Gerade eben wurde die endgültige Liste der Finalisten für die Alrako Kampioenschap Dressuur 2017 bekannt gegeben. In diesem prestigereichen Dressur-Klassement treten ausschließlich Friesen in mehreren Schwierigkeitsklassen des Dressursports gegeneinander an und alljährlich ist das Finale auch ein Schaulaufen der begabtesten Dressurpferde unter den KFPS-Deckhengsten.
Im Finale antreten werden u.a. Mees 497 (Klasse M), Hette 481, Erryt 488 , Julius 486, Gerben 479 und Alwin 469 (alle Klasse Z1) sowie Aarnold 471 (Klasse Z2). Auch Judith Pietersen ist auf LimiTed Edition (Kanjer ter Meer) für das Alrako-Finale klassifiziert.
Auch der in österreichischem Besitz stehende Erryt 488 wird als Finalist im Alrako-Dressurwettkampf am Start sein. Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de
Die Veranstaltung findet am 23.09.2017 im niederländischen Kootwijk statt, die komplette Teilnehmerliste ist hier abrufbar.
Der Kampioen der Hengstenkeuring 2017, Jurre 495 (Maurits 437 x Jasper 366 P) konnte dieser Tage im jungen Alter von gerade einmal 6 Jahren das Sportprädikat entgegen nehmen.
Der junge Hengst machte bereits 2016 als Newcomer vor der Sjees auf sich aufmerksam.
In der laufenden Turniersaison beweist Marc-Peter Spahn auf dem im Vorjahr über den VO gekörten Elias 494 (Jorn 430 x Maiko 373) immer wieder die hohe Dressureigung des jungen KFPS-Deckhengstes. Das Paar startet in dieser Saison in Prüfungen der Klasse S (PSG, Inter I) und konnte bereits eine Vielzahl erfolgreicher Starts vorweisen. Jüngst konnten sie am vergangenen Samstag den PSG im niederländischen Zwolle für sich entscheiden und erreichten dabei sehenswerte 67,57%. Mit den Ergebnissen der laufenden Saison ist Elias 494 definitiv auf direktem Weg zum Elite-Sportprädikat.
Elias 494 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de
Überaus erfolgreich präsentiert sich dieser Tage auch der in Deutschland gezogene Kanjer ter Meer (Uldrik 457 x Tsjalke 397), der in den Niederlanden in dieser Saison sehr stark in der Klasse Z1 startet. Der erst 6-jährige Dressurkracher, der weitläufig unter seinem Sportnamen “LimiTed Edition” bekannt ist, konnte sich unter seiner Reiterin Judith Pietersen am vergangenen Freitag in Oldeholtpaade mit einer sensationellen Leistung von 87% für die Teilnahme am Halbfinale des Pavo Fryso Pokal Dressur qualifizieren. Er erreichte damit verdient den ersten Platz im stark besetzten Klassement der 5- und 6-jährigen Hengste. Auch die Deckhengste Mees 497,Jurre 495 und Jehannes 484 qualifizierten sich in Oldeholtpaade.
Im FP-Interview vom Mai 2017 stand es noch als Etappenziel auf der Agenda von Alexandra Stoya – nun hat sie mit ihrer Stute Theuntje vom Lohorst Stb Sport (*2006, Brandus 345 P x Pike 316) die notwendigen Punkte für das Sportprädikat erreicht.
Das Friesenpanorama gratuliert herzlich zu diesem großen Erfolg!
Der 14-jährige Loadewyk 431 (Tsjerk 328 P x Jurjen 303) hat lt. KFPS-Datenbank am 14.08.2017 das Prädikat Sport-Elite erhalten. Der Hengst ist erfolgreich im Dressursport der Klasse S.
Loadewyk 431 ist bereits der sechste KFPS-Deckhengst, der dieses außerordentlich seltene Prädikat erreicht hat.
Loadewyk 431 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de
Diese Woche ging der mittlerweile fünfte ABFP-Test zu Ende. 14 Pferde wurden darin hinsichtlich ihrer Sporteignung unter dem Sattel und vor dem Wagen getestet.
Topper in den Disziplinen Reiten und Dressurfahren dieses Durchgangs war die 3-jährige Fohlenbuchstute Teuntje van Lutken Oagel (Aarnold 471 x Tsjalke 397), die mit sehenswerten 82,0 Punkten die Reitprüfung abschloss und auch im Dressurgeschirr eine Prüfung mit sehr guten 78,0 Punkten lieferte. Darin zeigt sich erneut, welch hohe Sportbegabung Aarnold 471 in vielen Fällen an seine Nachkommen weitergibt.
Unter dem Sattel zeigte auch der Bikkel 470-Sohn Tjerrie van Halfweg (*2014, x Jakob 302) eine sehr schöne Leistung (78,5 Punkte), die Sterstute Tietske van de Dompstede (*2014, Epke 474 x Teunis 332 P) und die Stammbuchstute Tialda v.d. Molelinde (*2014, Alke 468 x Mewes 438) erreichten jeweils sehr gute 77,0 Punkte.
Auch in der Menproef konnte sich der bereits genannte Tjerrie van Halfweg mit 77,0 Punkten an den zweiten Platz im Ranking setzen, ihm folgte die ebenfalls im Sattelexamen erfolgreiche Tialda v.d. Molelinde mit 74,5 Punkten.
Der neue Zwischenstand der noch nicht gutgekörten Hengste sieht damit im Bereich der Reitpferdeeignung folgendermaßen aus:
Im niederösterreichischen Amstetten feierte der bekannte Friesenreiter Ralph Buchberger heute fulminante Erfolge auf den Elite-Sport-Hengsten der Familie Prexl.
Mit dem 10-jährigen Wirdmer fan ‘e Boppelannen Ster Sport-Elite (Beart 411 Px Jillis 301) holte er sich Mittags mit einer imposanten Leistung den Sieg im vollbesetzten Prix St. Georges.
Wirklich fulminant wurde es aber im Nachmittagsprogramm – das traditionelle Ringen um die “Amstettner Lanze”, das Ralph Buchberger in den letzten Jahren bereits zwei Mal in Folge für sich entscheiden konnte, wurde erneut in einer kostümierten Musikkür der Klasse M entschieden.
Der Titelverteidiger hatte dazu – wie schon in den Jahren zuvor – seinen bewährten Kürpartner Zen ‘fan Panhuys’ Ster Sport-Elite (Dries 421 x Fabe 348 P) gesattelt und das Publikum staunte nicht schlecht, als der imposante Hengst als Zebra das Viereck betrat.
Zur bewegenden Musik des Muscials “Der König der Löwen” zeigte das Paar (professionell geschminkt von Make-Up-Artist & Friesenbesitzerin Alexandra Buschmann) ein Programm der Extraklasse, welches dem Publikum eine spürbare Gänsehaut verpasste.
Der Sieg war den beiden mit ihrer Glanzleistung nicht zu nehmen – 74,542% brachten ihnen schließlich erneut die “Amstettner Lanze” ein, von den Herzen des Publikums ganz zu schweigen.
Herzliche Gratulation zu dieser hervorragenden Leistung!
Am vergangenen Wochenende veranstaltete die Zuchtvereinigung “Het Friesche Paard Midden Nederland” eine große Körveranstaltung in Kootwijk, in deren Verlauf auch die erste Qualifikationsrunde für den Pavo Fryso Bokaal Dressuur 2017 ausgetragen wurde.
Körung
Über 100 Pferde wurden der Jury in Kootwijk vorgestellt, davon waren beinahe die Hälfte Fohlen. Bei den Jüngsten wurden dann auch satte sieben 1. Prämien vergeben – als bestes Hengstfohlen wurde Douwe (Hessel 480 x Beart 411 P) auserkoren, bei den Stutfohlen siegte die Omer 493-Tochter Elke van de Stroatweg (x Jerke 434). Auch das erste Fohlen des 2015 in den Deckdienst beorderten Erryt 488 wurde in Kootwijk gekört – das Stufohlen Daantje M.L. Borghart (x Bikkel 470) erhielt eine 2. Prämie.
Aus den Enter- und Twenterstuten wurden zwei Pferde mit 1. Prämien bedacht – die Twenterstute Yinthi van der Vaart (Bartele 472 x Folker 353 P) wurde als Jeugd-Kampioene geehrt, Enter Corine van de Olde Mette Moate (Jehannes 484 x Onne 376) holte sich den Titel Res. Jeugd-Kampioene.
Spannend wurde es im großen Teilnehmerfeld der Fohlenbuch-Stuten. Sechs neue 1.Prämie-Sterstuten und sieben frischgebackene Sterren mit 2. Prämie geben Zeugnis von der hohen Qualität der Zucht im Herzen der Niederlande. Die 3-jährige Vitesse U. (Tsjalle 454 x Onne 376) stand nicht nur in der Kategorie der 3-jährigen Stuten ganz vorne, sondern konnte mit ihrem fantastischen Trab auch im Kampioensring überzeugen und den Titel der allgemeinen Fokdags-Kampioene einheimsen.
Den Reservetitel bei den 3-Jährigen holte sich die ebenfalls mit einer 1. Prämie ausgezeichnete Bartele 472-Tochter Tieke (x Doaitsen 420), weitere 1. Prämien gingen an Töchter von Reinder 452, Alwin 469, Stendert 447 und Onne 376.
Von den 9 Prädikatsstuten, welche angetreten waren um ein Ticket für die CK 2017 zu erhalten, wurden 4 nach Drachten weiterverwiesen – darunter die 2010 geborene Kroonstute Hailey van der Vaart (Norbert 444 x Jelke 367), die auch als allgemeine Reserve-Kampioene geehrt wurde.
Pavo Fryso Bokaal Dressuur 2017
25 Dressurfriesen traten an, um sich in der ersten Qualifikationsrunde im Pavo Fryso Dressurpokal einen begehrten Startplatz für das Finale im Herbst in Drachten zu sichern.
Bei den 4-jährigen Hengsten/Wallachen gelang dies dem Sterhengst Rob van de Demro Stables (Tsjalle 454 x Gjalt 426) unter der Amazone Demi van Nuys mit 72,0 Punkten. Auf dem 2. Platz folgten Sander H. Vb H (Uldrik 457 x Tsjalke 397) und Denise Speelpenning mit 67,5 Punkten – auch sie erhielten eine Einladung zum Finale.
Im Bewerb der 5- und 6-jährigen Hengste/Wallache qualifizierten sich gleich fünf Paarungen für das Finale in Drachten:
Lodewijk van Hilberalti Ster Sport (*2011, Maurus 441 x Sytse 385 – Halbbruder von Erryt 488 Sport) unter Susan Bouwman-Wind – 72,0 Punkte
Jelger fan it Hiem Vb Ster (*2011, Tsjalle 454 x Tjimme 275) unter Pieter van Weemen – 69,5 Punkte
Maran Stal Oostwal Amsterdam Vb H (*2012, Jasper 366 P x Wobke 403) unter Eveline Oostwal – 67,5 Punkte
Olbert fan Wylgster Pragt Vb Ster (*2012, Wylster 463 x Jasper 366 P) unter Marleen Glorie – 65,0 Punkte
Lykle fan Meren-State Vb Ster (*2011, Tsjalle 454 x Nykle 309) unter Helen Renting – 65,0 Punkte
Bei den 4-jährigen Stuten erreichten Pippa C. Kroon (Norbert 444 x Beart 411 P) unter Corina Conradi mit 66,5 Punkten, sowie Silke fan Berltsum Ster (Wimer 461 x Olof 315) unter Eveline Oostwal Brouwer mit 65,0 Punkten einen Startplatz im Finale.
Zwei weitere Finalisten brachte die Rubrik der 5- und 6-jährigen Stuten – hier erbrachten Susan Bouwman-Wind auf Marjet van de Slingenberg Ster (*2012, Bente 412 x Olof 315) mit 70,0 Punkten und Caroline Hulsman auf der Stammbuchstute Jetske Sollenburg (*2011, Olgert 445 x Nykle 309) mit 67,0 Punkten die notwendigen Leistungen für den Finaleinzug.
Nun ist es auch für den vielseitig begabten Tjaarda 483 (Time 398 x Lolke 371) offiziell – dem inzwischen in den USA stationierten Hengst wurde das Elite-Sportprädikat verliehen.
Ursprünglich aufgrund seiner Erfolge vor der Sjees über den VO gutgekört, wurde der lange Zeit in österreichischem Besitz stehende (Fam. Hafner-Jung) Tjaarda 483 von Susan Bouwman-Wind auch in der Dressur erfolgreich herausgebracht.
Tjaarda 483 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de
In den letzten Wochen wurden insgesamt vemehrt Elite-Sportprädikate an erfolgreiche Sportfriesen ausgegeben. Neben den österreichischen S-Dressur-Hengsten der Familie Prexl konnten unter anderem auch einige Prädikatsstuten die hohen Ansprüche erfüllen.
Die 2008 geborene Kroonstute Anna fan de Haffriehoeve (Rindert 406 x Tsjalke 397) trägt den Titel “Sport-Elite” nun ebenso wie Rosa O. Kroon (*2005, Brandus 345 P x Anton 343 P) und Lyts fan ‘e Boppelannen Model (*2003, Sape 381 x Jillis 301). Daneben wurde das Prädikat auch an den Wallach Alger T. fan ‘e BoppelannenRb Ster (*2008, Gjalt 426 x Fabe 348 P) vergeben – somit tragen bereits drei Pferde aus der Boppelannen-Zucht das Elite-Sportprädikat!
Um laufend valide Vergleiche bezüglich der Leistungen der in diesem Jahr zur Gutkörung antretenden Hengste ziehen zu können, habe ich die Statistiken der ABFP & IBOP-Ergebnisse seit 2015 um die aktuellen Ergebnisse des Jahres 2017 ergänzt.
Folgende Grafiken zeigt eine Detailaufstellung aller Hengste, deren Nachkommen im Zeitraum 01.01.2015 – dato mehr als 3 Ergebnisse in IBOP- oder ABFP-Prüfungen erbracht haben:
Reitpferdeprüfung / Rijproef
Der Übersichtlichkeit halber sind in der nächsten Grafik die Hengstväter nach Höhe des Ergebnis-Mittelwerts gereiht:
Deutlich ist hier die immer noch anhaltende Kopfposition von Aarnold 471 zu erkennen. Ebenfalls sehr gute Ergebnisse unter dem Sattel konnten die Nachkommen von Tsjalle 454, Bartele 472, Pier 488 und Teeuwis 389 erbringen.
Dressurfahrprüfung / Menproef
Aus der Menproef liegen insgesamt weniger Ergebnisse vor, da deutlich weniger Pferde eine IBOP in dieser Disziplin absolvieren.
Mit knappem Vorsprung führt in dieser Disziplin der seit einigen Jahren in Südafrika stationierte Dries 421 vor dem momentanen “Rising Star” Aarnold 471. Auf Platz 3 findet sich mit Jisse 433 ein weiterer Jasper 366-Sohn, der Althengst höchstselbst reüssiert auf Platz 4. Auf dem 5. Rang findet sich der im letzten Jahr verstorbene Onne 376.
Bemerkenswert ist sicherlich, dass die Nachkommen von Aarnold 471 bislang in beiden Disziplinen (Rij- und Menproef) hervorragende Leistungen erbringen konnten – dies ist keine Selbstverständlichkeit, zeigt sich bei vielen anderen Hengsten doch eine deutliche Kluft zwischen den Ergebnissen aus den beiden Prüfungsmodi.