Das KFPS hat heute die lange diskutierte und erwartete Trägerschaftsliste bzgl. der Gendefekte Zwergwuchs und Wasserkopf herausgegeben.
Alle bislang bekannten Informationen wurden bereits in das FPI-Hengstregister übernommen und können dort oder direkt auf der offiziellen KFPS-Liste abgefragt werden.
Monthly Archives: September 2017
Sporterfolge auch für Uldrik 457
Man hörte in letzter Zeit häufig Fragen und Vermutungen, warum Uldrik 457 (Dries 421 x Tsjerk 328 P) noch kein Sportprädikat hätte und auch sonst im Sport nicht viel von sich reden machen konnte. Mancher vermutete gar, der Hengst würde verletzungsbedingt ganz aus dem Sport ausscheiden.
Nun aber konnte er das Gegenteil beweisen, als er am 02.09. in Drogeham / NL mit Lambertus Huckriede an den Leinen zum Reserve-Kampioen der Deckhengste vor der Sjees gekürt wurde. Der Sieg ging erneut an den Titelverteidiger Eise 489 (Maurits 437 x Olof 315).

Uldrik 457 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de
Auch für Uldriks Nachkommen war es ein erfolgreiches Wochenende – während Kanjer ter Meer sich den holländischen Staatsmeistertitel im Dressursport sicherte, wurden auf den Körungen in Vorden (NL), Wahrendorf (DE) und Stadl-Paura (AT) viele erfolgreiche Uldrik-Kinder vorgestellt. Champion der Stutfohlen in Österreich wurde z.B. Daylight von Lungau (Uldrik 457 x Onne 376), ein Hengstfohlen in NL wurde ebenfalls mit einer 1. Prämie bedacht. Zusätzlich regnete es einige Sterprädikate für Uldrik-Nachkommen, darunter auch für die hochelegante Thalia fan Limbach (Uldrik 457 x Jerke 434) von Fam. Prexl / Friesen Exklusiv.
Österreichische Friesenzuchtschau 2017
Immer wieder kommt er schneller als gedacht, der Tag auf den man ein ganzes Jahr über sehnsüchtig wartet – und immer wieder vergeht er viel schneller, als man sich’s erhofft.
Nun ist sie geschlagen, die Österreichische Friesenzuchtschau 2017. Und wie immer haben die FFÖ unter Obfrau Angelika Mangweth und mit tatkräftiger Unterstützung des Vorstands und vieler freiwilliger Helferlein im oberösterreichischen Stadl-Paura eine rundum gelungene Körung auf die Beine gestellt, die sowohl für Laien als auch für Aficionados ein kurzweiliges und interessantes Sepktakel bot.
52 Pferde waren zur diesjährigen Zuchtschau gemeldet, 7 wurden nicht vorgestellt, dafür erfolgten 3 Nachnennungen – somit stellten sich 48 Pferde den kritischen Augen der KFPS-Jury, die mit Harrie Draaijer (seit 1982 Jurymitglied, bekannt als oftmaliger Vorsitzer der Hengstenkeurings-Jury) und Haike van der Meulen (Jurymitglied seit 1969) mit höchst erfahrenenen KFPS-Urgesteinen besetzt war. Entsprechend hart fielen auch einige Urteile der Jury aus, doch davon später mehr.
IBOP
Das ob der großen Teilnehmerzahl straffe Programm begann zeitig um 8:30 Uhr mit zwei IBOP-Prüfungen. Vorgestellt wurden der extra aus Ungarn angereiste Konstantin fan Blonde Smid BbI Vb H (*2011, Wandert fan Veldbos x Adel 357), der die Jury mit seiner etwas hochtourigen Vorstellung nur mäßig zu begeistern vermochte – er erreichte am Ende 66,0 Totalpunkte. Als zweites Pferd wurde die 6-jährige Stammbuchstute Kathinka J. (Jesse 435 x Oege 267) aus dem Besitz von Barbara Simon (Friesenshowteam “Moments in Black”) vorgestellt. Die sehr bewegliche Stute bot unter Melanie Reidinger eine absolut reelle Vorstellung mit viel “Go” und wurde mit schönen 74,0 Punkten entlohnt.

Melanie Reidinger auf Kathinka J. (Jesse 435 x Oege 267)
Fohlenrubriken
Den Anfang in der Körbahn machten – der Tradition entsprechend – die Hengstfohlen. 11 davon wurden an diesem Sonntag der Jury vorgestellt und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 2 x 1e Prämien, 5 x 2e Prämien, 3 x 3e Prämien – ein Hengstfohlen konnte nicht gekört werden.
Besonders erfreulich für mich ganz persönlich waren die beiden 1.Prämien – beide Hengstfohlen stammen aus der Zucht von Fam. Prexl / Friesen Exklusiv und sind Söhne von Erryt 488, mit dem mich – wie mancher Leser weiß – eine ganz persönliche “Freundschaft” verbindet :). Zwischen den beiden äußerst bewegungsstarken Halbbrüdern kam es dann auch zum Ringen um den Kampioenstitel der Hengstfohlen – dieser ging schließlich an Frederik fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434), der Reservetitel wurde verliehen an Erik fan Limbach (Erryt 488 x Jasper 366 P).

Kampioen der Hengstfohlen – Frederik fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434)

Res.Kampioen der Hengstfohlen – Erik fan Limbach (Erryt 488 x Jasper 366 P)
Sehr erfolgreich waren auch die Hengstfohlen von Familie Geiersperger-Lassacher (Friesenpferde Lungau) – Freedom von Lungau (Omer 493 x Fabe 348 P) und Fantasy von Lungau (Tsjalle 454 x Pier 448) konnten sich jeweils eine 2. Prämie sichern. Weitere rote Schleifen hagelte es für Friedrich (Hette 481 x Dries 421), Dior No Limit (Pier 448 x Felle 422) und Fips St. (Jehannes 484 x Jasper 366 P).
Von den 10 gemeldeten Stutfohlen wurden leider nur 8 vorgestellt – 7 davon wurden mit einer roten Schleife (2. Prämie) prämiert, das vielbegehrte “oranje lint” für eine 1. Prämie ging an die bildschöne Daylight von Lungau (Uldrik 457 x Onne 376), die somit auch als Bestes Stutfohlen geehrt wurde.

Bestes Stufohlen: Daylight von Lungau (Uldrik 457 x Onne 376)
Twenterstuten
In der sehr kleinen Rubrik der Twenterstuten wurden zwei Stuten aus der Zucht von Michael Lindner & Ulrike Baumgartner (Friesen vom Lindenbaum) präsentiert – Walburga vom Lindenbaum (Sjerp 446 x Ulbert 390) erhielt eine 2. Prämie, Walhalla vom Lindenbaum (Beart 411 P x Tsjalke 397, eine Tochter der österreichischen Altkampioene Baroness vom Lindenbaum!) erhielt für ihre rundum tolle Vorstellung eine 1. Prämie und wurde somit in die Kampioenskeuring eingeladen.

“Oranje Lint” für Walhalla vom Lindenbaum (Beart 411 P x Tsjalke 397)
Fohlenbuchstuten
Von den 14 anwesenden Fohlenbuchstuten wurden allesamt in das Stmmbuch aufgenommen. 5 davon erhielten keine Prämie, 5 weitere erhielten eine schöne 3. Prämie.
Sehr überzeugend war die Qualität der vier frischgebackenen Sterstuten (allesamt 2. Prämie): die bereits 9-jährige Anke Seike (Tsjipke 399 x Nykle 309) präsentierte sich jugendlich und kalibrig mit starker Bewegung, fantastisch auch die großrahmige Vrouke Boszorg (*2014, Pier 448 x Haitse 425) von Fam. Geiersperger-Lassacher. Für die erfolgsverwöhnte Familie Prexl ging der Schleifenregen ebenfalls weiter – höchst elegant und mit traumhafter Bewegung präsentierten die beiden von ihnen gezogenen Stuten Viktoria fan Limbach (*2014, Bartele 472 x Jasper 366 P) und Thalia fan Limbach (*2014, Uldrik 457 x Jerke 434, Halbschwester des Hengstfohlen-Champions).

Eleganz pur – die frischgebackene Sterstute Thalia fan Limbach (Uldrik 457 x Jerke 434) mit Perry Prexl
Stammbuchstuten zur Graderhöhung
Mit Abschluss der Vb-Rubriken schien es dann aber auch mit der Erfolgsstimmung vorbei zu sein. Die Jury richtete die Stb-Stuten für viele Augen überaus hart, von den 6 anwesenden Stute wurde lediglich die sehr schöne Silke van de Spokedam (*2013, Fabe 348 P x Lolke 371) mit einer verdienten 2. Prämie Ster ausgezeichnet. 4 weitere Stuten wurden mit einer 3. Prämie abgespeist, was besonders im Fall der außerordentlich schönen Noblesse fan Limbach (Jerke 434 x Jasper 366 P) und der sehr bewegungsstarken Kathinka J. (Jesse 435 x Oege 267) für mich persönlich nur schwer nachvollziehbar war.

Leider nur mit einer 3. Prämie bedacht – Kathinka J. (Jesse 435 x Oege 267)

Mein persönliches Highlight – Noblesse fan Limbach (Jerke 434 x Jasper 366 P)
Sterstuten
Von den lediglich 2 gemeldeten Sterstuten wurde die sehr rassetypische Odina van de Anne Hoeve (*2012, Tsjalle 454 x Haitse 425) in ihrer 2. Prämie bestätigt, für die 12-jährige Suske E. (Ulbert 390 x Feitse 293 P) aus Ungarn regnete es hingegen irrational harte Worte von Harrie Draaijer, die Stute wurde ohne Prämie nach Hause geschickt.
Wallache / Hengste
Ein weiterer Teilnehmer aus Ungarn, der 2010 geborene Hinne T. (Maeije 440 x Brend 413) wurde ohne Prämie in das Ruinenboek aufgenommen, für einen nachgemeldeten und mir deshalb im Moment namentlich nicht mehr erinnerlichen (Männer sind eben nicht multitaskingfähig) jungen Wallach (*2012, Jense 432 x Reitse 272 P) reichte es zu einer 2. Prämie und dem Sterprädikat.
Als einziger Hengst zur Stererklärung war Vincent van de Olde Mette Moate (Epke 474 x Folker 353 P) gemeldet. Dieses Bild von einem Hengst machte bereits Anfang des Jahres als ABFP-Teilnehmer von sich reden, wo er mit gewaltig hohen Punktzahlen in der Reit- und Menprüfung (jeweils 83,5 Punkte) brillierte. Aus für mich nicht rational nachvollziehbaren Gründen wurde diesem Hengst das Sterprädikat verwehrt, was wieder einmal beweist, dass man als Außenstehender nicht immer verstehen muss, was unter den Melonen im Ring vor sich geht ;).

Der schöne Vincent v.d. Olde Mette Moate (Epke 474 x Folkert 353 P)
Kampioenskeuring
Da unter den Stuten lediglich eine 1. Prämie vergeben wurde, war die Kampioene der Österreichischen Friesenzuchtschau 2017 nicht schwer auszumachen – der Titel ging an die ausgesprochen schöne Walhalla vom Lindenbaum (*2015, Beart 411 P x Tsjalke 397). Die 2-jährige Stute tritt damit in die großen Fußstapfen ihrer Mutter Baroness vom Lindenbaum (*2008, Tsjalke 397 x Teunis 332 P), die 2010 den Jugend-Kampioentitel in Stadl-Paura holte und 2013 als österreichische Reserve-Kampioene mit einer 1. Prämie und dem voorl. Kroon-Prädikat ausgezeichnet wurde.

Kampioene 2017: Walhalla vom Lindenbaum
Um den Reserve-Titel konkurrierten in einer spannenden Runde die frischgebackenen Sterstuten mit 2. Prämie – verdient für sich beanspruchen konnte die rot-weiß-rote Schärpe schließlich Vrouke Boszorg Stb Ster (*2014, Pier 448 x Haitse 425) von Fam. Geiersperger-Lassacher, die auch im Endring mit ihrer beindruckenden Bewegung und ihrem tollen Exterieur überzeugen konnte.

Glückliche Reserve-Sieger: Hans Geiersperger-Lassacher mit Vrouke Boszorg Ster (Pier 448 x Haitse 425)
Das Friesenpanorama gratuliert allen Siegern, Teilnehmern, Organisatoren und Helfern zu dieser gelungenen Zuchtschau! Nun muss ich mich wieder ein Jahr in Vorfreude üben :).

Gruppenbild mit Schleifchen 🙂
Ich habe bereits einen ersten Videozusammenschnitt fertig gestellt, Detailvideos und Bildergalerien folgen in Kürze.
P.S.: Nachem ich über 3000 Fotos geschossen und gut 4 Stunden Filmmaterial aufgenommen habe, möge man mir verzeihen, dass die Bearbeitung ein wenig dauern wird :). Ich verspreche, mich zu beeilen!
Und noch ein NL-Meister: Eise 489 siegt im Tuigen
Nach den erfreulichen Nachrichten rund um den frischgebackenen NL-Dressurmeister LimiTed Edition, darf sich die Friesenwelt über einen weiteren niederländischen Meister freuen – der 2015 gekörte Eise 489 (Maurits 437 x Olof 315) konnte mit seinem Besitzer Jelmer Chardon an den Leinen die Meisterschaft der Tuigpaarden (Einspänner) in Drogeham für sich entscheiden.
Der junge Hengst war Anfang des Jahres bereits mit dem Silver Bowl für seine Leistungen vor der Sjees ausgezeichnet worden.

Eise 489 vor der Sjees – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de
Pietersen & LimiTed Edition sind NL-Dressurmeister
Heute Morgen fanden die ersten Finaldurchgänge der niederländischen Dressurmeisterschaften statt – in der Klasse Z1 setzten sich Judith Pietersen und ihr von Peter Meer in Deutschland gezogener Dressur-Crack LimiTed Edition (Zuchtname Kanjer ter Meer Vb Sport , *2011, Uldrik 457 x Tsjalke 397) gegen die KWPN-Konkurrenz durch und erlangten mit 68,28% den ersten Rang und somit den Titel.
Das Friesenpanorama gratuliert herzlich zu diesem tollen Erfolg!
CO-Rapport Wimer 461
Hengst: Winfried
Datum des Rapports: 13.11.2010
Exterieur
Rassetyp
Winfried ist ein gut ausreichend rassetypischer Hengst. Sein Kopf verfügt über einen schönen Ausdruck, die Halsung ist gut ausreichend lang und ist gut ausreichend vertikal aufgesetzt.
Gebäude
Winfried ist ein harmonisch gebauter Hengst, der ausreichende Länge in der Vorhand aufweist. Die Schulter ost gut ausreichend lang und schräg gewinkelt. Die Oberlinie ist ausreichend stark, die Kruppe ist gut ausreichend lang und korrekt geformt.
Fundament
Die Hinterhand ist korrekt gestellt. Das Fundament ist gut ausreichend trocken und hart, die Hufe sind korrekt geformt.
Leistungsprüfung
Trainingsrapport
Winfried ist ein freundlicher, aufmerksamer Hengst. Er bewegt sich mühelos und verfügt über viel Vorwärtsdrang. Er arbeitet unbeschwert mit und gibt seinen Trainern ein gutes Gefühl.
Schritt
Der Schritt ist aktiv und taktrein. Unter dem Sattel ist der Schrit gut ausreichend raumgreifend, vor dem Wagen sollte der Schritt geräumiger sein.
Trab
Im Trab wird die Hinterhand mit viel Aktion gut unter den Schwerpunkt gesetzt. Der Hengst beweist im Trab viel Balance und eine gute Haltung. Er sollte noch etwas mehr Vermögen mitbringen, seine Tritte zu verlängern. Die Vorhand wird raumgreifend nach vorne gesetzt.
Galopp
Der Galopp weist ausreichend viel Sprung auf. Der Hengst zeigt dabei ausreichende Balance, sollte aber noch etwas besser aufwärts tendieren.
Veranlagung als Reitpferd
Winfried ist ein Hengst, welcher durch seinen guten Hinterhandgebrauch viele Möglichkeiten als Reitpferd mitbringt. Darüber hinaus verfügt er über gute Geschmeidigkeit und Balance. Er präsentiert sich als Hengst, der sich sehr gut arbeiten lässt, sehr gut reagiert und dadurch seinem Reiter ein feines Gefühl vermittelt.
Veranlagung als Fahrpferd
Angespannt präsentiert sich Winfried als gute Dressurfahrpferd, allerdings sollte der Schritt mehr Raumgriff zeigen. In der Tuig-Anspannung beweist er einen kräftigen Hinterhandgebrauch. Im Zuge der Rahmenerweiterungen neigt er zu einem etwas höheren Bewegungsrhythmus und sollte die Hinterhand noch etwas besser kontrollieren. In der Vorhand präsentiert der Hengst viel Aktion und gut ausreichenden Vorgriff. Winfried verfügt über ausreichend Front und eine gut ausreichende Haltung, die Front sollte er noch etwas nach oben bringen. Er zeigt viel Vorwärtsdrang und beweist eine gut ausreichende Veranlagung als Tuigpaard.
Endbeurteilung Leistungsprüfung
Winfried hat sich während der Leistungsprüfung in allen drei Disziplinen positiv entwickelt und mit mehr als 80 Punkten in allen Disziplinen viel Talent als Gebrauchspferd bewiesen.
Endbeurteilung
Winfried ist ein Hengst mit gut ausreichendem Exterieur und einer guten Abstammung. Er hat in der Leistungsprüfung viel Veranlagung in allen drei Disziplinen bewiesen. Deshalb wird er unter dem Namen WIMER 461 in das Stammbuch eingeschrieben.
Gebrauchsempfehlung
Wimer 461 soll vor allem einen positiven Beitrag zur Zucht von guten Gebrauchspferden liefern. Er kann eingesetzt werden um den Hinterhandgebrauch (vor allem unter dem Sattel) zu verbessern und sollte idealerweise mit Stuten zum Einsatz kommen, die einen geräumigen Schritt aufweisen.
Mutterrapport
Die Mutter von Wimer 461 ist die 10-jährige Sterstute Adellyke. Diese Stute hat 5 (noch junge) Nachkommen, sie wurde kürzlich besichtigt:
Adellyke ist ein Pferd mit ansprechendem Kopf, die Halsung ist ausreichend lang und gut geformt. Die Schulter ist lang und weist eine korrekte Lage auf. Der Rücken ist leicht gesunken, die Lenden sind ausreichend breit und schließen korrekt an die Krupp an. Die Krupp ist ausreichend lang und etwas abfallend. Durch ein etwas kurzes Vorderbein ist die Stute einigermaßen abwärts gebaut. Die Vorhand steht etwas zeheneng, die Hinterhand ist etwas steil, beweist aber gute Qualität. Der Schritt ist ausreichend geräumig, im Trab zeigt sich die Stute mit Raumgriff und einem auffallend guten Hinterhandgebrauch. Die Stute hat sich gut gehalten.
Hochkarätige Finalisten im Alrako Dressur-Wettkampf
Gerade eben wurde die endgültige Liste der Finalisten für die Alrako Kampioenschap Dressuur 2017 bekannt gegeben. In diesem prestigereichen Dressur-Klassement treten ausschließlich Friesen in mehreren Schwierigkeitsklassen des Dressursports gegeneinander an und alljährlich ist das Finale auch ein Schaulaufen der begabtesten Dressurpferde unter den KFPS-Deckhengsten.
Im Finale antreten werden u.a. Mees 497 (Klasse M), Hette 481, Erryt 488 , Julius 486, Gerben 479 und Alwin 469 (alle Klasse Z1) sowie Aarnold 471 (Klasse Z2). Auch Judith Pietersen ist auf LimiTed Edition (Kanjer ter Meer) für das Alrako-Finale klassifiziert.

Auch der in österreichischem Besitz stehende Erryt 488 wird als Finalist im Alrako-Dressurwettkampf am Start sein. Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de
Die Veranstaltung findet am 23.09.2017 im niederländischen Kootwijk statt, die komplette Teilnehmerliste ist hier abrufbar.
Mewes 438 nach Südafrika verkauft
Wie kürzlich bekannt gegeben wurde, wird der Kampioen der älteren Hengste 2017, Mewes 438 (Teeuwis 389 x Oege 267) seine Deckkarriere zukünftig in Südafrika fortführen. Der europäischen Friesenzucht geht damit der einzige gutgekörte Sohn des im Vorjahr verstorbenen Teeuwis 389 (Fetse 349 x Reitse 272) verloren.
Der 2004 geborene Mewes 438 wurde als 3-jähriger vom KFPS für den Deckdienst zugelassen und absolvierte 2013 erfolgreich seine Abstammungskörung. Besonders hinsichtlich der Bewegung und des Gebäudes zählt er zu den starken Vererbern des Stammbuches, darüber hinaus besticht er mit einem sehr hohen Sterstutenprozentsatz von aktuell 53% – unter seinen Stutnachkommen finden sich zur Zeit vier Kroon- sowie eine Modelstute.
Bisher wurden keine Söhne von Mewes 438 im KFPS gekört, auch für 2017 wurden keine seiner Nachkommen zum CO angewiesen.
Zu Mewes 438 größten Erfolgen zählt sicherlich der Gewinn des Kampioentitels bei den älteren Hengsten im Zuge der Hengstenkeuring 2017. Leider wird dies wohl sein letzter Auftritt auf der HK für unbestimmte Zeit gewesen sein.

Mewes 438 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de
Sportprädikat für Jurre 495
Der Kampioen der Hengstenkeuring 2017, Jurre 495 (Maurits 437 x Jasper 366 P) konnte dieser Tage im jungen Alter von gerade einmal 6 Jahren das Sportprädikat entgegen nehmen.
Der junge Hengst machte bereits 2016 als Newcomer vor der Sjees auf sich aufmerksam.

Jurre 495 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de