FriesenFokus: KFPS-Preferenthengste – Vererber, die die Friesenzucht prägten (Teil 2)

Es ist die höchste Ehrung, die einem KFPS-Deckhengst zu Teil werden kann – das Preferent-Prädikat. Vergeben wird dieser Ehrentitel seit jeher nur an die Vererber, die durch die Leistungen ihrer Nachkommen im Übermaß bewiesen haben, dass ihr Einfluss auf die KFPS-Friesenzucht von prägender Bedeutung ist – dem zu Grunde liegt ein umfassender Berechnungsvorgang, der sowohl die Anzahl registrierter Nachkommen berücksichtigt, als auch deren aufgrund von Prädikatsvergaben nachvollziehbare Leistungen hinsichtlich Exterieur (Ster, Kroon, Model, Stb-Hengst), Vererbungsleistung (Preferent, Prestatiemoeder, Hengstenmoeder) und Sportleistung (Sport, Elite-Sport).

Nach einem Streifzug zu den Ursprüngen der KFPS-Zucht in Teil 1, möchte ich in Teil 2 der Reihe “FriesenFokus: Preferenthengste” auf die prägenden Vererber der Kriegs- und Nachkriegszeit eingehen. Diese Zeit war geprägt von einer regelrechten Krise in der Friesenzucht – die zunehmende Mechanisierung der bäuerlichen Betriebe in Friesland in den Nachkriegsjahren mündete in einer existenzbedrohenden Verkleinerung der Friesenpopulation – 1965 waren nur noch 500 Friesenstuten im Stammbuch registriert. Umso stärker und wichtiger war der Einfluss der bedeutenden Stempelhengste dieser Ära, trugen sie doch maßgeblich zum Erhalt der Rasse bei.

Mengelberg 145 Preferent
17.06.1932 – 01.03.1954, Arend 131 P x Danilo 137 P, Stam 033

1932 in enger Linie als Sohn von Arend 131 P aus der Danilo 137-Tochter Haitske Model Pref gezogen, wurde der 154 cm große Mengelberg 145 im Jahre 1935 als Deckhengst zugelassen. Trotz des harscher werdenden politischen und wirtschaftlichen Klimas im Angesicht des heraufziehenden 2. Weltkrieges, körte das KFPS vier seiner Söhne, darunter den oft als Linienbegründer zitierten Age 168, auf den die kleinste und damit züchterisch wertvollste, heute noch existierende Hengstlinie zurückgeht. Aus dieser spielen in der modernen Friesenzucht vor allem der kürzlich verstorbene Fabe 348 P und dessen Söhne Sape 381, Jorn 430 und Alke 468 eine bedeutende Rolle.
Auch als Muttervater von 4 weiteren KFPS-Deckhengsten prägte Mengelberg 145 P der Friesenzucht seinen Stempel auf, darüber hinaus erreichten 5 seiner Töchter das Modelprädikat.

Nammele 147 Preferent
*14.04.1933, Held 140 P x Theunis 125, Stam 029

Nammele 147 P wurde 1933 im Stall von L.W. Annema in den Niederlanden geboren, seine Mutter war die modelpreferente Aafke (*1921), die zuvor bereits den gekörten Elius 138 (*1925, v. Us Heit 126) gebracht hatte. Der 1937 mit einem Stockmaß von 159 cm gekörte Nammele 147 P zeugte in seiner Deckkarriere 4 gekörte Deckhengste, von denen aber nur einer – Lutsen 192 – seine Abstammungskörung bestand. Trotz der beachtlichen Anzahl an gekörten Söhnen starb die direkte Linie von Nammele 147 P aus, seine Vererbungsleistung gelangte aber durch seine vielen qualitätsvollen Töchter (9 Modelstuten, 5 Hengstmütter) zu prägendem Einfluss. Zu seinen wichtigsten Stutnachkommen zählen u.a. die zu Kriegsende 1945 geborene Eeldertsje Model Pref aus Stam 002, zu deren direkten Nachkommen neben dem Stb-Hengst Murk 196 auch 6 Modelstuten zählen, welche in den Mutterlinien einer ganzen Reihe von KFPS-Deckhengsten auftauchen.

Obscurant 150 Preferent
09.06.1934 – 01.01.1944, Danilo 137 P x Alva 113 P, Stam 019

Der bei J.J. de Vries geborene Danilo 137 P-Sohn Obscurant 150 spielte unter den Preferentengsten der Kriegszeit wahrscheinlich die bedeutendste Rolle. 1937 in den Deckdienst beordert, zeugte er trotz seiner verhältnismäßig kurzen Karriere 10 gekörte Söhne, darunter die später ebenfalls Preferent erklärten Hengste Aize 170 und Bouke 174, sowie Eelke 183, dessen Sohn Ritkse 202 P wiederum für den Fortbestand der direkten Hengstlinie bis in die Gegenwart sorgte. Mindestens 11 Töchter von Obscurant 150 P erhielten das Modelprädikat, zudem ist er der Muttervater von 3 KFPS-Deckhengsten. Seine Mutter Simontje Stb Pref brachte neben Obscurant 150 auch dessen abgekörten Vollbruder Nicolson 146 und den 1930 gutgekörten Fedde 139 (v. Theunis 125) zur Welt.

Stoffel 157 Preferent
*26.04.1937, Danilo 137 P x Arend 131 P, Stam 010

Wie viele Hengste dieser für das Friesenpferd schwierigen Ära, war auch der von S.M. Zonneveld gezogene Stoffel 157 P ein Produkt sehr enger Linienzucht. Seine 1931 geborene Mutter Lep Model war Arend 131 P x Alva 113 P gezogen und somit eine sehr nahe Verwandte des Vredestichter 127 x Alva 113 P gezogenen Danilo 137 P.
Stoffel 157 P wurde 1940 als Deckhengst lizenziert und war bis 1958 in der Zucht, in dieser Zeit lieferte er drei gekörte Söhne, die die direkte Linie aber nicht bis in die Gegenwart tragen konnten. Auch als Muttervater von Yke 206 (v. Aize 170 P) reichte sein Einfluss nicht übermäßig weit, seine Töchter waren jedoch als Zuchtstuten äußerst erfolgreich. Zu ihnen zählen z.B. Zierda Ster, deren Tochter Eeldertsje Model Pref bereits erwähnt wurde, aber auch Elagonda Model, deren Zweig des Stutstammes 118 bis heute fortbesteht. Seine Tochter Aaf II Model begründete einen bis in die Gegenwart wichtigen Zweig des Stammes 008, aus dem u.a. der heute noch aktive Deckhengst Haike 482 hervorging. Iekje Model wiederum begründete den einzigen noch heute bestehenden Zweig des Stutstammes 074 und ist damit eine direkte Vorfahrin der Stammbuchhengste Bente 412, Fridse 423 und Jerke 434.

Aize 170 Preferent
*07.06.1942, Obscurant 150 P x Cremer 136

Der inmitten des 2. Weltkrieges bei J.K. Tromp im niederländischen Harich geborene Aize 170 P stammt aus einer für die damalige Zeit relativ unverwandten Anpaarung. Seine Mutter, die 1927 geborene Modelstute Gepke wurde als Tochter von Cremer 136 aus einer Stammbuchstute von Friso 117 P gezogen und brachte, trotzdem sie 26 Jahre alt wurde, nur 4 im KFPS registrierte Fohlen zur Welt. Aize 170 P, als Deckhengst zu Kriegsende 1945 gekört, brachte im Laufe seiner Karriere 5 gekörte Söhne und einen gekörten Enkelsohn in direkter Linie. Mit diesem – Gauke Lientje 224 (v. Yke 206) – starb seine direkte Linie aus. Die Anpaarung der Töchter von Aize 170 P mit Noldus 198 brachte offensichtlich besonders gute Pferde, wurden aus dieser Blutkombination doch gleich 3 Hengste gekört. Insgesamt waren seine Töchter sehr erfolgreich – mindestens 19 Model- und viele Sterstuten stammen von Aize 170 P ab, welche die nicht zu unterschätzende Vererbungsleistung dieses Prefetrenthengstes bis in die Gegenwart nachwirken lassen.

Bouke 174 Preferent
*10.05.1943, Obscurant 150 P x Elius 138, Stam 040

Ein Jahr nach seinem Halbbruder Aize 170 P wurde 1946 Bouke 174 P in den Deckdienst berufen. Der von J.W. Boersma gezogene Hengst wurde mit 161 cm eingemessen und deckte bis in die 1960er-Jahre erfolgreich. Trotz drei gekörter Söhne und weiteren drei Enkelsöhnen in direkter Linie überlebte auch seine Direktlinie nicht bis in die Gegenwart, Bouke 174 P nahm aber vor allem als Muttervater von 7 KFPS-Hengsten erheblichen Einfluss auf die Friesenzucht. Als solcher steht er z.B. im Stammbaum des ausgesprochen bedeutenden Tsjalling 235 P und auch die Mutter des Sporthengstes Peke 268 stammt von Bouke 174 P. Damit nicht genug, wurde an mindestens 24 seiner Töchter das Modelprädikat verliehen – darunter finden sich bedeutende Zuchtstuten wie Claartje Model Pref, Landsdochter Model und die Doppelhengstmutter Stynke Model Pref.

Ritske 202 Preferent
04.05.1955 – 01.09.1976, Eelke 183 x Tiemen 159, Stam 30

Ritske 202 P ist der erste Preferenthengst in der Geschichte des KFPS, dessen Name bis in die Gegenwart vielen Liebhabern des Friesenpferdes noch ein Begriff ist. Der 1955 bei C.M. van den Akker geborene Eelke 183-Sohn wurde 1958 als Deckhengst gekört und gelangte vor allem in den 60er-Jahren als mehrmaliger Kampioen der Hengstenkeuring (1962, 1964 & 1965) zu Ruhm und Ehre. Doch auch als Vererber ist Ritske 202 P aus der modernen Friesenzucht nicht mehr wegzudenken – über seine 10 gekörten Söhne begründete er eine regelrechte Hengstendynastie (die gerne zitierte Ritske-Linie), aus der u.a. die Preferenthengste Tsjalling 253 und Naen 264 stammen. Noch größer aber ist sein Einfluss als Muttervater – als solcher ist er Teil der Abstammung von nicht weniger als 13 KFPS-Deckhengsten, unter ihnen die an Bedeutung kaum zu überbietenden Stempelhengste Mark 232 P und Wessel 237 P. Dazu gesellen sich ca. 50 von ihm gezeugte Modelstuten und eine große Anzahl Sternachkommen. Bis zu seinem Tod im Alter von 21 Jahren wurden rund 1600 Decksprünge von Ritske 202 P registriert, was ihn in seiner Ära zum wohl bedeutendsten Vererber der KFPS-Zucht macht.

Durch die Bemühungen der Reitvereinigung “De Oorsprong” ab dem Jahre 1967 trat ein Wandel in der Friesenzucht ein – der Friese wurde mehr und mehr als Kulturgut der Niederländer erkannt und geschätzt, und die Zucht erfuhr einen Aufschwung, der sich im sprunghaften Wachstum der Population über die nächsten 20 Jahre niederschlug. Auf die bedeutenden Vererber dieser Blütezeit des KFPS möchte ich in Teil 3 des “FriesenFokus: Preferenthengste” näher eingehen.

FriesenFokus: KFPS-Preferenthengste – Vererber, die die Friesenzucht prägten (Teil 1)

Es ist die höchste Ehrung, die einem KFPS-Deckhengst zu Teil werden kann – das Preferent-Prädikat. Vergeben wird dieser Ehrentitel seit jeher nur an die Vererber, die durch die Leistungen ihrer Nachkommen im Übermaß bewiesen haben, dass ihr Einfluss auf die KFPS-Friesenzucht von prägender Bedeutung ist – dem zu Grunde liegt ein umfassender Berechnungsvorgang, der sowohl die Anzahl registrierter Nachkommen berücksichtigt, als auch deren aufgrund von Prädikatsvergaben nachvollziehbare Leistungen hinsichtlich Exterieur (Ster, Kroon, Model, Stb-Hengst), Vererbungsleistung (Preferent, Prestatiemoeder, Hengstenmoeder) und Sportleistung (Sport, Elite-Sport).

In dieser Reihe möchte ich einen kompakten Überblick über all die Hengste geben, die bis zum heutigen Zeitpunkt aufgrund ihres prägenden Einflusses mit dem Preferent-Prädikat ausgezeichnet wurden.

Ulbe 100 Preferent
*28.04.1894, Nemo 51 x ?

Ulbe 100 ist der erste KFPS-Hengst im Stammbaum aller heutigen Friesen, der mit dem Preferentprädikat ausgezeichnet wurde. Der 1897 gekörte Hengst war der dritte in den Deckdienst beorderte Sohn des Hengststammbaumbegründers Nemo 51 und ist der einzige Hengstnachkomme dieses Vererbers, dessen direkte Linie heute noch fortbesteht. Geboren wurde der 158 cm kleine Hengst vor über 120 Jahren im niederländischen Hemrik bei Friesenzüchter E.P. van der Sluis.
Seinen größten Einfluss auf die Friesenzucht machte Ulbe 100 P zweifelsohne über seine gekörten Söhne Victor 110 und Friso 117 P geltend.

Sultan 105 Preferent
09.04.1897 – 27.05.1910, Drenthe I 91 x De Regent 32

Der 1900 gekörte Sultan 105 P war ein Abkömmling aus der mittlerweile ausgestorbenen Hengstlinie des Landzoon 46. Der in der Stoeterij de Oorsprong gezüchtete Hengst konnte zwar keine eigenen Söhne in den Deckdienst beisteuern, schlägt aber als Muttervater von Us Heit 126 zu Buche, welcher wiederum als Muttervater (u.a. von Knilljes 141) großen Einfluss auf die moderne Friesenzucht nehmen konnte.

Prins 109 Preferent
*27.03.1898, Frits 95 x Onsta II 79

In Siegerswoude, NL bei E.S. van den Bosch geboren, gilt Prins 109 P heute als Begründer einer eigenen Hengstdynastie, deren direkte Linie in den 1950er Jahren ausstarb. Vor allem über seinen Sohn Us Heit 126 konnte er seinen Einfluss auch auf die heutige Friesenzucht geltend machen, darüber hinaus bewies er seine prägende Vererbungsleistung als Muttervater von Paulus 121, Theunis 125, Bisschop 132 und Louw 142.

Alva 113 Preferent
*05.06.1899, De Regent 32 x Graaf Adolf 21, Stam 001

Der 1899 geborene Alva 113 stammte aus der mittlerweile ausgestorbenen Hengstlinie des Prins Hendrik 24. Der in der “Stoeterij de Oorsprong” zur Welt gekommene Alva 113 wurde 1902 vom KFPS gekört und zeugte in seiner, bis zu seiner Abkörung 1915 dauernden Karriere zwei gekörte Söhne – Oom 119 und Stefanus 124 – die gleichermaßen den Endpunkt der direkten Prins Hendrik-Linie darstellen. Zu immenser Bedeutung gelangte Alva 113 P indes als “Stutenmacher”. Seine Töchter (darunter 3 Modelstuten) bescherten ihm 8 gekörte Enkelsöhne, seine  1915 geborene Tochter Olga Hb begründete den  Stutenstamm 032. Im Besonderen war auch die von ihm gezeugte Rienkje Model (*1914) als Hengstmutter von Ynte 130 von großer Bedeutung für die Friesenzucht.
Noch existierende Aufnahmen von Alva 113 P dienen heute oftmals als Beleg dafür, dass der Typ des Friesenpferdes in seinen Ursprüngen keineswegs dem oft zitierten “schweren Schlag” entsprach, sondern deutliche Gemeinsamkeiten mit dem heute gezüchteten, “modernen” Friesentyp aufwies.

Friso 117 Preferent
*1901, Ulbe 100 P x Drenthe I 91

Friso 117 P ist wie sein Vater Ulbe 100 P und dessen Vater Nemo 51 ein Hengst, der sich im Stammbaum aller heute noch lebenden KFPS-Friesen wiederfindet, gehen auf ihn doch alle noch aktiven Deckhengste zurück. Der 1901 bei G.G. de Jong geborene Hengst wurde 1904 gekört und mit 164 cm eingemessen – ein für damalige Verhältnisse ungewöhnlich großes Stockmaß. Friso 117 P konnte sich als Qualitätsvererber sehr gut durchsetzen, fünf seiner Söhne wurden in den Deckdienst berufen, darunter auch der 1913 geborene Paulus 121, der über seine Söhne, die Vollgeschwister Vredestichter 127 und Arend 131 P heute einen “Gabelpunkt” der großen, noch existierenden Hengstlinien darstellt. Als Muttervater von Beint 134 konnte er seinen Einfluss auch in indirekter Linie bis in die heutige Zeit erhalten.

Arend 131 Preferent
*12.04.1921, Paulus 121 x Aäron 114, Stam 013

Der aus der modelpreferenten Irma gezogene Arend 131 P war ein Sohn des bereits erwähnten Paulus 121. Er wurde 1924 in den Deckdienst beordert und war zu diesem Zeitpunkt 162 cm groß, gezogen wurde er von J.W. Hoogterp im niederländischen Deersum.
Arend 131 P ist der Vater der Preferenthengste Held 140 und Mengelberg 145 (neben drei weniger bedeutenden KFPS-Hengsten), zusätzlich festigte er seinen Einfluss auf die KFPS-Zucht als Muttervater von 7 weiteren Deckhengsten, unter welchen der ebenfalls preferente Stoffel 157 besonderer Erwähnung bedarf.

Danilo 137 Preferent
09.04.1924 – 24.12.1948, Vredestichter 127 x Alva 113 P, Stam 032

Der Sohn der Begründerin des Stutenstammes 032, Olga Hb, wurde 1927 durch das KFPS gekört und gelangte in seinen 21 Dienstjahren als Deckhengst zu unschätzbarem und bis heute nachreichendem Einfluss in der Friesenzucht. Der 160 cm große Danilo 137 P aus der Zucht von R. Zonneveld ist heute vor allem als Vater von acht gekörten Deckhengsten ein Begriff, darunter die Preferenthengste Obscurant 150 und Stoffel 157, darüber hinaus ist er als Muttervater von nicht weniger als 10 KFPS-Vererbern eingetragen. Doch auch als “Stutenmacher” konnte Danilo 137 P sich mehr als beweisen – 22 Modelstuten wurden von ihm gezeugt und auch eine der wichtigsten und bekanntesten Linienbegründerinnen des Stammes 050, die 1928 geborene Marianne Hb Pref stammt von diesem Hengst ab.

Held 140 Preferent
25.02.1928-01.12.1950, Arend 131 P x Paulus 121, Stam 013

Wie sein Vater Arend 131 P wurde auch Held 140 P von J.W. Hoogterp im niederländischen Deersum gezogen. Seine Mutter Clasina Model war eine Vollschwester von Arend 131 P und Vredestichter 127, diese unter heutigen Gesichtspunkten extrem enge Inzuchtanpaarung war nichtsdestotrotz von Erfolg gekrönt. Der nur 154 cm große Held 140 P wurde 1931 als Deckhengst gekört und lieferte die beiden Stmmbuchhengste Nammele 147 P und den 1945 abgekörten Waling 161, welcher trotz seiner nur 2 Jahre dauernden Deckkarriere den Grundstein für eine der erfolgreichsten Hengstlinien der modernen Frisenzucht legte – er ist der Stammvater der Preferenthengste Wessel 237, Mark 242 und Jochem 259. Doch auch die Töchter von Held 140 P gelangten zu großem Einfluss – unter ihnen finden sich 5 Modelstuten, darunter Hinke Model Pref (*1948), die über ihre berühmte Tochter Gelbrich Model Pref (*1961, v. Tabe 203) die Großmuuter des großen Hearke 254 P ist. Über seine Stertochter Roozien ist Held 140 P außerdem der Muttervater von Ytsen 166.

In Teil 2 der Reihe “Friesenfokus: Preferenthengste” möchte ich mich den Hengsten widmen, deren Einfluss als Vererber die Rasse durch das dunkelste Kapitel Europas – den 2. Weltkrieg – manövrierte.

 

Olof 315 Sport Preferent – neues Hengstportrait

Anlässlich der Hengstenkeuring 2018 wurde das Preferentprädikat an einen Hengst verliehen, dessen Nachlass die moderne Friesenzucht so sehr geprägt hat, wie es kaum einem anderen KFPS-Deckhengst in den letzten 20 Jahren gelungen ist – Olof 315 Sport.

Weiter im Hengstportrait …

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Olof 315 Sport Preferent – Foto: Manfred Link / friesenwiki.de

 

Bearend 347 verstorben

Wie die “Black Dragon Farms” aus dem US-amerikanischen Michigan gestern auf ihrer Facebook-Seite bekannt gegeben haben, ist vor einigen Tagen der in ihrem Besitz stehende Bearend 347 im Alter von 26 Jahren verstorben.

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Bearend 347 – Foto: Manfred Link / friesenwiki.de

Der 1992 in den Niederlanden geborene Sohn von Piter 312 aus einer sterpreferenten Stute von Gerlof 294 war 1996 in den Deckdienst berufen worden, verlor seine Decklizenz aber 2003 nach seiner Abstammungskörung wieder. Er war der einzige gekörte Sohn von Piter 312 (Ygram 240 x Tsjalling 235 P).

Bearend 347 wurde in der Zucht nur mäßig eingesetzt und brachte dementsprechend nur wenige Nachkommen. Von seinen knapp mehr als 30 registrierten Stutnachkommen wurden ca. 30% Ster erklärt, eine Stute trägt das Kroonprädikat. Mit Tsjibbe 388 wurde 2001 ein Sohn von Bearend 347 angekört, auch er konnte seine Nachkommenprüfung nicht bestehen und wurde deshalb 2006 abgekört.

 

Preferenthengst Anton 343 verstorben

Heute morgen ist der preferente KFPS-Deckhengst Anton 343  in den USA verstorben. Der am 1992 bei P.L. Folkertsma in den Niederlanden geborene Hengst war der letzte noch lebende Sohn von Oege 267 im Deckdienst. Seit 2004 war er in den USA stationiert, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2010 in der Zucht aktiv war.

Anton 343 P war bekannt für seinen außerordentlich schönen Rassetyp, der ihm den Beinamen “Mähnenwunder” einbrachte. Besonders Ende der 1990er war Anton 343 sehr beliebt bei den Züchtern, die hohe Qualität seiner Nachkommen schlug sich in zwei gekörten Söhnen (Teade 392 und Tonjes 459) sowie 3 Model- und 2 Kroontöchtern nieder. Seine Stutnachkommen wurden darüber hinaus zu 46% Ster erklärt – ein sehr gutes Resultat – und brachten ihm als Muttervater die beiden gekörten Enkelsöhne Epke 474 (v. Beart 411 P) und Meinte 490 (v. Beart 411 P) ein.

2016 wurde Anton 343 aufgrund seines überaus positiven Einflusses auf die Friesenzucht mit dem Titel “Preferent” geehrt.

Mit seinem Tod im Alter von 26 Jahren verliert das KFPS einen seiner ältesten noch lebenden Hengste und den ältesten lebenden Preferenthengst.

Unser Mitgefühl gilt der Familie Kelnhofer, auf deren Fenway Farms im US-Bundesstaat Wisconsin der schöne Anton 343 P seinen Lebensabend verbrachte.

Fabe 348 P verstorben – der Nestor ist nicht mehr.

Mit großem Bedauern wurde gestern die Nachricht vom Tod des 24-jährigen Preferenthengstes Fabe 348 in der Friesenszene aufgenommen.

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Fabe 348 P – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Fabe 348, geboren 1993 bei C.G. Dekker in den Niederlanden, war bis zuletzt ein Publikumsliebling auf der HK und bewies über lange Jahre seine prägende Vererbungskraft in der Zucht, vor allem hinsichtlich der Sporteigenschaften seiner Nachkommen. Der Sohn von Melle 311 aus der Sterstute Kee (Romke 234 x Ulrig 204) durchlief 1996 seine Hengsleistungsprüfung und wurde 2001 auf Abstammung gutgekört. Im Jahr 2000 erreichte er den Reservetitel auf der HK, 2012 wurde ihm das Sportprädikat in der Dressur verliehen. Seit 2014 trug der Ausnahmevererber zu Ehren seiner Zuchtleistungen das Preferent-Prädikat und war somit einer von wenigen Hengsten, denen diese Ehre noch zu Lebzeiten zu Teil wurde.

Besonders bemerkenswert ist dies auch, als Fabe 348 P in seiner langen Zuchtkarriere niemals zu den meistgefragten Deckhengsten zählte, sondern zeitlebens eher im Mittelfeld der von den Züchtern begünstigten Vererber zu finden war.

Die Qualität seiner Nachkommen aber spricht für sich – beinahe 42% Sterstuten, 5 Modeltöchter, 4 Stammbuchsöhne und bislang 54 Nachkommen, die das Sportprädikat erreichen konnten.

Seine noch aktiv in der Zucht eingesetzten Söhne Sape 381, Jorn 430 und Alke 468 sollen das Vermächtnis des großen Fabe 348 P weitertragen und sein wertvolles Blut für den KFPS-Friesen bewahren.

Topstute Gonda F.T. ist tot

Wie der höchst erfolgreiche Züchterfamilie Oosterbaan (fan Synaeda) heute auf Facebook bekannt gegeben hat, ist die bekannte, preferente Modelstute Gonda F.T. (Onne 376 x Feitse 293 P) in der Nacht auf heute überraschend verstorben. Sie wurde nur 15 Jahre alt.

Gonda F.T. wurde 2002 im Stall von F. van der Velde geboren, sie war eine Tochter der berühmten Olcha Model Pref Prest (Feitse 293 P x Naen 264 P) und somit eine Halbschwester von Sape 381 und Els F.T. Kroon Sport Pref Prest (Pferd des Jahres 2015).

Erst dieses Jahr brachte Gonda F.T. ihr elftes Fohlen zur Welt, zu ihren erwachsenen Nachkommen zählen u.a. Wille fan Synaeda Kroon (*2007, v. Beart 411 P), welche 2016 mit Topwerten die Rangliste der besten Zuchtstuten nach Zuchtwertindex anführte, Allegonda fan Synaeda Ster (*2008, v. Tsjerk 328 P), Merlijne fan Synaeda Ster (*2012, v. Pier 448) und Roas fan Synaeda Ster (*2013, v. Stendert 447).

Gonda F.T. wurde 2009 mit dem Modelprädikat ausgezeichnet, seit 2015 trug sie darüber hinaus das Suffix “Preferent”. 2003 und 2004 wurde sie Jugendchampionesse der CK, 2005 war sie darüber hinaus Allgemeine Kampioene, 2006 Reserve-Kampioene. Mehrmals wurde sie zur Siegerin der Zuchtschau in Blauwhuis ernannt.

 

Hochdekorierte Qualitätsmütter – Teil 3

Nachdem ich in Teil 1 und Teil 2 von den jüngeren und noch aktiven Qualitätsmüttern der KFPS-Zucht geschrieben habe, möchte ich mich in Teil 3 zwei hinsichtlich der Leistungsveranlagung außergewöhnlichen Zuchtstuten widmen.

Stuten sind in der öffentlichen Wahrnehmung der Pferdezucht-Szene leider immer wieder etwas unterrepräsentiert, das Hauptaugenmerk liegt auf den “Stempelhengsten”, also jenen männlichen Vererbern, die die Zucht durch die Quantität und Qualität ihrer Nachkommen maßgeblich prägen bzw. prägten. Stuten können an diese Erfolge in quantitativer Hinsicht schon aus den gegebenen biologischen Gründen nicht anknüpfen – selten bringen es selbst äußerst fruchtbare Mütter in ihrer Karriere auf mehr als 15 Nachkommen. Qualitativ betrachtet steht so manche Stute aber einem “Stempelhengst” um nichts nach und insofern ist es mir ein Anliegen, in einer kleinen Serie solche “Qualitätsmütter” zu beleuchten.

Sjiekedame S. Model Pref*8 Prest

Die in Drogeham / NL bei H. Sijtsma geborene Sjiekedame S. besticht bereits auf den ersten Blick durch ihre beeindruckende Sammlung an Qualitätsprädikaten – Modelprädikat, mit 8 Prädikatsnachkommen dubbelpreferent und darüber hinaus noch als Prestatiemoeder eingetragen.
Wenn man noch etwas genauer recherchiert, stößt man aber auch auf ein sensationelles IBOP-Ergebnis aus dem Jahr 1995, bei dem die damals erst 6-jährige Stute ein rekordverdächtiges Ergebnis von 93 Punkten lieferte – darunter mit einer 9,0 für den Trab.

Geboren 1989 als Tochter von Feitse 293 P, stammt Sjiekedame S. aus einer äußerst prädikatreichen Mutterlinie aus Stam 015. Ihre Mutter ist die sterpreferente Walsdame S. (*1980, Tsjalling 235 P x Ritske 202 P), welche wiederum aus der ebenso sterpreferenten Geke (*1973, Ritske 202 P x Age 168) stammt, die Linie läuft weiter auf Tilana Model Pref und Celma Model Pref (v. Obscurant 150).

Als Fohlen erhielt Sjiekedame S. 1989 eine 2. Prämie – 1992 wurde sie mit dem Sterprädikat in das Stammbuch eingetragen, 1995 folgte ihre Modelerklärung. Im Laufe ihrer langen Karriere als Körungspferd sammelte die Ausnahmestute mindestens sieben 1. Prämien, die letzte davon im Jahr 2002 in Drachten.

Als Zuchtstute verdiente sie sich ihre Sporen durch 14 registrierte Nachkommen.

Ihre ersten beiden Fohlen waren zwei 1993 und 1994 geborene Hengste, 1995 folgte ihre erste Tochter Lies fan Bommelsteyn (v. Lute 304), die seit 2002 das Modelprädikat trägt und äußerst erfolgreich als Zuchtstute in den Vereinigten Staaten im Einsatz ist. 2016 brachte diese Stute ihr zehntes Fohlen zur Welt.

1996 brachte Sjiekedame ein weiteres Stutfohlen von Lute 304 zur Welt, es folgten die Hengste Skelte fan Bommelsteyn (*1997, v. Lute 304) und Wout fan Bommelsteyn (*1999, v. Abel 344), welche beide später als Sterwallache in das Ruinenboek eingeschrieben wurden.

Die im Jahr 2000 geborene Adeldame fan Bommelsteyn (v. Reitse 272 P) sollte sich zu einer der erfolgreichsten Töchter von Sjiekedame S. mausern. Die in ihrem Leben mit unzähligen 1. Prämien bedachte Stute erreichte eine ähnlich hohe IBOP-Punktzahl wie ihre Mutter (91,8 Totalpunkte im Jahr 2004), wurde 2007 zur Modelstute erklärt und trägt seit 2015 das Sportprädikat. Als Zuchtstute brachte sie bisher 9 Fohlen in den Niederlanden zur Welt, darunter 2 Wallache, die bereits mit dem Sterprädikat bedacht wurden.

2001 wurde Sjiekedame Mutter eines weiteren Fohlens von Reitse 272 P – der Hengst Douwe fan Bommelsteyn erlangte später ebenfalls das Sterprädikat.

Die 2002 geborene Gouddame fan Bommelsteyn (v. Onne 376) sollte die dritte Modeltochter von Sjiekedame S. werden. Die Stute lief 2006 eine ebenfalls sehr hoch bewertete IBOP (85,4 Punkte) und wurde 2008 Kroon, 2009 schließlich Model erklärt. Ein Jahr später erlangte sie darüber hinaus das Sportprädikat. 2007 wurde sie zur Reserve-Kampioene der CK in Drachten ausgerufen, sie ist mittlerweile als Zuchtstute in Australien im Einsatz.

2003 folgte ein weiteres Hengstfohlen von Onne 376, 2004 brachte Sjiekedame S. nach einem Umzug in die USA die Ulbert 390-Tochter Nelie of Noble zur Welt, die mit dem Sterprädikat bedacht wurde und seit 2011 im Besitz des Sportprädikats ist.

2006 fohlte Sjiekedame eine Tochter von Anne 340, die im Fohlenbuch registriert ist, 2007 wurde ihre bislang letzte Stertochter, Zarianna of Noble (v. Anton 343 P) geboren. Ihr letztes Fohlen brachte diese außergewöhnliche Zuchtstute schließlich im Jahr 2010 – die Stammbuchstute Heiress of Majestic Friesians (v. Wander 352).

Besonders erfreut war ich darüber, ein Video aus dem Jahr 2011 zu finden, das dieses wunderbare Zuchtjuwel in der Bewegung zeigt:

Aukje Boszorg Model Pref*10 Prest

Eine wohlbekannte Hengstmutter hat ebenfalls ihren Eindruck als hervorragendes Leistungspferd hinterlassen – die aus der prädikatreichen Boszorg-Familie (Stam 050) stammende Aukje Boszorg Model Pref Prest.

Aukje Boszorg wurde am 11. April 1992 bei der Züchterfamilie Bos in den Niederlanden geboren. Ihre 1984 geborene Mutter Hanneke Boszorg Model Pref (Lammert 260 P x Tsjalling 235 P) stammt aus der ebenfalls modelpreferenten Whita (*1980, Tsjalling 235 P x Freark 218), die bis in die 1990er-Jahre hinein viele hervorragende Prädikatstöchter lieferte.

Aukje Boszorg wurde bereits als Fohlen mit einer 1. Prämie bedacht, dieser sollten viele weitere folgen. 1995 wurde sie mit dem Sterprädikat in das Stammbuch aufgenommen, 1998 wurde ihr nach Absolvierung einer IBOP mit sensationellen 92 Punkten das Modelprädikat verliehen.

In der Zucht konnte sie mannigfaltige Erfolge feiern – die äußerst fruchtbare Qualitätsmutter schenkte zwischen 1996 und 2013 nicht nur 17 (!) Fohlen das Leben, ihre Nachkommen waren zu großen Teilen auch äußerst erfolgreich – 3 modelpreferente Töchter, eine Kroon-Tochter, 5 Sternachkommen und der Stammbuchhengst Stendert 447 finden sich in ihrem Abstammungsregister.

Ihre Karriere als Mutterstute begann mit der 1996 geborenen Nanneke Boszorg Stb (v. Oeds 318), 1997 folgte Setse Boszorg (v. Fetse 349). Diese Stute entwickelte sich zu einem außerordentlich erfolgreichen Körungspferd, erhielt ausschließlich 1. Prämien und wurde 2003 Model erklärt. Mit ihren zahlreichen Stutnachkommen gründete sie eine regelrechte Dynastie hochqualitativer Zuchtpferde (eine ihre Töchter ist die in Teil 2 dieser Serie beschriebene Mooi van Setse v.d. Hommershoeve Model Sport Pref) und trägt dahingehend auch das Preferentprädikat.

Nicht minder erfolgreich verlief der Lebensweg der nächsten Tochter von Aukje Boszorg  – die ebenfalls von Fetse 349 abstammende Tonne Boszorg wurde 1998 geboren, auch sie erreichte im Laufe ihrer langen und erfolgreichen Karriere zahlreiche 1. Prämien und lieferte 2003 einen IBOP-Score von 80,0 Punkten. 2006 folgte ihre Modelerklärung, seit 2012 ist sie darüber hinaus preferent. Unter ihren bislang 12 Nachkommen finden sich u.a. eine Kroonstute und ein Ster + Sport-Hengst, ihr jüngstes Fohlen wurde 2017 in den Vereinigten Staaten geboren.

Nur ein Jahr später, 1999, brachte Aukje Boszorg erneut ein Stutfohlen zur Welt – Whita Boszorg (v. Krist 358). Sie sollte als dritte der Aukje Boszorg-Töchter das Modelprädikat erhalten und Preferent erklärt werden, darüber hinaus lieferte auch sie ein hervorragendes IBOP-Ergebnis mit 83,0 Punkten (2006). Unter ihren 12 Nachkommen findet man eine Model- und eine Kroon-Stute.

Eine weitere Krist 358-Tochte wurde 2000 geboren, diese Stute konnte aber an die großen Erfolge ihrer Vollschwester Tonne Boszorg nicht anknüpfen. Sie wurde Ster erklärt und trägt das Sportprädikat.

Nach einem früh verstorbenen Stutfohlen im Jahr 2001 brachte Aukje Boszorg 2002 noch ein Krist 358-Tochter namens Hanneke II Boszorg zur Welt, die ebenfalls das Sterprädikat trägt und in der Zucht im Einsatz ist.

2003 folgte die Brandus 345 P-Tochter Jouke Boszorg, die seit 2009 das Kroonprädikat trägt. Ihre 2004 geborene Vollschwester von Brandus 345 P verstarb leider ebenfalls früh.

Nach 9 Töchtern brachte Aukje Boszorg 2005 ihren ersten Sohn zur Welt – dieser von Andries 415 stammende Junghengst wurde später unter seinem Hengstnamen STENDERT 447 weithin bekannt und ist wohl das Krönchen auf den hervorragenden Zuchtleistungen seiner Mutter.

Ihm folgten 2006 und 2007 zwei weitere Hengstfohlen, beide von Fetse 349. 2008 wurde die Jerke 434-Tochter Anthonia Boszorg Ster geboren, 2009 der Vb-Hengst Ennu Boszorg von Harmen 424. Im Jahr 2010 kam die spätere Sterstute Grootheid Boszorg (v. Pier 448) zur Welt, 2013 folgte ihr Vollbruder, der Vb-Hengst Johannes Boszorg.
Ihr letztes Fohlen brachte Aukje Boszorg 2013 zur Welt – die von Maurus 441 stammende Parel Boszorg Stb.