Auf Papieren kann man nicht reiten!

In unzähligen Diskussionen, Beratungsgesprächen und handfesten Disputen fällt immer wieder dieser Satz, der regelrechte Glaubenskriege auszulösen und die Pferdewelt in “Rassefetischisten” und “Pferderetter” zu teilen scheint: “Auf Papieren kann man nicht reiten!”

Die Zuschreibungen und Vorurteile der einen Gruppe gegenüber der anderen sind beiderseitig oft abenteuerlich und nicht selten bösartig, hämisch und vor Polemik strotzend – und somit ein Anlass, sich der Thematik einmal unaufgeregt, sachlich und in aller Ruhe zu widmen.

In erster Linie gilt es wohl, einige Fakten zu definieren und klarzustellen.

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Hervorragendes Papier unter dem Sattel – Zen ‘fan Panhuys’ Ster Sport-Elite (Dries 421 x Fabe 348 P)

Von nichts kommt nichts

Alle heute lebenden Hauspferde, aber auch die verwilderten Populationen von Brumbys, Mustangs etc. sind wissenschaftlichen Erkenntnissen folgend Angehörige einer domestizierten Form des Wildpferdes (Equus ferus) – die letzte überlebende Unterart dieses einst offenbar formenreichen Artenkomplexes bildet das gefährdete, in der Mongolei beheimatete Przewalski-Wildpferd (Equus ferus przewalski).

Die Stammform der heute rezenten Hauspferde ist nicht eindeutig geklärt (vgl. Wallner et al. 2003; Jansen et al. 2002), Fakt ist aber, dass alle Hauspferde Produkte eines über Jahrtausende anhaltenden Domestikationsprozesses sind.

Die unter dem Domestikationsprozess verstandene “Haustierwerdung” einer Spezies ist maßgeblich durch den Faktor der bewussten oder unbewussten menschlichen Zuchtwahl bei gleichzeitiger Isolation von der wildlebenden Population gekennzeichnet – es findet also eine genetische Veränderung der Spezies aufgrund gezielter Selektionszucht durch den Menschen statt (vgl. Zeder 2012).

Die Aufgliederung der domestizierten Grundform in verschiedene Rassen ist wiederum eine Verfeinerung dieser selektiven Zuchtpraxis. Es kann also die Schlussfolgerung erfolgen, dass alle heute lebenden Hauspferde – egal ob per definitionem einer Rasse zugehörig oder nicht – Produkte selektiver, durch den Menschen gesteuerter Zucht sind.

Dass im Zuge dieser Zuchtwahl mancherorts Buch geführt wird, ist dabei lediglich ein Nebeneffekt – egal ob mit oder ohne Papier, eine Nutzbarmachung der Spezies Equus ferus gelang erst durch gezielte Auslese und züchterische Veränderung. Vereinfacht könnte man also sagen: NUR auf Papieren kann der Mensch reiten, denn ohne generationenlange Zuchtwahl wären Hauspferde in ihrer heutigen Erscheinungsform nicht existent und Reiter würden sich mit der ungezähmten Wildheit von Tarpanen und Thakis konfrontiert sehen.

“Rassepferd” vs. “Weideunfall”

Nun ist die Thematik rund um’s Papier aber etwas diffiziler, als oben dargestellt. Die von Zuchtverbänden ausgestellten Abstammungspapiere sind per se als Dokumentation der Herkunft eines Individuums gedacht und sollen demnach nicht nur die lückenlose Abstammung aus registrierten und der betreffenden Rasse zugehörigen Ahnen beweisen, sondern auch eine klare Abrenzung einer Rasse vom Rest der Hauspferdepopulation schaffen. Wie bereits erwähnt, basiert die Rassezucht auf dem selben Prinzip wie die Domestikation im Allgemeinen, engt aber die grundlegenden Selektionskriterien auf eine Weise ein, die eine mehr oder weniger klare Unterscheidbarkeit einer Subpopulation (Rasse) zum Rest der Population möglich machen –  die Möglichkeiten sind dabei mannigfaltig und reichen von Körperbau, Größe, Farbe, Gangvermögen und Gebrauchsveranlagung, bis hin zu Temperament und Charakter.

Mit dieser Verengung und Festschreibung der Selektionskriterien (der oft zitierte “Rassestandard”) wird auch eine Organisation der betreffenden Züchter notwendig, um eine Populationsgröße zu ermöglichen, die eine tragfähige genetische Basis für den generationenlange Erhalt einer Rasse bildet – so kommen Zuchtverbände zu Stande, die sich mit der selektiven Zucht einer einzelnen Rasse auseinandersetzen und diese organisatorisch voran treiben. Heute ist es üblich, dass die Hohheit über die Definition der Selektionskriterien sowie die damit verbunde Zulassung von Rasseindividuen zur Zucht bei eben diesen Zuchtverbänden liegt, die damit ein Mindestmaß an Qualität hinsichtlich der definierten Rasseeigenschaften in der Population zu implementieren versuchen – es hat demnach einen tieferen Sinn, warum in einem geschlossenen Rassestammbuch nicht jeder Hengst und jede Stute ohne Begrenzung zur Zucht herangezogen werden darf, sondern insbesondere die Hengste mehr oder weniger strenge Auflagen zu erfüllen haben, ehe sie ihren züchterischen Einfluss an die nächste Generation weitergeben dürfen. Damit einher geht auch die permanente Veränderung von Rassepopulationen, die in Anbetracht sich wandelnder Anforderungen (am Beispiel des Friesen sei die immer öfter geforderte Sporteignung genannt) notwendig ist, um ein Fortbestehen einer Rasse zu gewährleisten – denn wo keine Nachfrage besteht, kann keine Pferderasse auf Dauer existieren.

Das Abstammungspapier ist demnach – sofern von einem seriösen und qualitätsbewussten Verein ausgestellt – ein Garant für ein Mindestmaß an Qualität hinsichtlich Zuchtwahl der Vorfahren eines Pferdes. Es macht aber noch lange kein “gutes” Pferd!

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Weide, ganz ohne Unfall – Freyja fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434)

Denn ohne mit der Wimper zu zucken, wage ich zu behaupten, dass es auch ganz hervorragende Pferde gibt, die über keinerlei Abstammungspapier verfügen.
Dies begründet sich in der Launenhaftigkeit der Natur – die Zucht von Tieren ist immer auch ein bisschen Glückssache und die Kombination von Genen zweier Elterntiere ist immer zu einem gewissen Teil ein “Lotteriespiel”. So kommt es vor, dass die Nachkommen zweier absoluter Topper nur “durchschnittlich” sind, wohingegen ein Fohlen aus der ungeplanten Weideliaison zweier Durchschnittspferde sich zu einem hervorragenden Gebrauchspferd mausert.

Nichtsdestotrotz ist die Wahrscheinlichkeit ungemein größer, ein Fohlen zu züchten, das gewünschten Kriterien entspricht, wenn die Vorfahren dieses Fohlens bereits über Generationen nach eben diesen Kriterien ausgewählt wurden – so wird ein Friesenfohlen in den allermeisten Fällen schwarz sein, eine hohe Aufrichtung und überdurchschnittlich viel Behang mitbringen.

Ein den eigenen Qualitätsvorstellungen entsprechendes Pferd aus einer gefestigten Zuchtlinie zu ziehen mag also so etwas wie “Lotto 6 aus 45” sein – ein ebensolches Pferd aber aus zufällig gewählten Eltern zu ziehen, die abstammungstechnisch nach unterschiedlichen oder ganz und gar zufälligen Selektionskriterien gezüchtet wurden, ist mehr wie “Lotto 6 aus 45.000.000”. Dieser Umstand macht es auch notwendig, einen kritischen Blick auf die Neuschöpfung von “Moderassen” zu werfen – viele dieser Rassen sind tatsächlich reine Kreuzungsprodukte und die daraus entstehenden Individuen weisen oft keine nennenswerten Ähnlichkeiten untereinander auf. Dabei von einer neuen Rasse zu sprechen ist demnach in einigen Fällen wahrlich abenteuerlich und spottet der züchterischen Sorgfalt und jahrzehntelangen Arbeit, die hinter der tatsächlichen Etablierung einer gefestigten Rassepopulation stehen.

Insofern haben Abstammungspapiere also durchaus ihre Berechtigung, wenn es um die Qualität und damit auch den finanziellen Wert des Einzeltieres geht. Über den ideellen Wert hingegen können sie kaum etwas aussagen.

Von Züchtern und Vermehrern

Ein weiteres großes Thema drängt sich in der Diskussion um die Wertigkeit von Abstammungspapieren auf – die Verantwortlichkeit von seriösen Züchtern in Zeiten des überbordenden Pferdemarktes.

Eine Eigenheit von Zuchtverbänden ist es nämlich, ihre Mitglieder einem (häufig festgeschriebenen und kontrollierten) Ehrenkodex zu unterstellen, der neben den Regeln hinsichtlich der Qualität der verwendeten Zuchtpferde auch deren ethische und tierschutzkonforme Haltung und Betreuung umfasst. Auch wenn es immer wieder “schwarze Schafe” unter den Vereinszüchtern gibt, so ist die Wahrscheinlichkeit auf ein in ordnungsgemäßen Umständen geborenes und aufgezogenes Pferd aus seriösen Züchterhänden doch recht groß, zumal dann, wenn man die Möglichkeit hat, die dortigen Zustände aufgrund des in den Papieren angebenen Zuchtortes mit eigenen Augen nachzuvollziehen.

Anders hingegen verhält es sich mit Pferden aus nicht nachvollziehbaren Quellen – die häufig euphemistisch als “Weideunfall” oder “Kind der Liebe” angebotenen Tiere ohne Abstammungspapier stammen nicht selten aus scharf kalkulierenden Vermehrerställen, in denen – ohne Rücksicht auf qualitative Zuchtwahl, tierärztliche Betreuungsnotwendigkeit oder tierschutzkonforme Unterbringung und Pflege – Pferde für das Billigsegment des Marktes produziert werden (erschreckenderweise in ähnlicher Form, wie das in Hundekreisen schon seit vielen Jahren publik ist).

Pferde aus solchen Quellen müssen dabei nicht per se “schlecht” oder krank sein, als Käufer muss man sich aber die Zuschreibung gefallen lassen, als Abnehmer eines Tieres aus derartigen Umständen – ob wissentlich oder nicht – indirekt zum Weiterbestand ebendieser beizutragen.

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Ein schöner Start ins Pferdeleben – Frederik fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434)

Literaturverzeichnis

Jansen, T., Forster, P., Levine, M.A., Oelke, H., Hurles, M., Renfrew, C., Weber J. & Olek, K. (2002). Mitrochondrial DNA an de the origins of the domestic horse. In I. Verma (Hrsg.) PNAS, Ausg. 99/16, S. 10905 – 109010.

Wallner, B., Brem G., Müller, M. & Achmann, R. (2003). Fixed nucleotide differences on the Y chromosome indicate clear divergence between Equus przewalskii and Equus caballus. In H. Lenstra (Hrsg.) Animal Genetics, Ausg. 34/6, S. 453 – 456.

Zeder, M.A. (2012). Pathways of Animal Domestication. In P. Gepts (Hrsg.) Biodiversity in Agriculture: Domestication, Evolution, and Sustainability, S. 227 ff.

 

Herkansing bringt 3 weitere Hengste in den CO 2017

Heute wurde in Wergea die Möglichkeit angeboten, im Zuge der Besichtigungen oder im CO des Vorjahres ausgeschiedene Junghengste nochmals einer Jury vorzustellen und diesen damit die Chance zu geben, sich doch noch für eine Teilnahme an der Hengstleistungsprüfung 2017 zu qualifizieren. In dieser Herkansing stellten sich 22 junge Hengste dem Juryurteil, 3 von ihnen konnten einen begehrten Platz im CO ergattern.

Der 4-jährige Redbad fan Egypte nahm bereits 2016 am CO teil, verließ die Prüfung aber nach einem unzureichenden Sattelexamen. Der Tjalbert 460 x Anton 343 P x Naen 264 P (Stam 050) gezogene Junghengst überzeugte die Jury mit seiner Präsentation im Geschirr.

Er ist der einzige Sohn von Tjalbert 460, der sich für den CO 2017 qualifiziert hat.

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Redbad fan Egypte in Leeuwarden 2016 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Die beiden anderen zum CO angewiesenen Hengste strandeten in der 2. Besichtigung im Januar diesen Jahres.

Der Tsjalle 454 x Dries 421 x Feitse 293 P ( Stam 025) gezogene Tsjarp van de Terp wird als vierter Tsjalle 454-Sohn den CO 2017 bestreiten – mit ihm wurde auch der aus Stam 115 gezogene Tjalbert (Reinder 452 x Jakob 302 x Rypke 321) angewiesen, der nicht nur eine interessante Blutführung väterlicherseits mitbringt, sondern auch aus einer Tochter von Jeldau fan ‘e Wigeri Model Pref Prest stammt, die ihrerseits die Mutter der Stammbuchhengste Haitse 425 und Wylster 463 ist.

Siert 499 aus dem Deckdienst zurückgezogen

Wie das KFPS heute verlautbaren ließ, wird Siert 499 (Dries 421 x Sape 381) aufgrund von Befruchtungsproblemen aus dem Deckdienst zurückgezogen. Laut offizieller Begründung wurden nur wenige der von ihm gedeckten Stuten trächtig, darüber hinaus war Siert 499 aufgrund seiner angeblichen weißen Abzeichen heftiger Kritik ausgesetzt.

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Siert 499 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Neu: ABFP & IBOP-Statistik in der Rubrik “Aktive Deckhengste”

Um einen noch besseren Überblick über die Leistungsvererbung der KFPS-Deckhengste zu ermöglichen, wurden Statistiken zu den IBOP- und ABFP-Ergebnissen in die Rubrik “Aktive Deckhengste 2017” integriert.

Die Statistiken umfassen derzeit Ergebnisse seit dem 01.01.2015 und werden laufend aktualisiert – für Hengste, von denen im fraglichen Zeitraum nur wenige Nachkommen an o.g. Prüfungen teilgenommen haben, wurden aus Gründen der Validität keine Statistiken erstellt. Diese werden nachträglich implementiert, sobald eine aussagekräftige Quantität an Ergebnissen vorliegt.

Erklärung der grafischen Darstellung:

ABFP - IBOP Gesamt Norbert 444 - Stand 17-06-2017

Erfasst wurden die Mittelwerte aus den Teilergebnissen in der Rij-, Men- und (soweit ausreichend vorhanden) Tuigproef (siehe auch Friesen-ABC).

Die Werte der Nachkommen des betreffenden Hengstes sind in den dunklen, vordergründigen Balken abgebildet.

Die dahinter liegenden, transparenten Balken geben die Mittelwerte aus allen Ergebnissen der Jahre 2015- 2017 wieder und dienen als Referenz.

ABFP & IBOP-Statistiken aktuell

Um laufend valide Vergleiche bezüglich der Leistungen der in diesem Jahr zur Gutkörung antretenden Hengste ziehen zu können, habe ich die Statistiken der ABFP & IBOP-Ergebnisse seit 2015 um die aktuellen Ergebnisse des Jahres 2017 ergänzt.

Folgende Grafiken zeigt eine Detailaufstellung aller Hengste, deren Nachkommen im Zeitraum 01.01.2015 – dato mehr als 3 Ergebnisse in IBOP- oder ABFP-Prüfungen erbracht haben:

Reitpferdeprüfung / Rijproef

ABFP - IBOP Gesamt Rij 2015 - 2017 - Stand 17-06-2017

Der Übersichtlichkeit halber sind in der nächsten Grafik die Hengstväter nach Höhe des Ergebnis-Mittelwerts gereiht:

ABFP - IBOP Gesamtranking Rij 2015 - 2017 - Stand 17-06-2017

Deutlich ist hier die immer noch anhaltende Kopfposition von Aarnold 471 zu erkennen. Ebenfalls sehr gute Ergebnisse unter dem Sattel konnten die Nachkommen von Tsjalle 454, Bartele 472, Pier 488 und Teeuwis 389 erbringen.

Dressurfahrprüfung / Menproef

Aus der Menproef liegen insgesamt weniger Ergebnisse vor, da deutlich weniger Pferde eine IBOP in dieser Disziplin absolvieren.

ABFP - IBOP Gesamt Men 2015 - 2017 - Stand 17-06-2017

ABFP - IBOP Gesamtranking Men 2015 - 2017 - Stand 17-06-2017

Mit knappem Vorsprung führt in dieser Disziplin der seit einigen Jahren in Südafrika stationierte Dries 421 vor dem momentanen “Rising Star” Aarnold 471. Auf Platz 3 findet sich mit Jisse 433 ein weiterer Jasper 366-Sohn, der Althengst höchstselbst reüssiert auf Platz 4. Auf dem 5. Rang findet sich der im letzten Jahr verstorbene Onne 376.

Bemerkenswert ist sicherlich, dass die Nachkommen von Aarnold 471 bislang in beiden Disziplinen (Rij- und Menproef) hervorragende Leistungen erbringen konnten – dies ist keine Selbstverständlichkeit, zeigt sich bei vielen anderen Hengsten doch eine deutliche Kluft zwischen den Ergebnissen aus den beiden Prüfungsmodi.

Neue Zwischenergebnisse nach ABFP 4

Gestern wurden die Ergebnisse des vierten ABFP-Tests 2017 veröffentlicht, der zwischen 01.05 und 15.06.2017 abgehalten wurde. Die 11 Starter lieferten insgesamt weniger spektakuläre Ergebnisse als in den vergangenen ABFP-Runden.

In der Rijproef konnte sich die 2014 geborene Tenice van de Weerdshof (Bartele 472 x Doaitsen 420) mit 80,0 Totalpunkten an die Top-Position setzen. Sie wurde Ende April bereits mit dem Sterprädikat ausgezeichnet.

Die Menproef wird ebenfalls durch eine Bartele 472-Tochter angeführt – Tjitske van Hilberalti Stb (Bartele 472 x Beart 411P) erreichte 74,0 Punkte und setzte sich damit knapp an die Spitze des insgesamt punkteschwachen Teilnehmerfeldes.

Mit einer Höchstnote von 7,0 führte der einzige teilnehmende Hengst, Ulrik Theyde (Aarnold 471 x Olrik 383) die Tuig-Kategorie an – auch darin blieben spektakuläre Top-Ergebnisse aus.

Unter Einberechnung der aktuellsten ABFP-Ergebnisse ergibt sich nun folgendes Gesamtbild hinsichtlich der Nachkommen noch nicht auf Abstammung gutgekörter Hengste (Min/Max-Berechnung und Mittelwert):

ABFP 2017 - Stand 16-06-2017

Nach wie vor zeigen sich die Nachkommen von Aarnold 471 (8 Teilnehmer) überproportional stark in der Reit- und Dressurfahrprüfung. Die Nachkommen  von Epke 474 (5 Teilnehmer) zeigen sich ebenfalls in beiden Disziplinen talentiert und liegen im Mittel im Gesamtdurchschnitt.

Bei den Nachkommen von Bartele 472 (4 Teilnehmer) und Djoerd 473 (2 Teilnehmer) zeichnet sich bislang ein deutlich positiver Trend unter dem Sattel ab, die Nachkommen von Bartele 472 schnitten dabei deutlich überdurchschnittlich ab. In der Menproef konnten die Pferde bis dato aber nicht überzeugen.

Auch die Nachkommen von Bikkel 470 (3 Teilnehmer) zeigten bislang beritten bessere Leistungen, liegen insgesamt aber in beiden Disziplinen unter dem allgemeinen Durchschnitt.

Überraschend schwach zeigen sich nach wie vor die Nachkommen von Alke 468 (6 Teilnehmer), die sowohl in der Rij- als auch in der Menproef bis dato nicht mit den Konkurrenten anderer Abstammung mithalten konnten.

Dabei muss beachtet werden, dass der Durchschnittswert in dieser Berechnung sich ausschließlich aus den Leistungen der Nachkommen der in der Grafik berücksichtigten Hengste errechnet.

 

Fohlenshooting

Eine wunderbare Gelegenheit für ein Fohlen-Shooting ergab sich gestern bei einem Besuch im Stall Prexl / Friesen Exklusiv.

Ich konnte einige Stunden mit den drei Erryt 488-Nachkommen Erik, Freyja und Frederik fan Limbach und deren Müttern auf der Weide verbringen und mich so hautnah vom fantastischen Charakter der kleinen Erryts überzeugen. Dabei entstanden mehr als 2000 Bilder, einige davon möchte ich auch meinen geneigten Lesern nicht vorenthalten :).

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Frederik fan Limbach mit seiner Mutter Inske v.d. Lage Landen Ster (*2010, Jerke 434 x Adel 357)

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Frederik fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434)

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Frederik fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434)

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Freyja fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434)

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Frederik fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434)

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Erik fan Limbach (Erryt 488 x Jasper 366 P)

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Freyja fan Limbach mit ihrer Mutter Noblesse fan Limbach (Jerke 434 x Jasper 366 P)

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Freyja fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434)

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Geschwisterliebe – Freyja fan Limbach (r.) und Erik fan Limbach (l.)

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Freyja fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434) und Noblesse fan Limbach (Jerke 434 x Jasper 366 P)

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Freyja fan Limbach

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Frederik fan Limbach

IBOP Wergea – 3 neue Kroonstuten

Die Ergebnisse der am 08.06.2017 abgehaltenen IBOP-Prüfungen im niederländischen Wergea brachten gleich drei Stuten das definitive Kroon-Prädikat ein.

Die 4-jährige Sylcke K. van de Elzenbroek Kroon (Tsjalle 454 x Beart 411 P) erreichte 78,0 Punkte unter dem Sattel und damit auch das höchste Ergebnis dieser Disziplin.

In der Menproef reichte es für die 2013 geborene Prinses v.d. Terpen (Tjalbert 460 x Sape 381) mit 77,0 Punkten zum Kroonprädikat, mit einem Punkt mehr (78,0 Punkte) wurde die 2012 geborene Halbschwester von Tjaarda 483, Nanine Ven (Stendert 447 x Lolke 371) ebenfalls Kroon erklärt.

 

Deckstatistik 2017 aktuell

Die Decksaison 2017 steuert ihrem Höhepunkt entgegen, während täglich neue Friesenfohlen das Licht der Welt erblicken.

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Freyja fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434) – eines der ersten Fohlen des 2015 gekörten Erryt 488

Die laufende KFPS-Statistik weist aber bereits erste Deckzahlen für das Jahr 2017 aus – Zeit für einen kleinen Überblick über diesen Zwischenstand mit den bisherigen TOP 10.

  1. Eise 489 – 86 Deckungen
  2. Jurre 495 – 81 Deckungen
  3. Markus 491 – 79 Deckungen
  4. Norbert 444 – 59 Deckungen
  5. Alwin 469 – 55 Deckungen
  6. Julius 486 – 47 Deckungen
  7. Menne 496 – 46 Deckungen
  8. Elias 494 – 43 Deckungen
  9. Omer 493 – 39 Deckungen
  10. Hessel 480 – 38 Deckungen

 

Spannend zu sehen ist, dass sich der Trend fortzusetzen scheint, das züchterische Vertrauen vermehrt in sehr junge Hengste zu setzen. Unter den 10 im Moment gefragtesten Hengsten befinden sich mit Norbert 444 und Alwin 469 lediglich zwei, die bereits auf Abstammung gutgekört wurden.

Insgesamt wurden lt. KFPS-Datenbank bislang (Stand 04-06-2017) 1186 Deckungen registriert, diese stammen von 65 unterschiedlichen Hengsten. 40,81% dieser Bedeckungen gehen auf das Konto von Hengsten aus den Körjahrgängen 2015 & 2016, 63,74% der bisherigen Bedeckungen stammen von noch nicht auf Abstammung gutgekörten Hengsten.

Zieht man den Trend der letzten Jahre in Betracht, so dürften sich die Deckzahlen (lt. meiner persönlichen, vorsichtigen Schätzung) in den kommenden Monaten noch ungefähr vervierfachen – die derzeitigen Zahlen sind demnach noch lange nicht das Ende der Fahnenstange und es wird wie jedes Jahr spannend werden, den Trendverlauf weiter zu verfolgen.

Ledenraad – Neue Entwicklungen in den KFPS-Statuten

Am gestrigen Freitag, 19.05.2017, tagte der Ledenraad (Vereinsrat), um bis spät in die Nacht hinein die inhaltliche Ausrichtung des KFPS zu diskutieren.

Neben finanziellen und personellen Agenden wurde insbesondere die Frage der Anerkennung weisser Abzeichen thematisiert – die Ankörung von Siert 499 (Dries 421 x Sape 381) hatte diesbezüglich für Unmut zwischen den Vereinsorganen gesorgt,  da dessen Anteil an weissen Haaren von einigen Züchtern und KFPS-Mitgliedern als zu großflächig erachtet und die Informationen seitens  Keuringskommission und Vorstand diesbezüglich als fehlerhaft bzw. unzureichend kritisiert wurden. Inbesondere entbrannte daraus Anfang des Jahres eine Diskussion um die Kompetenzen der einzelnen Vereinsorgane, die durch die gestrige Sitzung in konstruktive Bahnen gelenkt werden konnte.

Beschlossen wurde unter anderem der verpflichtende Test auf erbliche Abweichungen (Hydrocephalus, OCD – siehe Friesen-ABC) ab diesem Kalenderjahr für alle neuen Sterstuten, sowie alle Stammbuch- und Fohlenbuchstuten, welche züchterisch zum Einsatz kommen. Im Gegenzug wird noch dieses Jahr der diesbezügliche Status aller aktiven Stammbuchhengste veröffentlicht.. Mit diesem Beschluss setzt das KFPS einen akzentuierten Schritt gegen Risikoanpaarungen hinischtlich der bekannten genetischen Anomalien und beweist erneut, wie ein transparenter und professioneller Umgang mit dieser Thematik auszusehen hat.

Die Anforderungen für den Erhalt des Sportprädikats in der Disziplin Mennen (Dressurfahren) wurden um eine Startklasse nach oben verlagert (von bisher Z1 auf ZZ). Ab 2018 gilt somit der Erhalt von 5 Ergebnissen über 60% in der Klasse ZZ als Mindestanforderung für den Erhalt des Sportprädikats im Dressurfahren.

Bzgl. der Anerkennung von weissen Abzeichen einigte sich der Ledenraad auf eine deutlichere Formulierung der geltenden Regelung in den Körrichtlinien.