CO-Rapport Ulbrân 502

Hengst: Ulbrân 502

CO Ulbran 502

Exterieur

Rassetyp
Ulbrân 502 ist ein prächtiger, großer Hengst mit imponierender Erscheinung und viel Front. Sein Kopf könnte ansprechender sein, die lange Halsung ist gut geformt und korrekt vertikal gestellt. Das Genick ist ausreichend lang, Ulbrân 502 ist ausreichend schwarz gefärbt und verfügt über durchschnittlich viel Behang.

Gebäude
Ulbrân 502 verfügt über lange Linien und steht gut im Rechtecksmodell. Seine Oberlinie ist etwas gesunken, der Anschluss von Rücken und Lenden ist überdurchschnittlich gut entwickelt. Die lange Schulter ist in ausreichendem Maß schräg gestellt, die lange Krupp ist leicht abfallend. Der Hengst ist horizontal gebaut.

Veterinärmedizinische Anmerkungen
Nebenbefund: Fessel – OCD Klasse E (rechts vorne)

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Ulbrân 502 hat sich im Laufe der HLP gut entwickelt. Er fiel vor Allem durch seinen enormen Arbeitseifer und seinen Einsatz auf. Er verfügt über viel Geschmeidigkeit und Schulterfreiheit und beweist im Gebrauch aufwärts tendierende Bewegungen. Ulbrân 502 wurde aufgrund seiner Arbeitsbereitschaft gepriesen. Sowohl Reiter als auch Fahrer fanden ihn fein zu arbeiten, er reagiert gut auf Hilfen.

Schritt
Durch Nervosität und Anspannung war der Schritt des Hengstens vor Allem anfangs sehr negativ beeinflusst. Entspannt sich der Hengst, so zeigt er einen sauberen, raumgreifenden Schritt mit ausreichendem Krafteinsatz.

Trab
Ulbrân 502 zeigt im Trab viel Körpereinsatz, Souplesse und eine gute Balance. Darüber hinaus beweist er dabei eine gute Selbsthaltung mit guter Aufwärtstendenz. Er verfügt über viel Schulterfreiheit, die Vorhand wird raumgreifend nach vorne gesetzt. Sein gut aktivierbares Hinterbein könnte noch schneller unter den Körper treten.

Galopp
Die Galoppade tendiert überdurchschnittlich aufwärts, der Hengst zeigt dabei ausreichenden Körpereinsatz und eine überdurchschnittliche Selbsthaltung. Auch in dieser Gangart lässt er sich gut steuern.

Veranlagung als Reitpferd
Ulbrân 502 präsentiert sich als sehr talentiertes Reitpferd. Er lässt sich fein arbeiten und beweist eine sehr gute Einstellung. Er zeigt aufwärts tendierende Bewegungen mit einer guten Selbsthaltung. Der Galopp wird ausreichend bergauf gesprungen.

Veranlagung als Fahrpferd
In der Gebrauchsanspannung beweist Ulbrân 502 sehr viel Talent. Er verfügt über viel Selbsthaltung und sein Vermögen zur Rahmenerweiterung fällt positiv auf. Er lässt sich in dieser Disziplin sehr gut arbeiten, beweist eine natürliche Balance und zeigt eine lange Schwebephase. Auch in der Showanspannung hat Ulbrân 502 durch seine natürliche Balance mit viel Front und seine gute Selbsthaltung Talent, allerdings sollte er sich in dieser Disziplin noch etwas mehr auf die Hinterhand setzen. Das Hinterbein sollte auch schneller unter den Körper treten.

Examen Ulbran 502

Beurteilung Leistungsprüfung
Ulbrân 502 hat sich in der HLP gut entwickelt. Positiv sind sein Körpereinsatz, seine Aufwärtstendenz in der Bewegung und seine sehr gute Arbeitseinstellung. Er lässt sich in allen drei Disziplinen sehr gut arbeiten.

Endbeurteilung

Ulbrân 502 ist ein Hengst aus einer überdurchschnittlichen Abstammung, er verfügt über ein gutes Exterieur mit ausreichendem Rassetyp und hat eine sehr gute Veranlagungsprüfung in allen drei Diszplinen abgelegt. Auf Basis davon wird er in das Stammbuchregister eingeschrieben.

Mutterrapport

Allgemein
Die Mutterstute ist verstorben.

Mutterlinie
Ulbrân 502 stammt aus einer prädikatreichen Linie. Die Mutter ist eine 2. Prämie-Sterstute von Jakob 302, seine Großmutter ist die Rypke 321-Tochter Jeldau fan ‘e Wigeri Model Pref. Aus dieser Stute stammen die Hengste Haitse 425 und Wylster 463. In der nächsten Generation steht eine modelpreferente Stute von Lute 304 und davor wiederum eine Sterstute von Teake 273.

Gebrauchsempfehlung

Ulbrân 502 kann das Modell, die Arbeitseinstellung sowie die Geschmeidigkeit und Rittigkeit verbessern.

CO-Rapport Tiede 501

Hengst: Tiede 501

CO Tiede 501

Exterieur

Rassetyp
Tiede 501 ist ein ansprechender, rassetypischer und jugendlich wirkender Hengst. Sein Kopf ist ausreichend ansprechend und die etwas schwer angesetzte Halsung ist ausreichend vertikal gestellt. Tiede 501 hat überdurchschnittlich viel Behang und ist schwarz gefärbt.

Gebäude
Tiede 501 ist überaus korrekt gebaut. Der Hengst ist lang liniert und steht gut im Rechtecksmodell. Er verfügt über eine starke Oberlinie, die Rumpfrichtung ist horizontal und seine lange Krupp zeigt die erwünschte Lage.

Fundament
Das Fundament könnte mehr Qualität vorweisen. Der Stand der Vorhand ist leicht zeheneng, die Hinterhand ist korrekt gestellt.

Veterinärmedizinische Anmerkungen
Nebenbefund: Fessel – OCD Klasse D (links vorne)

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Tiede 501 hat während der HLP viele Fortschritte gemacht. Durch seine Jugend startete er etwas zögerlich in das Training, war manchmal nervös und schnell müde, dies hat sich jedoch im Laufe der HLP verbessert. Sowohl Reiter als auch Fahrer lobten seinen Einsatz und seine Rittigkeit. Tiede 501 bewegt sich mit Kraft und Raumgriff, dabei verfügt er über viel Vortwärtsdrang.

Schritt
Tiede 501 hat von Natur aus einen ausreichend geräumigen und aktiven Schritt, der gut durch den Körper verläuft. Anspannung bzw. Nervosität wirken sich negativ auf diese Anlage aus.

Trab
Der Trab ist raumgreifend und kräftig, mit guter Körperhaltung und ausreichender Geschmeidigkeit. Die gut aktivierbare Hinterhand zeigt dabei eine gute Beugung im Sprunggelenk, sollte aber noch etwas schneller unter den Körper gestellt werden.

Galopp
Die Galoppade wird gut aufwärts gesprungen, der Hengst zeigt dabei überdurschnittlichen Körpereinsatz und eine gute Haltung.

Veranlagung als Reitpferd
Tiede 501 beweist als Reitpferd viel Talent durch seine gute Balance und seine Rittigkeit in allen drei Grundgangarten. Er zeigt unter dem Sattel eine gute Selbsthaltung und gibt seinem Reiter ein sehr gutes Gefühl.

Veranlagung als Fahrpferd
Tiede 501 hat in der Gebrauchsanspannung durch seinen Einsatz, seine Haltung und seine Bearbeitbarkeit sehr viel Veranlagung. Vor dem Wagen beweist er eine gute Bewegungstechnik und ist fein zu fahren. Im Tuig hat Tiede 501 durch seinen kraftvollen Hinterhandgebrauch, seine Bearbeitbarkeit und seinen Vorwärtsdrang überdurchschnittliche Anlagen, allerdings fehlt es ihm in dieser Disziplin an natürlicher Aufrichtung und Front.

Examen Tiede 501

Beurteilung Leistungsprüfung
Tiede 501 hat sich im Laufe der HLP in allen drei Disziplinen sehr gut entwickelt. Er ist gut zu arbeiten, beweist eine gute Technik in der Bewegung, zeigt viel Arbeitseifer und ist fein zu reiten und zu fahren. Als Tuigpaard fehlt es ihm an der natürlichen Aufrichtung und er sollte mehr Front zeigen.

Endbeurteilung

Tiede 501 verfügt über eine gute Asbtammung und ein sehr gutes Exterieur. Er hat eine gute Leistungsprüfung abgelegt, wobei er viel Talent als Reit- und Gebrauchsfahrpferd und überdurchschnittliche Anlagen in der Showanspannung beweisen konnte. Auf Basis davon wird er in das Stammbuchregister eingetragen.

Mutterrapport

Allgemein
Tiede 501 stammt aus der 1. Prämie-Sterstute Corrine Z. Diese ist eine sehr korrekt gebaute, durschnittlich typvolle Stute, die gut im Rechtecksmodell steht. Sie verfügt über einen ansprechenden, etwas langen Kopf, eine lange, schräge Schulter und eine starke Oberlinie. Die lange Krupp ist korrekt gelegen. Die Halsung ist ausreichend lang, sollte aber vertikaler platziert sein, die Rumpfrichtung ist horizontal. Das Fundament der Stute könnte mehr Qualität vorweisen, die Vorhand ist etwas zeheneng gestellt. Die Hinterhand ist korrekt gestellt. Der Schritt ist raumgreifend und ausreichend aktiv. Im Trab präsentiert sich die Stute mit Raumgriff, ausreichender Kraft und durchschnittlicher Schulterfreiheit. Die Hinterhand wird dabei ausreichend schnell und ausreichend weit unter den Körper gebracht.

Mutterlinie
Tiede 501 kommt aus der 1. Prämie-Sterstute Corrine Z. von Loadewyk 431 Sport-Elite. Davor steht eine Sterstute von Teunis 332 Sport P,  davor wiederum eine sterpreferente Stute von Feitse 293 P. Darauf folgt die bekannte Berbertsje Ster Pref (v. Tsjalling 235 P), welche die Mutter von Sierk 326 ist. Somit sprechen wir vom bekannten Plantinga-Stamm – einer prädikatreichen Linie, in der Bewegung verankert ist.

Gebrauchsempfehlung

Tiede 501 kann das Model, die Geschmeidigkeit, die Arbeitseinstellung und Rittigkeit verbessern.

 

CO-Rapport Tjebbe 500

Hengst: Tjebbe 500

CO Tjebbe 500

Exterieur

Rassetyp
Tjebbe 500 ist ein jugendlich wirkender Hengst mit ausreichendem Rassetyp. Der Kopf ist klein und durchschnittlich ausdruckstark. Die vertikal gestellte Halsung ist gut geformt, aber etwas kurz. Der Hengst verfügt über ausreichend Behang und ist tiefschwarz gefärbt.

Gebäude
Tjebbe 500 verfügt über ausreichend lange Linien. Die Halsung sollte etwas länger sein, der Nacken ist ausreichend lang. Der Rücken ist leicht gesunken mit einer gut entwickelten Lendenpartie. Der Widerrist könnte etwas ausgeprägter entwickelt sein und etwas besser in den Rücken verlaufen. Die Schulter ist ausreichend lang und durchschnittlich gut gewinkelt. Die Krupp ist einigermaßen abfallend mit ausreichender Länge. Tjebbe 500 ist leicht abwärts gebaut.

Fundament
Das Fundament strahlt ausreichende Qualität aus. Die Vorhand ist korrekt gestellt, die Hinterhand ist einigermaßen steil gefesselt und steht recht eng. Die Hufe lassen etwas Format vermissen.

Veterinärmedizinische Anmerkungen
keine

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Tjebbe 500 hat sich im Zuge der HLP gut entwickelt. Er beweist Körpergebrauch und Geschmeidigkeit bei überdurchschnittlicher Schulterfreiheit. Die Reiter und Fahrer wussten Gutes über seine Einsatzbereitschaft, Bearbeitbarkeit, seine Fähigkeiten in der Rahmenerweiterung, seine gute Einstellung und seine starke Hinterhand zu berichten, welche mit viel Beugung im Sprunggelenk gut unter den Körper tritt. Er vermittelt seinen Reitern und Fahrern ein gutes Gefühl.

Schritt
Der Schritt ist raumgreifend und kräftig, der Hengst schreitet mit ausreichender Schulterfreiheit gut durch den Körper.

Trab
Tjebbe 500 zeigt im Trab überdurchschnittliche Geschmeidigkeit und verfügt über viel Technik im Gebrauch der Hinterhand, welche viel Beugung im Sprunggelenk aufweist. Er beweist viel Vermögen zur Rahmenerweiterung im Trab. Tjebbe 500 hat im Trab eine gute Selbsthaltung und verfügt über überdurchschnittliche Schulterfreiheit. Außerdem beweist er viel Vorwärtsdrang.

Galopp
Der Galopp hat sich im Zuge der HLP gut entwickelt. Der Hengst ist auch in dieser Gangart gut zu arbeiten und hat gelernt, seinen Körper dabei mehr zu gebrauchen. Er zeigt gutes Sprungvermögen mit einer guten Selbsthaltung. Die Hinterhand wird weit unter den Körper gebracht.

Veranlagung als Reitpferd
Tjebbe 500 beweist viel Talent unter dem Sattel. Er zeigt viel Einsatzwillen, ist gut zu arbeiten und gibt seinen Reitern ein gutes Gefühl. Er kann sich gut im Rahmen erweitern und verfügt über einen gut steuerbaren Galopp.

Veranlagung als Fahrpferd
Als Gebrauchsfahrpferd hat Tjebbe 500 durch seine sehr gute Bewegungstechnik viel Talent, wobei der starke Hinterhandgebrauch auffällt. Er kann seinen Rahmen gut erweitern und zeigt als Menpaard eine gute Haltung. In der Showanspannung ist seine Veranlagung durchschnittlich, er sollte in dieser Disziplin mehr Selbsthaltung zeigen und sich dadurch mit mehr Aufrichtung bewegen. Trotzdem fällt auch vor dem Showwagen sein starker Hinterhandgebrauch positiv auf.

Examen Tjebbe 500

Beurteilung Leistungsprüfung
Tjebbe 500 hat im Zuge der HLP in allen drei Disziplinen viele Fortschritte sehen lassen. Sein Vermögen zur Rahmenerweiterung und seine Bewegungstechnik fallen dabei positiv auf. Er lässt sich gut arbeiten und ist in allen Disziplinen fein zu steuern.

Endbeurteilung

Tjebbe 500 verfügt über eine gute Abstammung, sein Exterieur ist gut und er hat eine gute Leistungsprüfung abgelegt. Auf Basis davon wird er in das Stammbuch eingeschrieben.

Mutterrapport

Allgemein
Femke van Stal Zadelhoff ist eine jugendlich wirkende und ansprechend rassetypische Stute, die ausreichend im Rechtecksmodell steht. Der Kopf ist ansprechend, die vertikal platzierte Halsung ist ausreichend lang und schön geformt. Die Oberlinie ist stark, der Widerrist könnte etwas besser in den Rücken verlaufen. Die Krupp zeigt Länge und ist abfallend in ihrer Lage. Die Stute ist aufwärts gebaut. Das Fundament strahlt ausreichende Qualität aus und ist korrekt gestellt, die Hufe sind gut entwickelt. Der Schritt ist raumgreifend und aktiv, die Vorhand könnte dabei etwas weiter nach vorne greifen. Der kräftige Trab zeigt eine Hinterhand, die mit viel Beugung im Sprunggelenk weit unter den Körper gesetzt wird, Femke beweist im Trab eine gute Selbsthaltung.

Mutterlinie
Tjebbe 500 hat eine sehr gute Abstammung. Er kommt aus einer sehr starken und prädikatreichen Mutterlinie, in der viel Zuchtpotential liegt: aus der Synaeda-Linie. Seine Mutter ist eine 1. Prämie-Sterstute von Dries 421, davor steht eine Kroonstute von Tsjerk 328 Sport P. Diese Frigga fan Synaeda kommt wiederum aus der bekannten Pyrrha fan Synaeda Model Pref Prest (v. Opeke 266).

Gebrauchsempfehlung

Tjebbe 500 kann die Bewegungstechnik, Arbeiteinstellung und Bearbeitbarkeit verbessern.

Quelle: KFPS Hengsteninformatie 2018, S. 43

CO-Rapport Maeije 440

Hengst: Maeije
Datum des Rapports: 24.11.2007

Exterieur
Maeije ist ein großrahmig entwickelter, sehr rassetypischer Hengst, welcher gut im Rechteckstyp steht. Dem Kopf fehlt es an Adel, Nacken und Halsung haben viel Länge. Der Hals ist vertikal gestellt. Die gut gewinkelte Schulter und der Widerrist sind gut entwickelt. Rücken und Lenden sind gut bemuskelt, die Krupp ist von guter Länge. Die Vorhand erweist sich als überdurchschnittlich lang und ist korrekt gestellt. Die Hinterhand ist ebenfalls gut gestellt, das Fundament hat insgesamt Qualität. Seit seiner Anweisung zur HLP hat sich der Hengst gut entwickelt und an Ausstrahlung gewonnen.

Veterinär
In der 8. Woche der Leistungsuntersuchung wurde Maeije aufgrund einer Schwellung an der linken Schulter / Brust behandelt. Nach vier Tagen Schrittraining konnte das Training vor dem Showwagen wieder aufgenommen werden. Maeije hat aufgrund dessen eine Beurteilung versäumt.

Leistungsprüfung
Maeije ist im Umgang ein freundlicher, aufmerksamer und ruhiger Hengst, der sich leicht in die Arbeit einfindet und überdurchschnittlichen Arbeitswillen zeigt.

Schritt
Der Schritt ist raumgreifend, kräftig und sauber. Die Hinterhand wird überdurchschnittlich aktiv und raumgreifend undter den Körper gestellt, die Vorhand greift weit nach vorne. Der Schritt ist sehr geschmeidig.

Trab
Der Trab ist sehr raumgreifend mit Abdruck und einer großen Schwebephase. Die Hinterhand könnte noch aktiver untertreten, die Vorhand wird mit Raumgriff nach vorne gesetzt. Der Hengst lässt sich im Trab überdurchschnittlich gut schließen und zeigt dabei große Geschmeidigkeit.

Galopp
Die Galoppade ist geräumig, es fehlt aber noch an Abdruck. Die Hinterhand erweist sich im Vorgriff als schwerfällig, die Vorhand greift ausreichend nach vorne. Maeije könnte noch stärker aufwärts galoppieren, insgesamt fehlt es ihm in der Galoppade noch an Kraft und dadurch auch an Balance. Im Zuge der Leistungsprüfung hat sich der Galopp verbessert.

Trainingsrapport
Am Anfang der Leistungsprüfung hatte Maeije im Schritt und Trab Probleme mit dem Rückengebrauch, die hat sich im Verlauf der HLP stark verbessert. Er lässt sich überdurchschnittlich gut arbeiten und vermittelt seinen Reitern und Fahrern ein gutes Gefühl.

Veranlagung als Reitpferd
Unter dem Sattel zeigt Maeije eine ansprechende Haltung und dehnt seinen Hals ausreichend. Die Hinterhand erweist sich als träge und zu wenig aktiv, Maeije reagirt jedoch gut auf Hilfen, wodurch sich sein Hinterhandgebrauch stark verbessert. Maeije lässt sich gut schließen und erweitern. Am Anfang der HLP hatte Maeije Probleme damit, durch den Körper zu galoppieren, dies hat sich im Laufe des Trainings verbessert.

Veranlagung als Fahrpferd
In der Gebrauchsanspannung präsentiert Maeije sich sehr ansprechend. Er hebt sich überdurchschnittlich im Körper und dehnt seinen Hals gut ausreichend. Der Trab ist sehr raumgreifend, die Hinterhand muss dabei jedoch aktiver untertreten. Der Trab erweist überdurchschnittlichen Abdruck. Maeije lässt sich gut ausreichend arbeiten und gibt seinem Fahrer dadurch ein gutes Gefühl.
Vor dem Showwagen zeigt Maeije durchschnittliche Veranlagung. In dieser Disziplin müsste er im Körper noch stärker aufwärts tendieren und lernen, seinen Hals mehr aufzudehnen. Die Hinterhand wird mit wenig Aktiviät unter den Körper gesetzt. Die Vorhand wird mit Raumgriff nach vorne gesetzt und zeigt ausreichende Knieaktion. Maeije beweist überdurchschnittlichen Vorwärtsdrang und Arbeitseifer. Er vermittelt seinem Fahrer ein gutes Gefühl.
Maeije beweist sehr viel Veranlagung in der Gebrauchsanspannung und gut ausreichendes Talent im Tuig.

Endbeurteilung
Maeije wird aufgrund seiner positiven Resultate in der Leistungsprüfung, seines sehr guten Exterieurs und seiner ausgezeichneten Abstammung, aus der mehrere Sportpferde hervorgegangen sind, für den Deckdienst gutgekört und unter dem Namen MAEIJE 440 in das Stammbuch eingeschrieben.

 

CO-Rapport Maurus 441

Hengst: Oepke Gestüt Friesenwiese
Datum des Rapports: 20.11.2007

Exterieur
Oepke ist ein eleganter, rassetypischer Hengst mit viel Front, der in einem guten Modell steht. Der Rücken ist leicht gesunken, aber ausreichend bemuskelt. Die Krupp ist ausreichend lang, die Vorhand ist gut gestellt und gut ausreichend lang. Die Hinterbeine sind hart und trocken, stehen aber leicht säbelbeinig.

Leistungsprüfung
Der Hengst Oepke Gestüt Friesenwiese wurde auf Basis der Herkeuring zur Leistungsprüfung zugelassen und fällt somit in die Verantwortung der Herkeurings-Jury. Anfangs war der Hengst wenig nachgiebig und hatte Mühe mit dem Reitergewicht. Während der Leistungsprüfung wurde er an seinem Gebiss und aufgrund einer Wurminfektion veterinärmedizinisch behandelt.

Schritt
Der Schritt ist ausreichend kraftvoll, lässt aber manchmal Raumgriff vermissen. Entspannt sich der Hengst, verbessert sich dies.

Trab
Im Arbeitstrab fehlt es dem Hengst an Raumgriff und Geschmeidigkeit. Er verfügt über genügend KRaft, die Hinterhand sollte aber besser unter den Schwerpunkt treten. Im gestreckten Trab bringt der Hengst die Hinterhand besser unter den Körper, auch die Vorhand wird dann sehr geräumig und mit viel Knieaktion nach vorne gesetzt.

Galopp
Die Galoppade ist ausreichend aufwärts gesprungen und raumgreifend.

Trainingsrapport
Der Hengst Oepke zeigt ausreichenden Arbeitseifer, war aber durch die o.g. veterinärmedizinischen Probleme manchmal etwas unnachgiebig. Im Laufe der Leistungsprüfung hat sich dies stark verbessert.

Veranlagung als Reitpferd
Oepke Gestüt Friesenwiese hat ausreichendes Talent als Reitpferd.

Veranlagung als Fahrpferd
Der Hengst bietet vor dem Wagen ein elegantes Bild. Oepke hat viel Veranlagung in der Showanspannung durch seine elegante Haltung, sein geräumig nach vorne gesetztes Vorderbein und seine überdurchschnittlich kräftige Hinterhand. In der Gebrauchsanspannung beweist der Hengst überdurchschnittliche Anlagen.

Endbeurteilung Leistungsprüfung
Der Hengst hat im Laufe der Leistungsprüfung durchschnittliche Leistungen als Reitpferd, überdurchschnittliche Veranlagung in der Gebrauchsanspannung und sehr viel Talent als Tuigpaard bewiesen.

Endbeurteilung
Der Hengst Oepke Gestüt Friesenwiese kann aufgrund seiner gezeigten Leistungen und seiner eleganten Vorhand mit dem Namen MAURUS 441 in das Stammbuch aufgenommen werden.

CO-Rapport Sipke 450

Hengst: Sylvester P.
Datum des Rapports: 27.02.2009

Exterieur

Rassetyp
Sylvester P. ist ein eleganter, rassetypischer Hengst. Er hat einen schönen Kopf und eine lange, leicht horizontal platzierte Halsung. Er verfügt über überdurchschnittlich viel Behang.

Gebäude
Sylvester P. ist ein korrekt gebauter, kräftiger Hengst mit einer schönen, geschlossenen Oberlinie. Die Krupp ist lang und korrekt in ihrer Lage.

Fundament
Die Hinterhand ist eine Spur säbelbeinig, beweist aber gute Qualität. Der Hengst verfügt über gut geformte Hufe.

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Sylvester P. ist ein ehrlicher und verlässlicher Hengst mit einem sehr ausgeglichenen Charakter, der während des Trainings ein konstantes und unbeirrbares Leistungsbild sehen ließ. Hinsichtlich des Niveaus und der Einsatzbereitschaft hat er sich im Laufe der Leistungsprüfung in positiver Weise entwickelt.

Schritt
Der Schritt ist geräumig und kräftig. Der Hengst schreitet auffallend gut durch den Körper.

Trab
Der Trab beweist ausreichend guten Raumgriff und ist ausreichend kraftvoll. Der Hengst sollte etwas geschlossener traben, zeigt sich aber ausreichend getragen.

Galopp
Der Galopp wird gut und taktsicher gesprungen und zeigt überdurchschnittliche Balance. Die Hinterhand sollte etwas weiter unter den Schwerpunkt treten. Der Galopp wird gut ausreichend aufwärts gesprungen.

Veranlagung als Reitpferd
Sylvester P. beweist eine überdurchschnittliche bis gute Veranlagung als Reitpferd. In allen drei Grundgangarten zeigt der Hengst gut ausreichenden Raumgriff und Kraft. Die Hinterhand sollte um eine Spur schneller untertreten, der Hengst lässt aber gute Geschmeidigkeit, Balance und Übergänge sehen.

Veranlagung als Fahrpferd
Sylvester hat durch seine überdurchschnittlichen Gänge vor dem Wagen eine durchschnittliche bis gut ausreichende Veranlagung als Gebrauchsfahrpferd. In der Showanspannung sollte er mehr Aufrichtung und Front zeigen. Die Vorhand beweist gut ausreichende Aktion, sollte aber weiter nach vorne gesetzt werden. Die Hinterhand sollte mehr Gewicht aufnehmen. Die Schwebephase ist überdurchschnittlich.

Beurteilung Leistungsprüfung
Sylvester P. hat im Zuge der Leistungsprüfung viele Fortschritte gemacht. Inbesondere unter dem Sattel hat er eine gute Veranlagung bewiesen, sein Talent vor dem Wagen ist durchschnittlich bis gut ausreichend.

Endbeurteilung
Sylvester P. wird auf Basis seiner guten Abstammung, seines guten Exterieurs und seiner guten Veranlagung als Reitpferd mit dem Namen SIPKE 450 in das Stammbuchregister eingeschrieben.

CO-Rapport Reinder 452

Hengst: Reinder
Datum des Rapports: 11.04.2009

Exterieur

Rassetyp
Reinder ist ein rassetypischer Hengst mit einer schönen Vorhand.

Gebäude
Reinder ist korrekt und ausreichend aufwärts gebaut. Er ist eine Spur zu lang in der Mittelhand.

Fundament
Die Hinterhand ist eine Spur säbelbeinig, aber trocken und hart in den Sprunggelenken.

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Reinder ist ein freundlicher hengst. Bei Anlieferung war der Hengst noch etwas unerfahren, während der Sattelausbildung hat er sich aber stark verbessert. Vor dem Wagen sollte er noch etwas mehr Reaktion auf die Hilfen zeigen.

Schritt
Der Schritt ist raumgreifend und aktiv. Die Vorhand könnte dabei noch stärker vorgreifen. Der Hengst schreitet gut durch den Körper.

Trab
Der Trab ist überdurchschnittlich geräumig und zeigt viel Takt und Rhythmus. Die Hinterhand sollte noch eine Spur schneller durchtreten, wodurch der Hengst sich noch besser tragen würde. Mit der Rahmenerweiterung hat der Hengst noch einige Mühe.

Galopp
Die Galoppade hat ausreichend Sprung, die Hinterhand wird dabei ausreichend unter den Schwerpunkt gesetzt. Im Galopp springt der Hengst überdurchschnittlich aufwärts und beweist eine gute Balance.

Veranlagung als Reitpferd
Reinder verfügt über drei mehr als ausreichend gute bis gute Grundgangarten. Unter dem Sattel machte er während der Leistungsprüfung viele Fortschritte und bewies damit eine gut ausreichende Veranlagung als Reitpferd.

Veranlagung als Fahrpferd
Reinder hat unter anderem durch seine gut ausreichenden bis guten Gänge eine überdurchschnittliche Veranlagung als Gebrauchsfahrpferd. Als Showfahrpferd sollte er die Krupp stärker senken und die Front herausheben. Die Vorhand zeigt gut ausreichende Aktion, sollte aber noch geräumiger vorgreifen. Die Hinterhand zeigt sich in der Showanspannung mit gut ausreichendem Vorgriff, sollte aber noch stärker tragen. Darüber hinaus sollte der Hengst mehr Schwebephase zeigen und geschlossener bleiben.

Endbeurteilung Leistungsprüfung
Reinder hat überdurchschnittliche Leistungen als Reit- und Gebrauchsfahrpferd gezeigt und sich in diesen disziplinen während der Leistungsprüfung gut entwickelt. Der Hengst hat durchschnittliches Talent als Showfahrpferd.

Endbeurteilung
Reinder ist ein Hengst mit gutem Exterieur und einer guten Abstammung. In der Leistungsprüfung hat er vor allem hinsichtlich seiner Veranlagung als Reit- und Gebrauchsfahrpferd positiv abgehoben. Reinder wird in die Stammregister eingeschrieben als REINDER 452.

CO-Rapport Take 455

Hengst: Volkert ut ‘e Reiden
Datum des Rapports: 14.11.2009

Exterieur

Rassetyp
Volkert ist ein rassetypischer Hengst mit einer schönen Vorhand.

Gebäude
Volkert ist ein etwas langer, ausreichend aufwärts gebauter Hengst, mit leicht gesunkenem Rücken.

Fundament
Die Stellung der Hinterhand ist korrekt. Die Sprunggelenke sollten etwas trockener sein.

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Volkert ut ‘e Reiden ist ein freundlicher Hengst. Er fällt durch seinen Vorwärtsdrang und seine Arbeitseinstellung positiv auf und hat sich im Laufe der Leistungsprüfung positiv entwickelt.

Schritt
Der Schritt ist ausreichend raumgreifend und ausreichend taktsicher.

Trab
Der Trab ist geräumig, die Hinterhand sollte aber etwas schneller antreten. Die Vorhand wird sehr raumgreifend nach vorne gesetzt, der Hengst zeigt viel Schulterfreiheit.

Galopp
Die Galoppade ist recht groß und ausreichend aufwärts gesprungen, der Hinterhand fehlt es dabei etwas an resolutem Antritt.

Veranlagung als Reitpferd
Volkert beweist eine überdurchschnittliche bis gute Veranlagung als Reitpferd. Insbesondere im Trab macht er durch seine schöne Haltung und seine prächtige Vorhandaktion eine gute Figur. Die Hinterhand sollte etwas schneller untertreten, darüber hinaus fehlt es dem Hengst vor allem in den Wendungen etwas an Balance.

Veranlagung als Fahrpferd
Volkert beweist überdurchschnittliches bis gutes Talent als Gebrauchsfahrpferd. Er zeigt dabei überdurchschnittliche Grundgangarten und eine schöne Haltung. In der Showanspannung läuft er zu sehr auf der Vorhand, wodurch die Hinterhand wenig Gewicht aufnimmt. Die Vorhand wird zwar raumgreifend nach vorne gesetzt, sollte aber mehr Aktion vorweisen. Aufgrund dessen wird der Hengst als weniger talentiertes Tuigpaard eingeschätzt.

Endbeurteilung Leistungsprüfung
Volkert hat in der Leistungsprüfung eine überdurchschnittliuche bis gute Veranlagung unter dem Sattel und in der Gebrauchsanspannung bewiesen. In der Showanspannung hat er weniger Talent.

Endbeurteilung
Volkert ist ein Hengst mit überdurchschnittlichem Exterieur aus einer starken, relativ unverwandten Abstammung. Er hat während der Leistungsprüfung eine überdurchschnittliche Veranlagung als Gebrauchspferd bewiesen, wobei vor allem seine Leistung als Gebrauchsfahrpferd positiv auffällt. Er wird aus diesem Grund in das Stammbuchregister unter dem Namen TAKE 455 eingetragen.

Gebrauchsempfehlung
Take 455 ist in erster Linie ein Hengst, der einen positiven Beitrag zur Blutstreuung liefern kann. Idealerweise kann er zur Verbesserung der Rassekennzeichen mit kurz linierten Stuten verwendet werden, die über eine starke Oberlinie verfügen. Er ist für die Zucht von Reit- und Gebrauchsfahrpferden besser geeignet, als für die Zucht von Tuigpaarden – dabei sollte er am Besten auf Stuten gesetzt werden, die über eine ausreichend schnell untertretende Hinterhand verfügen und kann vor allem den Vorhandgebrauch positiv beeinflussen.

 

CO-Rapport Tymon 456

Hengst: Titus L.
Datum des Rapports: 14.11.2009

Exterieur

Rassetyp
Titus ist aufgrund seiner langen, elegant geformten Halsung ein Hensgt mit viel Rassetyp. Der Kopf verfügt über ausreichenden Ausdruck.

Gebäude
Titus ist ein großrahmiger, modern gebauter Hengst mit langem Vorbein und schönen Proportionen. Die Krupp ist etwas kurz.

Fundament
Der Stand der hinterhand ist korrekt. Die Sprunggelenke sind von überdurchschnittlicher Qualität, die Hufe sind ein klein wenig zu schmal.

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Titus L. ist ein freundlicher, aufmerksamer Hengst. Er bewegt sich aktiv und mit viel Vorhandgebrauch. In der Anlehnung zeigt er sich wechselhaft. Titus beweist viel Vorwärtsdrang und ist willig bei der Arbeit. Sowohl unter dem Sattel als auch vor dem Wagen ist er in der Lage, die Schulter empor zu bringen.

Schritt
Der Schritt ist überdurchschnittlich raumgreifend, kräftig und taktsicher. Der Hengst zeigt dabei ausreichend Körpergebrauch.

Trab
Der Trab erweist sich als geräumig und kräftig. Das Hinterbein wird raumgreifend unter den Körper gestellt, sollte aber noch um eine Spur schneller antreten. Die Vorhand wird raumgreifend nach vorne gesetzt. Der Hengst zeigt im Trab eine schöne Haltung.

Galopp
Der Galopp wird gut gesprungen und ist sehr raumgreifend. Der Hengst tendiert dabei in einer schönen Haltung überdurchschnittlich aufwärts. Er muss noch lernen, auch etwas kleiner zu galoppieren.

Veranlagung als Reitpferd
Titus verfügt unter dem Sattel über drei qualitativ gute Grundgangarten und beweist dabei eine schöne Haltung. Er zeigt viel Einsatzfreude und lässt sich gut arbeiten. In der Rahmenerweiterung bereitet ihm das Beibehalten der Balance noch leichte Probleme, er beweist aber eine gute Veranlagung als Reitpferd.

Veranlagung als Fahrpferd
Titus beweist viel Veranlagung in beiden Disziplinen (Gebrauchs- und Showanspannung). Vor dem Showwagen zeigt Titus viel Front und eine schöne, aufwärts tendierende Haltung. Die Vorhand wird mit großer Aktion und viel Raumgriff nach vorne gesetzt, die Hinterhand trägt dabei überdurchschnittlich. Der Hengst hat in der Anspannung viel Vorwärtsdrang.

Endbeurteilung Leistungsprüfung
Titus hat in der Leistungsprüfung viel Veranlagung in allen drei Disziplinen bewiesen und hat sich während der Prüfungszeit im positiven Sinn entwickelt.

Endbeurteilung
Titus ist ein Hengst mit sehr gutem Exterieur und einer starken Abstammung. Er hat während der Leistungsprüfung in allen drei Disziplinen viel Veranlagung als Sportpferd bewiesen. Aus diesem Grund wird er unter em Namen TYMON 456 in das Stammbuch eingeschrieben.

Gebrauchsempfehlung
Tymon 456 ist ein Hengst, der durch sein umfassend positives Bild hinsichtlich Exterieur und Leistung breit einsetzbar ist. Allerdings begrenzt der Umstand, dass er sowohl von Vater- als auch von Mutterseite Jochem-Blut führt diese Einsatzmöglichkeit ein wenig.

Fohlenrapporte 2017

Rechtzeitig zum Jahreswechsel hat das KFPS gestern die Fohlenrapporte 2017 veröffentlicht, in welchen die Eindrücke von den ersten Fohlenjahrgängen der im Dezember 2015 gekörten Deckhengste Erryt 488, Eise 489, Meinte 490, Markus 491, Nane 492 und Omer 493 festgehalten wurden. Vom ebenfalls 2015 gekörten Sporthengst Walt 487 (Gjalt 426 x Ulke 338) wurden lediglich 2 Fohlen auf Körungen beurteilt, deshalb wurde auf einen Fohlenrapport verzichtet. Von den übrigen Hengsten wurden rund die Hälfte der geborenen Fohlen auf Körveranstaltungen vorgestellt und beurteilt, die Rapporte basieren auf den Ergebnissen dieser Fohlen. Hinsichtlich der Interpretation der Rapporte muss berücksichtigt werden, dass nicht allen Hengste gleichermaßen qualitativ gute Zuchtstuten zugeführt wurden und die Rapporte auf teilweise sehr unterschiedlich großen Gruppen von Nachkommen basieren.

Im Folgenden die Übersetzung der verfügbaren Rapporte aus dem Niederländischen, die Original-Rapporte sind hier abrufbar:

Erryt 488 (Meinse 439 x Sytse 385)
12 gekörte Fohlen

Die Nachkommen von Erryt 488 sind gut entwickelte Fohlen, die über einen auffallend guten Schritt verfügen. Sie sollten etwas edlere Köpfe zeigen. Der Halsstand ist überwiegend durchschnittlich bis vertikal, die Kopf-Halsverbindung ist oftmals schwer. In Verbindung mit einer verhätnismäßig kurzen Halsung bedeutet dies, dass die Fohlen mehr Rassetyp ausstrahlen sollten. Hinsichtlich des Gebäudes sind die Fohlen häufig abwärts gebaut, die Rücken zeigen sich oftmals schwach. Die Lenden hingegen sind ausreichend stark, die Lage der Schultern ist zumeist in erwünschter Weise entwickelt. Hinsichtlich der Lage und Länge der Kruppen weisen die Nachkommen unterschiedliche Qualität auf. Ein zehenenger Vorbeinstand kommt häufig vor, darüber hinaus sind die Hinterbeine häufig kuhhessig gestellt.
Der Schritt zeigt viel Takt, Raumvermögen und Kraft, auch der Trab der Fohlen ist raumgreifend, hinsichtlich Takt und Balance zeigen sich jedoch individuelle Unterschiede. Insgesamt wird die Hinterhand unzureichend unter den Schwerpunkt gebracht. Von Erryt 488 wurden relativ wenige Fohlen gekört (12), diesem Umstand muss bei der Interpretation dieses Rapports Rechnung getragen werden. Weiters muss angemerkt werden, dass vor allem Erryt 488 im Durchschnitt betrachtet qualitativ schwächere Stuten zugeführt wurden (67% minimal Ster, im Vergleich dazu deckten die anderen Hengste 86-88% minimal Ster).

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Erryt 488 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Eise 489 (Maurits 437 x Olof 315)
69 gekörte Fohlen

Die Nachkommen von Eise 489 präsentieren sich als homogene Gruppe gut entwickelter, ausreichend lang linierter Fohlen, welche durch ihren guten Trab und ihre schöne Front auffallen. Edle Köpfe, sowie lange und vertikal gestellte Halsungen verleihen den Fohlen viel rassetypische Ausstrahlung. Dabei sollte die Kopf-Halsverbindung häufig etwas leichter entwickelt sein. Die Fohlen sind hinsichtlich der Rumpfrichtung durchschnittlich gebaut, die Lage der Schultern ist oftmals ausreichend gut gewinkelt. Die Oberlinien sollten vor allem im Anschlussbereich von Rücken und Lenden stärker sein, sowohl der Rücken als auch die Lenden zeigen sich regelmäßig etwas weich. Die Kruppen sollten weniger abfallend gebaut sein, sind im Allgemeinen aber ausreichend lang. Zehenenge und Kuhhessigkeit in der Vorhand kommen regelmäßig vor, die Hinterhand ist manchmal überwinkelt. Im Schritt sollten die Fohlen mehr Schrittlänge und Körpergebrauch aufweisen, zumeist ist der Schritt ausreichend kräftig. Der Trab ist raumgreifend, kraftvoll und aufwärts strebend mit viel Takt, Balance und Geschmeidigkeit.

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Eise 489 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Meinte 490 (Beart 411 P x Anton 343 P)
48 gekörte Fohlen

Meinte 490 präsentierte eine hinsichtlich Exterieur homogene Gruppe gut entwickelter Fohlen, von welchen manche etwas mehr Adel ausstrahlen sollten. Durch ihre zumeist edlen Köpfe und ihre durch vertikale Stellung und gute Länge charakterisierten Halsungen verfügen die Fohlen über gut ausreichende Rasseaustrahlung, dabei sollte die Kopf-Halsverbindung in manchen Fällen leichter ausgeprägt sein, was auf eine begrenzte Nackenlänge zurückzuführen ist. Die Fohlen sind regelmäßig abwärts gebaut, die Schultern sind ausreichend gewinkelt. Die Rücken sind häufig weich, wohingegen die Lenden unterschiedlich entwickelt sind. Die Kruppen sind oftmals stärker abfallend als erwünscht und lassen Länge vermissen. Die meisten Fohlen zeigen einen korrekten Vorbeinstand, Zehenenge kommt jedoch vor. Die Hinterhand ist regelmäßig überwinkelt. In der Bewegung zeigen die Fohlen ein uneinheitliches Bild. Schritt und Trab sind überwiegend ausreichend geräumig und kräftig. Die Fohlen präsentieren im Trab guten Takt und gute Beintechnik, sollten dabei aber mehr Aufrichtung und Geschmeidigkeit zeigen.

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Meinte 490 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Markus 491 (Maurits 437 x Onne 376)
85 gekörte Fohlen

Die Nachkommen von Markus 491 präsentieren sich als homogene Gruppe gut entwickelter, rassetypischer, stark gebauter und sich gut bewegender Fohlen. Die Fohlen verfügen über eine schöne Front – die Köpfe sind edel, die ausreichend langen Halsungen sind oftmals vertikal platziert. Die Kopf-Halsverbindung könnte in manchen Fällen etwas leichter sein. Die Rumpfrichtung ist meistens horizontal und die Fohlen sind ausreichend lang liniert. Die Schulter sind lang und gut gewinkelt. Die Oberlinien sind zumeist ausreichend stark entwickelt, die Kruppen zeigen oft die gewünschte Lage. In den meisten Fällen ist die Vorhand korrekt gestellt, es kommt aber sowohl ein zehenenger als auch ein zehenweiter Stand vor. Die Hinterhand ist manchmal überwinkelt und Kuhhessigkeit kommt regelmäßig vor. Die Fohlen zeigen einen raumgreifenden und gut ausreichend kräftigen Schritt. Der Trab ist geräumig und kraftvoll, mit viel Balance und Geschmeidigkeit. Die Fohlen präsentieren sich dabei in schöner Selbsthaltung.

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Markus 491 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Nane 492 (Wimer 461 x Brandus 345 P)
95 gekörte Fohlen

Die homogene Nachkommengruppe von Nane 492 zeigt gut entwickelte, moderne und lang linierte Fohlen, die sich leichtfüßig bewegen. Die Fohlen sollten oftmals ansprechendere Köpfe vorweisen, ein langes und manchmal etwas  konvexes Nasenbein kommt regelmäßig vor. Die langen Halsungen sind vertikal gestellt und die Kopf-Halsverbindung ist ausreichend leicht. Die Fohlen zeigen eine horizontale Rumpfrichtung und weisen im Allgemeinen gute Oberlinien mit starken Anschlüssen auf. Die Schultern sind gut gewinkelt, die Länge und Lage der Kruppen ist zumeist ausreichend. Ein zehenweiter Stand der Vorhand kommt mit einiger Regelmäßigkeit vor, die Hinterhände sind häufig überwinkelt und kuhhessig gestellt. Der Schritt ist raumgreifend, gut ausreichend kräftig und aktiv. Im Trab zeigen sich die Fohlen mit Raumgriff, Abdruck und viel Balance und Geschmeidigkeit, darüber hinaus beweisen die Fohlen ein gutes Vermögen, sich im Trab zu verlängern resp. zu verkürzen. Die Hinterhand könnte dabei in manchen Fällen noch besser unter den Schwerpunkt treten.

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Nane 492 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Omer 493 (Gjalt 426 x Karst 362)
58 gekörte Fohlen

Die gut entwickelten Nachkommen von Omer 493 vermitteln ein homogenes Bild. Die Fohlen verfügen über überdurchschnittliche Rasseaustrahlung, die Köpfe sind ansprechend, die Halsungen sind vertikal gestellt und verfügen über ausreichende Länge. Die Kopf-Halsverbindung sollte leichter entwickelt sein. Die Fohlen sind regelmäßig abwärts gebaut und sollten stärkere Oberlinien zeigen. Ein weicher Rücken kommt häufig vor und auch die Lenden sollten häufig stärker sein. Die Kruppen sind korrekt in Länge und Lage. Die Vorhand ist zumeist korrekt gestellt, regelmäßig ist aber Zehenenge zu beobachten.  Die Hinterhand ist häufig überwinkelt und kuhhessig gestellt. Der Schritt ist aktiv, zeigt Raumgriff und ist überdurchschnittlich kräftig. Im Trab beweisen die Fohlen sehr viel Raumgriff, häufig fehlt es ihnen dabei aber an Kraft, die Hinterhand sollte stärker unter den Schwerpunkt treten. Im Allgemeinen zeigen die Fohlen ausreichend Geschmeidigkeit und Balance. Omer 493 wurden im Durchschnitt betrachtet etwas weniger qualitätsvolle Stuten zugeführt als den anderen Hengsten (79% minimal Ster). Darüber hinaus wurden vergleichweise wenige seiner Fohlen auf Körungen beurteilt.

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Omer 493 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Fohlenrapport 2017 - Noten