ausreichend. Ein zehenweiter Stand der Vorhand kommt mit einiger Regelmäßigkeit vor, die Hinterhände sind häufig überwinkelt und kuhhessig gestellt. Der Schritt ist raumgreifend, gut ausreichend kräftig und aktiv. Im Trab zeigen sich die Fohlen mit Raumgriff, Abdruck und viel Balance und Geschmeidigkeit, darüber hinaus beweisen die Fohlen ein gutes Vermögen, sich im Trab zu verlängern resp. zu verkürzen. Die Hinterhand könnte dabei in manchen Fällen noch besser unter den Schwerpunkt treten.

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Nane 492 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Omer 493 (Gjalt 426 x Karst 362)
58 gekörte Fohlen

Die gut entwickelten Nachkommen von Omer 493 vermitteln ein homogenes Bild. Die Fohlen verfügen über überdurchschnittliche Rasseaustrahlung, die Köpfe sind ansprechend, die Halsungen sind vertikal gestellt und verfügen über ausreichende Länge. Die Kopf-Halsverbindung sollte leichter entwickelt sein. Die Fohlen sind regelmäßig abwärts gebaut und sollten stärkere Oberlinien zeigen. Ein weicher Rücken kommt häufig vor und auch die Lenden sollten häufig stärker sein. Die Kruppen sind korrekt in Länge und Lage. Die Vorhand ist zumeist korrekt gestellt, regelmäßig ist aber Zehenenge zu beobachten.  Die Hinterhand ist häufig überwinkelt und kuhhessig gestellt. Der Schritt ist aktiv, zeigt Raumgriff und ist überdurchschnittlich kräftig. Im Trab beweisen die Fohlen sehr viel Raumgriff, häufig fehlt es ihnen dabei aber an Kraft, die Hinterhand sollte stärker unter den Schwerpunkt treten. Im Allgemeinen zeigen die Fohlen ausreichend Geschmeidigkeit und Balance. Omer 493 wurden im Durchschnitt betrachtet etwas weniger qualitätsvolle Stuten zugeführt als den anderen Hengsten (79% minimal Ster). Darüber hinaus wurden vergleichweise wenige seiner Fohlen auf Körungen beurteilt.

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Omer 493 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Fohlenrapport 2017 - Noten

Der große FP-Jahresrückblick 2017

Es ist wieder so weit, der Jahreswechsel steht unmittelbar vor der Tür – bevor ich mich in die Küche begebe um allerlei Köstlichkeiten für die morgigie Party zu kreieren, ist noch etwas Zeit, um das ereignisreiche Friesenjahr 2017 Revue passieren zu lassen. Viel Spaß!

Chronologie 2017

Januar 2017

Traditionell begann auch das Jahr 2017 gleich mit dem Highlight der Friesenwelt – in der KFPS-Hengstenkeuring ritterten sich die alten und jungen Publikumslieblinge unter den Deckhengsten um den Titel “Kampioen 2017”. Zum ersten Mal mit im Ring waren die erst im Dezember 2016 gekörten Junghengste Elias 494, Jurre 495, Menne 496, Mees 497, Rommert 498 und Siert 499.
Auch in diesem Jahr triumphierte die Jugend, der allg. Kampioenstitel ging an den frischgekörten Jurre 495, der mit seiner beeindruckenden Bewegungsmechanik Publikum und Jury gleichermaßen zu begeistern vermochte. Den Reservetitel sicherte sich der 2015 gekörte Nane 492, diese Reihung entsprach auch dem Ergebnis in der Kampioenskeuring der jüngeren Hengste. Bei den verdienten Althengsten sicherte sich der schöne Mewes 438 den Sieg, zum Reservechampion wurde der Züchterliebling Alwin 469 ernannt.

Die 3e Besichtigung 2017 brachte für 23 Hengste die begehrte Anweisung zur Hengstleistungsprüfung.

Februar & März 2017

Nach der üblichen Feierstimmung im Januar wurde es ruhiger in der Friesenwelt – die ersten ABFP-Ergebnisse des Jahres 2017 brachten die lang erwarteten Gutkörungen für die “op wacht” stehenden Hengste Take 455 und Tonjes 459, welche im März endgültig wieder für den Deckdienst freigegeben wurden.

Erstmals wurde im März 2017 auch ein Hengst aufgrund seiner ABFP-Resultate zum CO angewiesen.

April 2017

Im April 2017 wurde bekannt, dass der wieder in den Deckdienst berufene Tonjes 459 sich für die Saison 2018 wieder in sein Geburtsland, die USA aufmachen wird.

Kurz darauf erreichten uns traurige Nachrichten von ebendort – der 2011 aufgrund seiner Sporterfolge gekörte Hedser 465 erlag im jungen Alter von erst 15 Jahren den Folgen einer Kolik.

Die ersten Körungen des Jahres in Australien und Südafrika gingen erfolgreich über die Bühne und ein FPI-Artikel sorgte erstmals für kontroversen Diskussionsstoff in Friesenkreisen.

Für große Aufregung sorgte auch eine geplante Neuerung im österreichischen Tierschutzgesetz, die Privatleute vor rechtliche Probleme beim Pferdeverkauf stellen sollte.

Mai 2017

Im Mai 2017 startete auch in Europa die Körsaison und im FPI erschien erstmals ein Portrait in der Reihe “Friesenfokus”.

Mit dem abgekörten Jorrit 363 verstarb in den USA ein weiterer KFPS-Hengst und der KFPS-Ledenraad beschloss die verpflichtende Prüfung von Zuchtstuten auf genetische Abweichungen. Zugleich wurde auch vereinbart, die Testergebnisse aller aktiven KFPS-Deckhengste zu veröffentlichen. Im Vorjahr hatte der Ledenraad die Einführung eines Elite-Sportprädikats beschlossen – dieses wurde im Mai 2017 an Thorben 466 verliehen, der somit der erste Träger dieser Ehrung unter den KFPS-Deckhengsten war.

Auf der “Pferd Wels 2017” präsentierte der FFÖ das Friesenpferd in wundervollen Schaubildern und meine Kamera ging fast über vor Bildern :).

Juni 2017

Im langsam aufziehenden Sommer gab es besonders schöne Nachrichten aus Österreich zu vermelden – zwei Sporthengste der Familie Prexl verdienten sich das Elite-Sportprädikat und gehörten damit zu den weltweit ersten Trägern dieser Ehrung!

Kurz darauf wurden auch die geplanten Änderungen im ÖTSchG modifiziert und eine Welle der Erleichterung ging durch den österreichischen Pferdemarkt.

Für mich persönlich ergab sich die wunderbare Gelegenheit, einige der ersten Fohlen des 2015 gekörten Erryt 488 vor die Kamera zu bekommen, als ich bei Familie Prexl im wunderschönen Mostviertel zu Besuch war.

Weitere Elite-Sportprädikate wurden im Juni 2017 an den preferenten Jasper 366 und den jungen Wylster 463 vergeben, auch Olgert 445 erreichte das ehrenvolle Prädikat.

Juli 2017

Im Juli wurden weitere Elite-Sportprädikate vergeben, darunter auch den in den USA stationierten Tjaarda 483.

Kurz darauf traf der Abzug von Siert 499 aus dem Deckdienst die Friesenszene wie ein Donnerschlag – der erst im Dezember 2016 gekörte Dries 421-Sohn hatte offiziell mit Befruchtungsproblemen zu kämpfen, war aber auch aufgrund seiner kolporierten Stichelhaarigkeit großer Kritik ausgesetzt.

In Wergea wurden im Zuge der Herkansing drei weitere Hengste in die CO angewiesen – später im Jahr sollte sich beweisen, dass dieses Instrument durchaus eine Berechtigung hat.

Und noch ein Hengst schlief in den USA für immer ein – der abgekörte Tjesse 400 wurde 19 Jahre alt.

Wunderbare Werbung für das Friesenpferd machte der DFZ im Zuge des CHIO Aachen. Neben fantastischen Schaubildern präsentierte die deutsche KFPS-Tochtervereinigung auch hochklassige Dressurfriesen.

August 2017 & September 2017

Neben der Verleihung von Elite-Sportprädikaten an Loadewyk 431 und Michiel 442 war der beginnende Herbst vor allem von Höhepunkten auf den Körbahnen geprägt. Auf der CK in Drachten siegte die Modelstute Elza Maaike van de Noeste Hoeve, der junge Mees 497 entschied den Pavo Fryso Pokal für sich und viele Stuten wurden mit neuen Prädikaten ausgezeichnet.

Während auch in Österreich gekört wurde, verbreitete sich die Nachricht vom Verkauf des Althengst-Champions Mewes 438 nach Südafrika.

Darüber hinaus veröffentlichte das KFPS die Gentestresultate fast aller Deckhengste und in Lunteren erzielten Friesenfohlen wirkliche Top-Auktionspreise.

Die Verlegung des CO 2017 von Ermelo nach Exloo sorgte für Verwunderung und Kritik, und in den Niederlanden verstarb mit Gonda F.T. Model Pref eine Größe unter den Zuchtstuten.

Oktober 2017

Der Oktober stand ganz im Zeichen der ersten Entscheidungen im CO 2017.

November 2017

Sehr traurige Nachrichten verbreiteten sich Anfang November 2017 unter den Friesenliebhabern, als die Nachricht vom Tod des preferenten Fabe 348 bekannt wurde.

Die Sattelprüfung im CO schränkte darüber hinaus das Teilnehmerfeld der potenziellen Deckhengste stark ein.

Dezember 2017

Die erste Besichtigung 2017 brachte einen Teilnehmerrekord für den jungen Hessel 480 mit sich, darüber hinaus wurden Elite-Sportprädikate an Haitse 425 und Anders 451 vergeben.

Das Endexamen im CO 2017 brachte die Gutkörung von vier neuen Deckhengsten mit sich – Tjebbe 500, Tiede 501, Ulbran 502 und Tymen 503 wurden in den ehrwürdigen Reigen der KFPS-Hengste aufgenommen. Außerdem bestanden Wybren 464, Alke 468, Bikkel 470, Aarnold 471, Bartele 472 und Epke 474 ihre Abstammungskörung und dürfen fortan ohne Beschränkung ihren Deckdienst tun.


Das neue Jahr steht nun bereits in den Startlöchern und ich freue mich auf eine weitere ereignisreiche Hengstenkeuring, über die das Friesenpanorama natürlich wieder eingehend berichten wird.

An dieser Stelle wünsche ich all meinen Lesern einen guten Rutsch, viel Glück und Gesundheit und ein hoffentlich erfolg- und ereignisreiches Friesenjahr 2018. Bleibt dem Friesenpanorama gewogen, wir lesen uns in alter Frische im neuen Jahr! 🙂

Startliste 2e Besichtigung 2018

Die Reihen haben sich gelichtet – von den 110 zur 2. Besichtigung 2018 angewiesenen Hengsten werden nach den veterinärmedzinischen Voruntersuchungen (Röntgen und Spermaqualität) nur 79 auch tatsächlich in der Arena von Leeuwarden erscheinen. Somit werden 3 Hengste weniger als im Vorjahr um ein Ticket für die CO rittern.

Die aktuelle Teilnehmerstatistik nach Vätern sieht somit nun folgendermaßen aus:

2e Besichtigung 2018 - zugelassene total2

Besonders drastisch hat sich die Zahl der angemeldeten Hessel 480-Söhne im Laufe des Körprozesses reduziert – ursprünglich brachte der junge Vererber 36 Hengste vor die Körmeister, von denen aber 28 bereits in der 1. Besichtigung strandeten. Die veterinärmedizinische Gutkörung brachte nun das “Aus” für 3 weitere seiner Söhne.

Von Tsjalle 454 bekamen 4 Söhne kein grünes Licht von den Tierärzten, er führt die Statistik aber mit 10 angewiesenen Söhnen weiterhin an. Besser schlugen sich die Hengstnachkommen von Bartele 472 – nur einer seiner Söhne konnte die medizinischen Auflagen nicht erfüllen, somit verbleiben 9 im Teilnehmerfeld.

Zuchtwerte

Mit der veterinärmedzinischen Anweisung wurden auch die Zuchtwerte der jungen Hengste berechnet und veröffentlicht.

An der Spitze des Teilnehmerfeldes stehen in dieser Hinischt die Hengste Milan fan Stal Bellefleur (Norbert 444 x Beart 411 P) und Yk R.S. (Beart 411 P x Norbert 444), die jeweils sehr hohe 108 Totalpunkte zu Papier bringen.

Im Teilbereich Rassetyp wurden drei Hengste mit 109 bewertet, dies sind Zeus (Bartele 472 x Folkert 353 P), Valco van de Demro Stables (Tsjalle 454 x Teunis 332 P) und Zweitse fan Pier’s Hiem (Loadewyk 431 x Beart 411 P).

Der Bartele 472-Sohn Zeus führt auch im Bereich Gebäude, wo er mit sehr hohen 111 Punkten bewertet wurde. 110 Punkte berechnete das KFPS für Tije Joke H. (Alwin 469 x Brandus 345 P), Zorro T. fan Sessing (Bartele 472 x Meinse 439), Wybren van Twytel (Alwin 469 x Heinse 354 P) und Milan fan Stal Bellefleur (Norbert 444 x Beart 411 P).

Auch in der Sektion “Fundament” findet sich ein Bartele 472-Sohn an der Spitze – mit 110 geschätzten Zuchtwertpunkten führt Victor v. Stal Sluisweg (Bartele 472 x Sape 381) die Statistik an, mit einem Index von 109 folgen ihm Zorro T. fan Sessing (Bartele 472 x Meinse 439) und Wer ien W. (Tsjalle 454 x Tsjerk 328 P).

Im Schritt führen die Söhne des unangefochtenen Schritt-Vererbers Beart 411 P wenig überraschend das Teilnehmerfeld an – 109 Indexpunkte wurden für Yk R.S. (Beart 411 P x Norbert 444) berechnet, 108 Punkte scoren Wybren (Beart 411 P x Maurits 437), Wopke (Beart 411 P x Tsjerk 328 P) und Wiebe fan Veldzicht (Wolfert 467 x Dries 421).

Im Segment Trab wiederum finden sich ebenfalls ohne große Überraschung viele Söhne von Tsjalle 454 in den vorderen Rängen. Ausgesprochen gute 112 Indexpunkte wurden für Ymte fan Wettersicht (Tsjalle 454 x Harmen 424) berechnet, mit 111 Punkten belegen Milan fan Stal Bellefleur (Norbert 444 x Beart 411 P), Wiard van Marije Z. (Tsjalle 454 x Jasper 366 P), Yimte van de Demro Stables (Tsjalle 454 x Pier 448), Take van de Anne Hoeve (Tsjalle 454 x Tsjerk 328 P) und Walt Ynte fan Lytse Vlearen (Tsjalle 454 x Norbert 444) ex aequo den 2. Platz.

Die komplette Teilnehmerliste steht auf der KFPS-Homepage zum Download bereit.

Letzter ABFP des Jahres bringt 2 neue Kroonstuten

Kurz vor Jahresende ging heute die Endbeurteilung des ABFP 8 über die Bühne – mit durchaus ansehnlichen Ergebnissen. Als Topper dieses ABFP-Durchgangs behauptete sich die Bartele 472-Tochter Vien fan ‘e Boerestreek (x Beart 411 P), die mit überaus schönen 83,0 Punkten in der Sattelprüfung und 81,5 Punkten in der Gebrauchsanspannung die Qualifikation für das definitive Kroon-Prädikat erreichte und somit zur vierten Kroon-Tochter von Bartele 472 erklärt werden konnte.

Auch auf Platz 2 findet sich eine Bartele 472-Tochter – die Stb-Stute Twinka (x Beart 411 P) holte 82,5 Punkte unter dem Sattel und 81,0 Punkte in der Menproef.

Auf dem dritten Rang reüssierte Tetsje B. (Beart 411 P x Reitse 272 P), die mit jeweils 78,0 Punkten in der Rij- und Menproef ebenfalls das definitive Kroon für sich beanspruchen konnte.

Die Ergebnisse der übrigen Teilnehmer fielen weniger prestigereich aus.

Mit den Ergebnissen des letzten ABFP 2017 steht nun auch der Jahresabschluss hinsichtlich der Gebrauchsveranlagung fest.

Die Ergebnisse der kürzlich auf Abstammung gutgekörten Hengste habe ich in zwei handlichen Grafiken zusammengefasst, weitere Detailauswertungen werden in Kürze im FPI-Hengstregister veröffentlicht.

ABFP 2017 - Stand Dezember RijABFP 2017 - Stand Dezember Men

Zuchtwert-Toplisten Stuten 2017

Heute wurden die Zuchtwert-Toplisten für Friesenstuten für das Jahr 2017 veröffentlicht.

In diesem seit einigen Jahren im Dezember erscheinenden Ranking finden sich die laut KFPS vielversprechendesten Zuchtstuten der aktuellen Friesenpopulation nach Kriterien von Exterieurbewertung und Sportveranlagung.

Die Top 3

Für das Jahr 2017 wurde der höchste Zuchtwert erneut von Wille fan Synaeda Kroon (Beart 411 P x Onne 376) erreicht – sie reüssiert mit einem Totalscore von 110 Punkten, dieser setzt sich zusammen aus den Teilpunkten 107 für Rassetyp, 111 für Gebäude, 107 für das Fundament, 110 für den Schritt und 111 für den Trab.

Die 2007 geborene Kroonstute Wille fan Synaeda stammt aus der prestigeträchtigen Zucht von Dr. Anke Oosterbaan (fan Synaeda) und ist die älteste Tochter der leider kürzlich verstorbenen Gonda F.T. Model Pref (Onne 376 x Feitse 293 P). Sie führt dieses Jahr bereits zum 4. Mal die Topliste Exterieur an, auch 2013, 2014 und 2016 war sie die vielversprechendste Zuchtstute des KFPS. Wille fan Synaeda brachte 2017 ihr 5. Fohlen zur Welt, eine Stute von Markus 491.

Auf Platz 2 der Exterieur-Topliste findet sich die 2014 geborene Neueinsteigerin Veronique Ster (Beart 411 P x Norbert 444) aus der Zucht von A. Postma. Sie wurde in der Saison 2017 mit einer 1. Prämie Ster erklärt und erhielt im Zuge der CK in Drachten das voorl. Kroonprädikat. Sie erreicht 109 Totalpunkte in der Bewertung.

Mit ebenfalls 109 Totalpunkten findet sich auf Rang 3 die 2012 geborene Maaike Ster (Tsjalle 454 x Jasper 366 P), welche vom Ehepaar van der Hoek in den USA gezogen wurde.

Rassetyp

In der Teilbewertung Rassetyp steht auch dieses Jahr eine Uldrik 457-Tochter an der Spitze der Topliste – die 2012 geborene Odille van Groot Altena Kroon (Uldrik 457 x Lolke 371) erreicht 112 Punkte für den Typ. Mit 111 Punkten ebenfalls überaus hoch bewertet wurden Thyra fan Synaeda Ster (Norbert 444 x Beart 411 P), Jilldau ut de Grachten Ster (Tsjalle 454 x Onne 376) und Nynke fan ‘t Reidfjild Ster (Tsjalle 454 x Wibe 402).

Gebäude

Mit sagenhaften 113 Punkten für das Gebäude führt die bereits erwähnte Veronique Ster (Beart 411 P x Norbert 444) die Topliste in diesem Teilbereich an. Mit jeweils 112 Punkten folgen ihr Tsjarina Diana A.B. Ster (Alwin 469 x Heinse 354 P) und Tjitske fan Stal Bellefleur Ster (Beart 411 P x Maurits 437) im Ranking.

Fundament

Gleich 2 Tsjalle 454-Töchter teilen sich 2017 den 1. Platz, wenn es um den höchsten geschätzten Zuchtwert für das Fundament geht. 110 Punkte erreichen Rina S.R. Ster (Tsjalle 454 x Doaitsen 420) und die auch in den Top 3 nach Totalpunkten vertretene Maaike Ster (Tsjalle 454 x Jasper 366 P).

Schritt

Erneut zeigt die Topliste 2017 die Überlegenheit des preferenten Beart 411 P, wenn es um die Schrittvererbung geht. Von 11 Stuten mit einem Score von mehr als 110 für den Schritt stammen 9 von Beart 411 P ab, die beiden übrigen sind Töchter seines Halbbruders Dries 421. Die höchste Bewertung erhielten mit 111 Punkten die beiden Vollschwestern Isabeau van ‘t Wolske Veld Ster (*2010) und Qiara van ‘t Wolske Veld Ster (*2013) – beide Beart 411P-Töchter stammen aus der Kroonstute Manon Boszorg (Folkert 353 P x Krist 358).

Trab

Was Beart 411 P in der Schrittvererbung ist, dazu entwickelt sich Tsjalle 454 in Sachen Trab. Gleich 4 seiner Töchter erreichen in diesem Jahr den beeindruckenden Zuchtwert von 113 in diesem Teilbereich – Lente T. van de Noeste Hoeve Kroon Sport (Tsjalle 454 x Jasper 366 P), Janna L. van de Noeste Hoeve Kroon Sport (Tsjalle 454 x Jasper 366 P), Nynke R. van Dedgum Kroon Sport (Tsjalle 454 x Olof 315) und Vitesse U. Ster (Tsjalle 454 x Onne 376).

Sportveranlagung

In der Topliste für Exterieur & Sportveranlagung findet sich ebenfalls eine Beart 411 P-Tochter auf Platz 1 – mit 109 Totalpunkten sichert sich Miranda v.d. Olde Mette Moate Ster Sport (Beart 411 P x Nammen 308) die Kopfposition.
108 Punkte und Platz 2 erreicht die Modelstute Bryske-Dame (Jerke 434 x Jasper 366 P), mit jeweils 107 Totalpunkten teilen sich Exterieur-Topper Wille fan Synaeda Kroon und Wyp van ‘t Lansink Model Sport (Beart 411 P x Maiko 373) ex aequo den 3. Rang.

Stutenmacher

Jedes Jahr auf’s Neue zeigt sich in den Toplisten der Zuchtstuten auch, welche Hengste sich besonders erfolgreich als “Stutenmacher” profilieren können. 2017 dominieren in dieser Hinsicht vor allem drei Namen überdeutlich das Feld – die 126 in der Topliste Exterieur aufgeführten Stuten stammen hauptsächlich von Norbert 444 (41 Stuten / 32,5%), Beart 411 P (29 Stuten / 23,0%) und Tsjalle 454 (26 Stuten / 20,6%) ab. 8 Stuten (4,8%) lieferte der junge Alwin 469 in die Topliste, der in Züchterkreisen schon seit längerer Zeit als große Hoffnung gehandelt wird. Und auch der erst 2012 gekörte Bartele 472 konnte aus seinem ersten Fohlenjahrgang immerhin 3 Stutnachkommen in die Exterieur-Topliste des Jahres 2017 liefern – er ist damit der jüngste Hengst, dessen Töchter sich in diese ehrenvollen Ränge einordnen können.

Die vollständigen Indexlisten sind ab sofort auf der KFPS-Website als pdf-Dokumente abrufbar.