CO-Rapport Tymon 456

Hengst: Titus L.
Datum des Rapports: 14.11.2009

Exterieur

Rassetyp
Titus ist aufgrund seiner langen, elegant geformten Halsung ein Hensgt mit viel Rassetyp. Der Kopf verfügt über ausreichenden Ausdruck.

Gebäude
Titus ist ein großrahmiger, modern gebauter Hengst mit langem Vorbein und schönen Proportionen. Die Krupp ist etwas kurz.

Fundament
Der Stand der hinterhand ist korrekt. Die Sprunggelenke sind von überdurchschnittlicher Qualität, die Hufe sind ein klein wenig zu schmal.

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Titus L. ist ein freundlicher, aufmerksamer Hengst. Er bewegt sich aktiv und mit viel Vorhandgebrauch. In der Anlehnung zeigt er sich wechselhaft. Titus beweist viel Vorwärtsdrang und ist willig bei der Arbeit. Sowohl unter dem Sattel als auch vor dem Wagen ist er in der Lage, die Schulter empor zu bringen.

Schritt
Der Schritt ist überdurchschnittlich raumgreifend, kräftig und taktsicher. Der Hengst zeigt dabei ausreichend Körpergebrauch.

Trab
Der Trab erweist sich als geräumig und kräftig. Das Hinterbein wird raumgreifend unter den Körper gestellt, sollte aber noch um eine Spur schneller antreten. Die Vorhand wird raumgreifend nach vorne gesetzt. Der Hengst zeigt im Trab eine schöne Haltung.

Galopp
Der Galopp wird gut gesprungen und ist sehr raumgreifend. Der Hengst tendiert dabei in einer schönen Haltung überdurchschnittlich aufwärts. Er muss noch lernen, auch etwas kleiner zu galoppieren.

Veranlagung als Reitpferd
Titus verfügt unter dem Sattel über drei qualitativ gute Grundgangarten und beweist dabei eine schöne Haltung. Er zeigt viel Einsatzfreude und lässt sich gut arbeiten. In der Rahmenerweiterung bereitet ihm das Beibehalten der Balance noch leichte Probleme, er beweist aber eine gute Veranlagung als Reitpferd.

Veranlagung als Fahrpferd
Titus beweist viel Veranlagung in beiden Disziplinen (Gebrauchs- und Showanspannung). Vor dem Showwagen zeigt Titus viel Front und eine schöne, aufwärts tendierende Haltung. Die Vorhand wird mit großer Aktion und viel Raumgriff nach vorne gesetzt, die Hinterhand trägt dabei überdurchschnittlich. Der Hengst hat in der Anspannung viel Vorwärtsdrang.

Endbeurteilung Leistungsprüfung
Titus hat in der Leistungsprüfung viel Veranlagung in allen drei Disziplinen bewiesen und hat sich während der Prüfungszeit im positiven Sinn entwickelt.

Endbeurteilung
Titus ist ein Hengst mit sehr gutem Exterieur und einer starken Abstammung. Er hat während der Leistungsprüfung in allen drei Disziplinen viel Veranlagung als Sportpferd bewiesen. Aus diesem Grund wird er unter em Namen TYMON 456 in das Stammbuch eingeschrieben.

Gebrauchsempfehlung
Tymon 456 ist ein Hengst, der durch sein umfassend positives Bild hinsichtlich Exterieur und Leistung breit einsetzbar ist. Allerdings begrenzt der Umstand, dass er sowohl von Vater- als auch von Mutterseite Jochem-Blut führt diese Einsatzmöglichkeit ein wenig.

Preferenthengst Anton 343 verstorben

Heute morgen ist der preferente KFPS-Deckhengst Anton 343  in den USA verstorben. Der am 1992 bei P.L. Folkertsma in den Niederlanden geborene Hengst war der letzte noch lebende Sohn von Oege 267 im Deckdienst. Seit 2004 war er in den USA stationiert, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2010 in der Zucht aktiv war.

Anton 343 P war bekannt für seinen außerordentlich schönen Rassetyp, der ihm den Beinamen “Mähnenwunder” einbrachte. Besonders Ende der 1990er war Anton 343 sehr beliebt bei den Züchtern, die hohe Qualität seiner Nachkommen schlug sich in zwei gekörten Söhnen (Teade 392 und Tonjes 459) sowie 3 Model- und 2 Kroontöchtern nieder. Seine Stutnachkommen wurden darüber hinaus zu 46% Ster erklärt – ein sehr gutes Resultat – und brachten ihm als Muttervater die beiden gekörten Enkelsöhne Epke 474 (v. Beart 411 P) und Meinte 490 (v. Beart 411 P) ein.

2016 wurde Anton 343 aufgrund seines überaus positiven Einflusses auf die Friesenzucht mit dem Titel “Preferent” geehrt.

Mit seinem Tod im Alter von 26 Jahren verliert das KFPS einen seiner ältesten noch lebenden Hengste und den ältesten lebenden Preferenthengst.

Unser Mitgefühl gilt der Familie Kelnhofer, auf deren Fenway Farms im US-Bundesstaat Wisconsin der schöne Anton 343 P seinen Lebensabend verbrachte.

Fohlenrapporte 2017

Rechtzeitig zum Jahreswechsel hat das KFPS gestern die Fohlenrapporte 2017 veröffentlicht, in welchen die Eindrücke von den ersten Fohlenjahrgängen der im Dezember 2015 gekörten Deckhengste Erryt 488, Eise 489, Meinte 490, Markus 491, Nane 492 und Omer 493 festgehalten wurden. Vom ebenfalls 2015 gekörten Sporthengst Walt 487 (Gjalt 426 x Ulke 338) wurden lediglich 2 Fohlen auf Körungen beurteilt, deshalb wurde auf einen Fohlenrapport verzichtet. Von den übrigen Hengsten wurden rund die Hälfte der geborenen Fohlen auf Körveranstaltungen vorgestellt und beurteilt, die Rapporte basieren auf den Ergebnissen dieser Fohlen. Hinsichtlich der Interpretation der Rapporte muss berücksichtigt werden, dass nicht allen Hengste gleichermaßen qualitativ gute Zuchtstuten zugeführt wurden und die Rapporte auf teilweise sehr unterschiedlich großen Gruppen von Nachkommen basieren.

Im Folgenden die Übersetzung der verfügbaren Rapporte aus dem Niederländischen, die Original-Rapporte sind hier abrufbar:

Erryt 488 (Meinse 439 x Sytse 385)
12 gekörte Fohlen

Die Nachkommen von Erryt 488 sind gut entwickelte Fohlen, die über einen auffallend guten Schritt verfügen. Sie sollten etwas edlere Köpfe zeigen. Der Halsstand ist überwiegend durchschnittlich bis vertikal, die Kopf-Halsverbindung ist oftmals schwer. In Verbindung mit einer verhätnismäßig kurzen Halsung bedeutet dies, dass die Fohlen mehr Rassetyp ausstrahlen sollten. Hinsichtlich des Gebäudes sind die Fohlen häufig abwärts gebaut, die Rücken zeigen sich oftmals schwach. Die Lenden hingegen sind ausreichend stark, die Lage der Schultern ist zumeist in erwünschter Weise entwickelt. Hinsichtlich der Lage und Länge der Kruppen weisen die Nachkommen unterschiedliche Qualität auf. Ein zehenenger Vorbeinstand kommt häufig vor, darüber hinaus sind die Hinterbeine häufig kuhhessig gestellt.
Der Schritt zeigt viel Takt, Raumvermögen und Kraft, auch der Trab der Fohlen ist raumgreifend, hinsichtlich Takt und Balance zeigen sich jedoch individuelle Unterschiede. Insgesamt wird die Hinterhand unzureichend unter den Schwerpunkt gebracht. Von Erryt 488 wurden relativ wenige Fohlen gekört (12), diesem Umstand muss bei der Interpretation dieses Rapports Rechnung getragen werden. Weiters muss angemerkt werden, dass vor allem Erryt 488 im Durchschnitt betrachtet qualitativ schwächere Stuten zugeführt wurden (67% minimal Ster, im Vergleich dazu deckten die anderen Hengste 86-88% minimal Ster).

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Erryt 488 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Eise 489 (Maurits 437 x Olof 315)
69 gekörte Fohlen

Die Nachkommen von Eise 489 präsentieren sich als homogene Gruppe gut entwickelter, ausreichend lang linierter Fohlen, welche durch ihren guten Trab und ihre schöne Front auffallen. Edle Köpfe, sowie lange und vertikal gestellte Halsungen verleihen den Fohlen viel rassetypische Ausstrahlung. Dabei sollte die Kopf-Halsverbindung häufig etwas leichter entwickelt sein. Die Fohlen sind hinsichtlich der Rumpfrichtung durchschnittlich gebaut, die Lage der Schultern ist oftmals ausreichend gut gewinkelt. Die Oberlinien sollten vor allem im Anschlussbereich von Rücken und Lenden stärker sein, sowohl der Rücken als auch die Lenden zeigen sich regelmäßig etwas weich. Die Kruppen sollten weniger abfallend gebaut sein, sind im Allgemeinen aber ausreichend lang. Zehenenge und Kuhhessigkeit in der Vorhand kommen regelmäßig vor, die Hinterhand ist manchmal überwinkelt. Im Schritt sollten die Fohlen mehr Schrittlänge und Körpergebrauch aufweisen, zumeist ist der Schritt ausreichend kräftig. Der Trab ist raumgreifend, kraftvoll und aufwärts strebend mit viel Takt, Balance und Geschmeidigkeit.

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Eise 489 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Meinte 490 (Beart 411 P x Anton 343 P)
48 gekörte Fohlen

Meinte 490 präsentierte eine hinsichtlich Exterieur homogene Gruppe gut entwickelter Fohlen, von welchen manche etwas mehr Adel ausstrahlen sollten. Durch ihre zumeist edlen Köpfe und ihre durch vertikale Stellung und gute Länge charakterisierten Halsungen verfügen die Fohlen über gut ausreichende Rasseaustrahlung, dabei sollte die Kopf-Halsverbindung in manchen Fällen leichter ausgeprägt sein, was auf eine begrenzte Nackenlänge zurückzuführen ist. Die Fohlen sind regelmäßig abwärts gebaut, die Schultern sind ausreichend gewinkelt. Die Rücken sind häufig weich, wohingegen die Lenden unterschiedlich entwickelt sind. Die Kruppen sind oftmals stärker abfallend als erwünscht und lassen Länge vermissen. Die meisten Fohlen zeigen einen korrekten Vorbeinstand, Zehenenge kommt jedoch vor. Die Hinterhand ist regelmäßig überwinkelt. In der Bewegung zeigen die Fohlen ein uneinheitliches Bild. Schritt und Trab sind überwiegend ausreichend geräumig und kräftig. Die Fohlen präsentieren im Trab guten Takt und gute Beintechnik, sollten dabei aber mehr Aufrichtung und Geschmeidigkeit zeigen.

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Meinte 490 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Markus 491 (Maurits 437 x Onne 376)
85 gekörte Fohlen

Die Nachkommen von Markus 491 präsentieren sich als homogene Gruppe gut entwickelter, rassetypischer, stark gebauter und sich gut bewegender Fohlen. Die Fohlen verfügen über eine schöne Front – die Köpfe sind edel, die ausreichend langen Halsungen sind oftmals vertikal platziert. Die Kopf-Halsverbindung könnte in manchen Fällen etwas leichter sein. Die Rumpfrichtung ist meistens horizontal und die Fohlen sind ausreichend lang liniert. Die Schulter sind lang und gut gewinkelt. Die Oberlinien sind zumeist ausreichend stark entwickelt, die Kruppen zeigen oft die gewünschte Lage. In den meisten Fällen ist die Vorhand korrekt gestellt, es kommt aber sowohl ein zehenenger als auch ein zehenweiter Stand vor. Die Hinterhand ist manchmal überwinkelt und Kuhhessigkeit kommt regelmäßig vor. Die Fohlen zeigen einen raumgreifenden und gut ausreichend kräftigen Schritt. Der Trab ist geräumig und kraftvoll, mit viel Balance und Geschmeidigkeit. Die Fohlen präsentieren sich dabei in schöner Selbsthaltung.

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Markus 491 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Nane 492 (Wimer 461 x Brandus 345 P)
95 gekörte Fohlen

Die homogene Nachkommengruppe von Nane 492 zeigt gut entwickelte, moderne und lang linierte Fohlen, die sich leichtfüßig bewegen. Die Fohlen sollten oftmals ansprechendere Köpfe vorweisen, ein langes und manchmal etwas  konvexes Nasenbein kommt regelmäßig vor. Die langen Halsungen sind vertikal gestellt und die Kopf-Halsverbindung ist ausreichend leicht. Die Fohlen zeigen eine horizontale Rumpfrichtung und weisen im Allgemeinen gute Oberlinien mit starken Anschlüssen auf. Die Schultern sind gut gewinkelt, die Länge und Lage der Kruppen ist zumeist ausreichend. Ein zehenweiter Stand der Vorhand kommt mit einiger Regelmäßigkeit vor, die Hinterhände sind häufig überwinkelt und kuhhessig gestellt. Der Schritt ist raumgreifend, gut ausreichend kräftig und aktiv. Im Trab zeigen sich die Fohlen mit Raumgriff, Abdruck und viel Balance und Geschmeidigkeit, darüber hinaus beweisen die Fohlen ein gutes Vermögen, sich im Trab zu verlängern resp. zu verkürzen. Die Hinterhand könnte dabei in manchen Fällen noch besser unter den Schwerpunkt treten.

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Nane 492 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Omer 493 (Gjalt 426 x Karst 362)
58 gekörte Fohlen

Die gut entwickelten Nachkommen von Omer 493 vermitteln ein homogenes Bild. Die Fohlen verfügen über überdurchschnittliche Rasseaustrahlung, die Köpfe sind ansprechend, die Halsungen sind vertikal gestellt und verfügen über ausreichende Länge. Die Kopf-Halsverbindung sollte leichter entwickelt sein. Die Fohlen sind regelmäßig abwärts gebaut und sollten stärkere Oberlinien zeigen. Ein weicher Rücken kommt häufig vor und auch die Lenden sollten häufig stärker sein. Die Kruppen sind korrekt in Länge und Lage. Die Vorhand ist zumeist korrekt gestellt, regelmäßig ist aber Zehenenge zu beobachten.  Die Hinterhand ist häufig überwinkelt und kuhhessig gestellt. Der Schritt ist aktiv, zeigt Raumgriff und ist überdurchschnittlich kräftig. Im Trab beweisen die Fohlen sehr viel Raumgriff, häufig fehlt es ihnen dabei aber an Kraft, die Hinterhand sollte stärker unter den Schwerpunkt treten. Im Allgemeinen zeigen die Fohlen ausreichend Geschmeidigkeit und Balance. Omer 493 wurden im Durchschnitt betrachtet etwas weniger qualitätsvolle Stuten zugeführt als den anderen Hengsten (79% minimal Ster). Darüber hinaus wurden vergleichweise wenige seiner Fohlen auf Körungen beurteilt.

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Omer 493 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Fohlenrapport 2017 - Noten

Startliste 2e Besichtigung 2018

Die Reihen haben sich gelichtet – von den 110 zur 2. Besichtigung 2018 angewiesenen Hengsten werden nach den veterinärmedzinischen Voruntersuchungen (Röntgen und Spermaqualität) nur 79 auch tatsächlich in der Arena von Leeuwarden erscheinen. Somit werden 3 Hengste weniger als im Vorjahr um ein Ticket für die CO rittern.

Die aktuelle Teilnehmerstatistik nach Vätern sieht somit nun folgendermaßen aus:

2e Besichtigung 2018 - zugelassene total2

Besonders drastisch hat sich die Zahl der angemeldeten Hessel 480-Söhne im Laufe des Körprozesses reduziert – ursprünglich brachte der junge Vererber 36 Hengste vor die Körmeister, von denen aber 28 bereits in der 1. Besichtigung strandeten. Die veterinärmedizinische Gutkörung brachte nun das “Aus” für 3 weitere seiner Söhne.

Von Tsjalle 454 bekamen 4 Söhne kein grünes Licht von den Tierärzten, er führt die Statistik aber mit 10 angewiesenen Söhnen weiterhin an. Besser schlugen sich die Hengstnachkommen von Bartele 472 – nur einer seiner Söhne konnte die medizinischen Auflagen nicht erfüllen, somit verbleiben 9 im Teilnehmerfeld.

Zuchtwerte

Mit der veterinärmedzinischen Anweisung wurden auch die Zuchtwerte der jungen Hengste berechnet und veröffentlicht.

An der Spitze des Teilnehmerfeldes stehen in dieser Hinischt die Hengste Milan fan Stal Bellefleur (Norbert 444 x Beart 411 P) und Yk R.S. (Beart 411 P x Norbert 444), die jeweils sehr hohe 108 Totalpunkte zu Papier bringen.

Im Teilbereich Rassetyp wurden drei Hengste mit 109 bewertet, dies sind Zeus (Bartele 472 x Folkert 353 P), Valco van de Demro Stables (Tsjalle 454 x Teunis 332 P) und Zweitse fan Pier’s Hiem (Loadewyk 431 x Beart 411 P).

Der Bartele 472-Sohn Zeus führt auch im Bereich Gebäude, wo er mit sehr hohen 111 Punkten bewertet wurde. 110 Punkte berechnete das KFPS für Tije Joke H. (Alwin 469 x Brandus 345 P), Zorro T. fan Sessing (Bartele 472 x Meinse 439), Wybren van Twytel (Alwin 469 x Heinse 354 P) und Milan fan Stal Bellefleur (Norbert 444 x Beart 411 P).

Auch in der Sektion “Fundament” findet sich ein Bartele 472-Sohn an der Spitze – mit 110 geschätzten Zuchtwertpunkten führt Victor v. Stal Sluisweg (Bartele 472 x Sape 381) die Statistik an, mit einem Index von 109 folgen ihm Zorro T. fan Sessing (Bartele 472 x Meinse 439) und Wer ien W. (Tsjalle 454 x Tsjerk 328 P).

Im Schritt führen die Söhne des unangefochtenen Schritt-Vererbers Beart 411 P wenig überraschend das Teilnehmerfeld an – 109 Indexpunkte wurden für Yk R.S. (Beart 411 P x Norbert 444) berechnet, 108 Punkte scoren Wybren (Beart 411 P x Maurits 437), Wopke (Beart 411 P x Tsjerk 328 P) und Wiebe fan Veldzicht (Wolfert 467 x Dries 421).

Im Segment Trab wiederum finden sich ebenfalls ohne große Überraschung viele Söhne von Tsjalle 454 in den vorderen Rängen. Ausgesprochen gute 112 Indexpunkte wurden für Ymte fan Wettersicht (Tsjalle 454 x Harmen 424) berechnet, mit 111 Punkten belegen Milan fan Stal Bellefleur (Norbert 444 x Beart 411 P), Wiard van Marije Z. (Tsjalle 454 x Jasper 366 P), Yimte van de Demro Stables (Tsjalle 454 x Pier 448), Take van de Anne Hoeve (Tsjalle 454 x Tsjerk 328 P) und Walt Ynte fan Lytse Vlearen (Tsjalle 454 x Norbert 444) ex aequo den 2. Platz.

Die komplette Teilnehmerliste steht auf der KFPS-Homepage zum Download bereit.

Letzter ABFP des Jahres bringt 2 neue Kroonstuten

Kurz vor Jahresende ging heute die Endbeurteilung des ABFP 8 über die Bühne – mit durchaus ansehnlichen Ergebnissen. Als Topper dieses ABFP-Durchgangs behauptete sich die Bartele 472-Tochter Vien fan ‘e Boerestreek (x Beart 411 P), die mit überaus schönen 83,0 Punkten in der Sattelprüfung und 81,5 Punkten in der Gebrauchsanspannung die Qualifikation für das definitive Kroon-Prädikat erreichte und somit zur vierten Kroon-Tochter von Bartele 472 erklärt werden konnte.

Auch auf Platz 2 findet sich eine Bartele 472-Tochter – die Stb-Stute Twinka (x Beart 411 P) holte 82,5 Punkte unter dem Sattel und 81,0 Punkte in der Menproef.

Auf dem dritten Rang reüssierte Tetsje B. (Beart 411 P x Reitse 272 P), die mit jeweils 78,0 Punkten in der Rij- und Menproef ebenfalls das definitive Kroon für sich beanspruchen konnte.

Die Ergebnisse der übrigen Teilnehmer fielen weniger prestigereich aus.

Mit den Ergebnissen des letzten ABFP 2017 steht nun auch der Jahresabschluss hinsichtlich der Gebrauchsveranlagung fest.

Die Ergebnisse der kürzlich auf Abstammung gutgekörten Hengste habe ich in zwei handlichen Grafiken zusammengefasst, weitere Detailauswertungen werden in Kürze im FPI-Hengstregister veröffentlicht.

ABFP 2017 - Stand Dezember RijABFP 2017 - Stand Dezember Men

Grand Prix-Star Anders 451 erhält Elite-Sportprädikat

Von vielen Interessierten bereits länger erwartet, wurde vor wenigen Tagen das Elite-Sportprädikat offiziell an den in Südafrika stationierten Anders 451 verliehen.

Der 2009 über die VO gekörte Hengst wurde in den Niederlanden höchst erfolgreich von Marc-Peter Spahn in der Dressur vorgestellt, der bereits seinen Vater – den abgekörten Adel 357 – prestigereich im Sport präsentierte. Unter der Amazone Chere Burger nahm Anders 451 im Jahr 2014 als erster Friese überhaupt an den Weltreiterspielen im französischen Caen teil. Auch seit seiner Übersiedlung nach Südafrika wird Anders 451 weiterhin auf Grand Prix-Niveau im Sport präsentiert.

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Anders 451 Sport-Elite – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

4 Hengste bei Na- en Herkeuring weiter nach Leeuwarden

Im Zuge der heutigen Na- en Herkeuring zur 1. Besichtigung konnten sich vier weitere Hengste für eine Anweisung zur 2. Besichtigung in Leeuwarden qualifizieren. Für Hessel 480, Epke 474, Wybren 464 und Maurits 437 bedeutet dies, dass jeweils ein Sohn mehr für sie ins Rennen um ein Ticket für die Hengstleistungsprüfung 2018 geht.

Die korrigierten Zahlen stellen sich nun grafisch wie folgt dar:

1e Bes 2017 - angewiesene total - Endergebnis1e Bes 2017 - Teilnehmer total Endergebnis

Deckstatistik 2017

Das Jahr nähert sich in 7-Meilen-Stiefeln seinem Ende und die Friesenszene ist wie jedes Jahr um diese Zeit in heller Aufregung – die Vorbereitungen für die HK 2018 sind in vollem Gange, gestern wurden vier neue Stammbuchhengste präsentiert und mit Spannung erwarten viele den Abschluss der ABFP-Tests und damit die Resultate der Abstammungskörungen. Darüber hinaus ist es an der Zeit, langsam aber sicher Bilanz zu ziehen über ein weiteres erfolgreiches Jahr im Reich der KFPS-Friesen und dazu gehört traditionell auch die Auswertung der Deckstatistik :).

Zwar werden sich erfahrungsgemäß in den nächsten Wochen (und teilweise Monaten) noch kleine Änderungen in der Statistik ergeben und von einigen wenigen Hengsten wurden bislang noch keine Deckzahlen registriert (z.B. von Rindert 406), die vorläufige Statistik gibt aber bereits ein recht schlüssiges Bild darüber, welchen Hengsten die Züchter 2017 besonders viel Vertrauen schenkten.

In meiner Grafik habe ich dieses Jahr auch die Vergleichszahlen der Saison 2016 mit eingearbeitet – grüne Balken bedeuten somit ein plus zum Vorjahr, die blassroten Balken geben ein entsprechendes Minus wider.

Deckzahlen 2017 - Stand 10-12-2017

Eine große Veränderung im Vergleich zu den Vorjahren fällt sofort ins Auge – der große Tsjalle 454 wurde entthront und von Alwin 469 auf den zweiten Platz verwiesen. Der 9-jährige Felle 422-Sohn sorgte in den letzten Jahren zusehends für Aufsehen, zum einen aufgrund seiner spektakulären Präsentationen in Leeuwarden, zum anderen aufgrund seiner überaus qualitätsvollen Nachzucht. So wundert es nicht, dass viele Züchter diesem jungen Aufsteiger in der Saison 2017 ihr Vertrauen ausgesprochen haben.

Tsjalle 454 liegt mit (derzeit) 187 Bedeckungen auf dem 2. Platz und verliert damit die Kopfposition, die ihn in den letzten beiden Jahr als beliebtesten Deckhengst auszeichnete.

Mit 178 Bedeckungen folgt auf Platz 3 der junge Markus 491, der auch in seiner zweiten Decksaison immer noch auf ungebrochene Nachfrage bei den Züchtern stieß – sein erster Fohlenjahrgang zeigte sich vielversprechend und erntete viel positive Kritik.

Der 2014 gekörte Tsjalle 454-Sohn Jehannes 484 bewegt sich in seiner dritten Saison ein weiteres Mal unter den Top 5. Zwar erfuhr er in der Saison 2017 etwas weniger Zuspruch von Züchterseite als in den Vorjahren, gilt aber immer noch als eine äußerst versprechende und beliebte Wahl.

Platz 5 eroberte sich im Deckjahr 2017 nach derzeitigem Stand der großrahmige Hessel 480 – der HK-Reservekampioen von 2015 brachte dieses Jahr sehr viele Söhne in die 1. Besichtigung nach Drachten und erfreut sich in seiner neuen Heimat Amerika – wie sein Vater Norbert 444 – ob seiner fantastischen Bewegung großer Beliebtheit als Deckhengst.

Knapp an den Top 5 vorbei konnte sich der (noch) amtierende HK-Kampioen Jurre 495 in seiner ersten Decksaison auf Platz 6 festsetzen. Der mit einem beeindruckenden Trab ausgestattete Maurits 437-Sohn ist mit (derzeit) 157 Bedeckungen auch der am stärksten nachgefragte Deckhengst unter den “Erstlingen” – Menne 496 (130) und Rommert 498 (122) bewegen sich im Mittelfeld, für den sportlichen Elias 494 (77) und den imposanten Mees 497 (69) reichte es in dieser Saison nicht über die “magische Grenze” von 100 Bedeckungen.

Zurück unter den Top 10 findet sich dafür aber ein nicht gänzlich unbekannter Name – der 2016 in die USA verkaufte Norbert 444 stößt in seiner neuen Heimat augenscheinlich auf ungebrochene Begeisterung und findet sich mit 148 Bedeckungen seit 2013 das erste Mal wieder unter den Top 10 der beliebtesten Deckhengste.

Seinem Sohn Julius 486 erging es in der Saison 2017 offensichtlich genau umgekehrt – der seit diesem Jahr in NL stationierte CO-Topper erfreute sich in seiner Heimat in den letzten Jahren überaus großer Beliebtheit. Nach einem etwas enttäuschenden Auftritt auf der HK 2017 konnte er nicht die erhofften Begeisterungsstürme unter den Züchtern auslösen und reüssiert mit 114 Bedeckungen eher im Mittelfeld der Statistik.

4 neue Hengste gekört!

Mit fast einer Stunde Verspätung (eine seeeehr lange Stunde 😉 ) hat das KFPS soeben offiziell via Facebook die Ankörung von 4 neuen Stammbuchhengsten bekannt gegeben.

In den ehrwürdigen Reigen der KFPS-Deckhengste reihen sich ein:

Tjebbe 500

(ex Tjibbe van Stal Zadelhoff)
*28.03.2014
Abstammung: Bartele 472 x Dries 421 x Tsjerk 328 P
Mutterlinie : Ster – Kroon – Model Pref Prest
Zuchtwerte:  Rassetyp 104 – Gebäude 107 – Fundament 107 – Schritt 105 – Trab 106
Stockmaß: 161 cm
VWG: 18,2%
Stam: 002

Tjebbe 500 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Tjebbe 500 stammt aus einer überaus prädikatreichen Mutterlinie. Seine Mutter ist die 1. Prämie-Sterstute Femke van Stal Zadelhoff (*2009), die Großmutter Frigga fan Synaeda trägt das Kroon-Prädikat und erreichte 2007 sehr gute 79 Totalpunkte im IBOP. Frigga fan Synaeda stammt wiederum aus der sehr bekannten Pyrrha fan Synaeda Model Pref Prest, die mit 12 Prädikatsnachkommen zu den äußerst rar gesäten dreifach-preferenten Stuten zählt.

Er erreichte 79,0 Punkte in der Sattelprüfung, in den gefahrenen Disziplinen erreichte er er sehr gute Ergebnisse mit 83,5 (Menproef) resp. 82,0 Punkten (Tuigproef).

Er ist der erste gekörte Sohn des noch sehr jungen Bartele 472


Tiede 501

(ex Timo van de Zunne)
*06.04.2014
Abstammung: Alwin 469 x Loadewyk 431 x Teunis 332 P
Mutterlinie : Ster – Ster – Ster Pref
Zuchtwerte:  Rassetyp 109 – Gebäude 113 – Fundament 108 – Schritt 104 – Trab 106
Stockmaß: 165 cm
VWG: 17,7%
Stam: 008

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Tiede 501 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Der als Fohlen mit einer 2. Prämie ausgezeichnete Tiede 501 stammt aus der 2008 geborenen 1. Prämie-Sterstute Corinne Z, einer Tochter des Elite-Sporthengstes Loadewyk 431. Für denzur Zeit in der Zucht äußerst populären Alwin 469 ist Tiede 501 der erste gekörte Sohn.

Mit 78,0 Punkten erlief er sich in der CO-Reitpferdeprüfung das Ticket für die weitere Teilnahme am CO, in den gefahrenen Disziplinen erreichte er jeweils sehr gute 83,5 Punkte.


Ulbrán 502

(ex Tjalbert)
*07.04.2014
Abstammung: Reinder 452 x Jakob 302 x Rypke 321
Mutterlinie : Ster – Model Pref Prest – Model Pref
Zuchtwerte:  Rassetyp 100 – Gebäude 104 – Fundament 102 – Schritt 103 – Trab 102
Stockmaß: 169 cm
VWG: 17,2%
Stam: 115

Der über die Herkeuring zum CO angewiesene Ulbrán 502 erhielt als Fohlen eine 2. Prämie in Drachten. Seine 1999 geborene Mutter Wytske fan ‘e Wigeri Ster ist eine Tochter der Doppelhengstmutter Jeldau fan ‘e Wigeri Model Pref Prest, zu deren Nachkommen die beiden Stammbuchhengste Haitse 425 und Wylster 463 zählen.

Ulbrán 502 erwies sich im CO-Sattelexamen als echter Topper und führte die Ergebnisliste mit 81,5 Punkten an, in den gefahrenen Disziplinen legte er noch eine Schippe drauf und sicherte sich mit 86,0 Punkten in der Men- sowie 82,5 Punkten in der Tuigproef den Titel als CO-Topper 2017.

Er ist der erste gekörte Sohn von Reinder 452.


Tymen 503

(ex Thijmen van ‘t Glinde Peerd)
*09.05.2014
Abstammung: Tsjalle 454 x Harmen 424 x Sape 381
Mutterlinie : Kroon Sport – Ster Pref – Ster Pref
Zuchtwerte:  unbekannt
Stockmaß: 160 cm
VWG: 18,0%
Stam: 070

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Tymen 503 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Die Mutter von Tymen 503 ist die mit sehr hohen Zuchtwerten geschätzte Esoca fan Fjildsicht, die seit 2016 das Kroon- und Sportprädikat trägt. Diese Stute ist darüber hinaus eine Halbschwester des Stammbuchhengstes Thorben 466, ihre Mutter Hester fan Fjildsicht Ster hat daneben noch zwei weitere Sternachkommen.

Er reüssierte mit 78,5 Punkten im CO-Sattelexamen, in den gefahrenen Disziplinen konnte er seine Leistungen noch steigern und holte 83,5 Punkte in der Gebrauchsanspannung sowie fantastische 86,0 im Tuig.

Tymen 503 ist der zweite gekörte Sohn von Altkampioen Tsjalle 454, er führt darüber hinaus über MV Harmen 424 das sehr leistungsstarke Teunis 332-Blut und über MMV Sape 381 einen Einschlag des raren Fabe 348 P-Blutes.


Für Versace Birkemose (Norbert 444 x Beart 411 P) reichte es im Endexamen leider nicht für eine Ankörung – mit 71,5 in der Menproef und 72,0 Punkten im Tuig verfehlte er die notwendigen Noten klar.