Top-Auktionspreise für Friesenfohlen

Gestern ging die traditionelle “Veulenveiling Midden-Nederland” in Lunteren / NL über die Bühne, bei der jedes Jahr auch einige sorgfältig ausgewählte Friesenfohlen “unter den Hammer” kommen.

Im Vorjahr wurden für die assortierten Friesenfohlen bereits sehr hohe Preise erzielt, der Topper 2016 war das Stutfohlen Antje (Sipke 450 x Stendert 447), welches für 15.000,- € versteigert wurde.

Dieses Ergebnis konnte gestern sogar übertroffen werden – ein Bieter zahlte beachtliche 19.000,- € für das Hengstfohlen Drys ùt de Westereen (Omer 493 x Arjen 417), 18.000,- € wurden für das Stutfohlen Francis vom Friesenhof Altmark (Alwin 469 x Krist 358) geboten. Auch die anderen Friesenfohlen brachten erstaunlich hohe Auktionsergebnisse ein und wurden zu Preisen zwischen 12.000,- und 15.000,- € verkauft.

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Omer 493, der Vater des Veilingstoppers. Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Die detaillierte Ergebnisliste findet ihr hier .

 

Update Hengstregister

Aus Gründen der Vollständigkeit habe ich die bisherige Liste der aktiven Deckhengste um alle seit 1987 gekörten Hengste erweitert.

Die Seite ist nun neu unter dem Menüpunkt Hengstregister abrufbar und wird weiterhin laufend aktualisiert und erweitert.

Für Anregungen und Kritik stehe ich wie immer gerne zur Verfügung :).

Auf Papieren kann man nicht reiten!

In unzähligen Diskussionen, Beratungsgesprächen und handfesten Disputen fällt immer wieder dieser Satz, der regelrechte Glaubenskriege auszulösen und die Pferdewelt in “Rassefetischisten” und “Pferderetter” zu teilen scheint: “Auf Papieren kann man nicht reiten!”

Die Zuschreibungen und Vorurteile der einen Gruppe gegenüber der anderen sind beiderseitig oft abenteuerlich und nicht selten bösartig, hämisch und vor Polemik strotzend – und somit ein Anlass, sich der Thematik einmal unaufgeregt, sachlich und in aller Ruhe zu widmen.

In erster Linie gilt es wohl, einige Fakten zu definieren und klarzustellen.

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Hervorragendes Papier unter dem Sattel – Zen ‘fan Panhuys’ Ster Sport-Elite (Dries 421 x Fabe 348 P)

Von nichts kommt nichts

Alle heute lebenden Hauspferde, aber auch die verwilderten Populationen von Brumbys, Mustangs etc. sind wissenschaftlichen Erkenntnissen folgend Angehörige einer domestizierten Form des Wildpferdes (Equus ferus) – die letzte überlebende Unterart dieses einst offenbar formenreichen Artenkomplexes bildet das gefährdete, in der Mongolei beheimatete Przewalski-Wildpferd (Equus ferus przewalski).

Die Stammform der heute rezenten Hauspferde ist nicht eindeutig geklärt (vgl. Wallner et al. 2003; Jansen et al. 2002), Fakt ist aber, dass alle Hauspferde Produkte eines über Jahrtausende anhaltenden Domestikationsprozesses sind.

Die unter dem Domestikationsprozess verstandene “Haustierwerdung” einer Spezies ist maßgeblich durch den Faktor der bewussten oder unbewussten menschlichen Zuchtwahl bei gleichzeitiger Isolation von der wildlebenden Population gekennzeichnet – es findet also eine genetische Veränderung der Spezies aufgrund gezielter Selektionszucht durch den Menschen statt (vgl. Zeder 2012).

Die Aufgliederung der domestizierten Grundform in verschiedene Rassen ist wiederum eine Verfeinerung dieser selektiven Zuchtpraxis. Es kann also die Schlussfolgerung erfolgen, dass alle heute lebenden Hauspferde – egal ob per definitionem einer Rasse zugehörig oder nicht – Produkte selektiver, durch den Menschen gesteuerter Zucht sind.

Dass im Zuge dieser Zuchtwahl mancherorts Buch geführt wird, ist dabei lediglich ein Nebeneffekt – egal ob mit oder ohne Papier, eine Nutzbarmachung der Spezies Equus ferus gelang erst durch gezielte Auslese und züchterische Veränderung. Vereinfacht könnte man also sagen: NUR auf Papieren kann der Mensch reiten, denn ohne generationenlange Zuchtwahl wären Hauspferde in ihrer heutigen Erscheinungsform nicht existent und Reiter würden sich mit der ungezähmten Wildheit von Tarpanen und Thakis konfrontiert sehen.

“Rassepferd” vs. “Weideunfall”

Nun ist die Thematik rund um’s Papier aber etwas diffiziler, als oben dargestellt. Die von Zuchtverbänden ausgestellten Abstammungspapiere sind per se als Dokumentation der Herkunft eines Individuums gedacht und sollen demnach nicht nur die lückenlose Abstammung aus registrierten und der betreffenden Rasse zugehörigen Ahnen beweisen, sondern auch eine klare Abrenzung einer Rasse vom Rest der Hauspferdepopulation schaffen. Wie bereits erwähnt, basiert die Rassezucht auf dem selben Prinzip wie die Domestikation im Allgemeinen, engt aber die grundlegenden Selektionskriterien auf eine Weise ein, die eine mehr oder weniger klare Unterscheidbarkeit einer Subpopulation (Rasse) zum Rest der Population möglich machen –  die Möglichkeiten sind dabei mannigfaltig und reichen von Körperbau, Größe, Farbe, Gangvermögen und Gebrauchsveranlagung, bis hin zu Temperament und Charakter.

Mit dieser Verengung und Festschreibung der Selektionskriterien (der oft zitierte “Rassestandard”) wird auch eine Organisation der betreffenden Züchter notwendig, um eine Populationsgröße zu ermöglichen, die eine tragfähige genetische Basis für den generationenlange Erhalt einer Rasse bildet – so kommen Zuchtverbände zu Stande, die sich mit der selektiven Zucht einer einzelnen Rasse auseinandersetzen und diese organisatorisch voran treiben. Heute ist es üblich, dass die Hohheit über die Definition der Selektionskriterien sowie die damit verbunde Zulassung von Rasseindividuen zur Zucht bei eben diesen Zuchtverbänden liegt, die damit ein Mindestmaß an Qualität hinsichtlich der definierten Rasseeigenschaften in der Population zu implementieren versuchen – es hat demnach einen tieferen Sinn, warum in einem geschlossenen Rassestammbuch nicht jeder Hengst und jede Stute ohne Begrenzung zur Zucht herangezogen werden darf, sondern insbesondere die Hengste mehr oder weniger strenge Auflagen zu erfüllen haben, ehe sie ihren züchterischen Einfluss an die nächste Generation weitergeben dürfen. Damit einher geht auch die permanente Veränderung von Rassepopulationen, die in Anbetracht sich wandelnder Anforderungen (am Beispiel des Friesen sei die immer öfter geforderte Sporteignung genannt) notwendig ist, um ein Fortbestehen einer Rasse zu gewährleisten – denn wo keine Nachfrage besteht, kann keine Pferderasse auf Dauer existieren.

Das Abstammungspapier ist demnach – sofern von einem seriösen und qualitätsbewussten Verein ausgestellt – ein Garant für ein Mindestmaß an Qualität hinsichtlich Zuchtwahl der Vorfahren eines Pferdes. Es macht aber noch lange kein “gutes” Pferd!

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Weide, ganz ohne Unfall – Freyja fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434)

Denn ohne mit der Wimper zu zucken, wage ich zu behaupten, dass es auch ganz hervorragende Pferde gibt, die über keinerlei Abstammungspapier verfügen.
Dies begründet sich in der Launenhaftigkeit der Natur – die Zucht von Tieren ist immer auch ein bisschen Glückssache und die Kombination von Genen zweier Elterntiere ist immer zu einem gewissen Teil ein “Lotteriespiel”. So kommt es vor, dass die Nachkommen zweier absoluter Topper nur “durchschnittlich” sind, wohingegen ein Fohlen aus der ungeplanten Weideliaison zweier Durchschnittspferde sich zu einem hervorragenden Gebrauchspferd mausert.

Nichtsdestotrotz ist die Wahrscheinlichkeit ungemein größer, ein Fohlen zu züchten, das gewünschten Kriterien entspricht, wenn die Vorfahren dieses Fohlens bereits über Generationen nach eben diesen Kriterien ausgewählt wurden – so wird ein Friesenfohlen in den allermeisten Fällen schwarz sein, eine hohe Aufrichtung und überdurchschnittlich viel Behang mitbringen.

Ein den eigenen Qualitätsvorstellungen entsprechendes Pferd aus einer gefestigten Zuchtlinie zu ziehen mag also so etwas wie “Lotto 6 aus 45” sein – ein ebensolches Pferd aber aus zufällig gewählten Eltern zu ziehen, die abstammungstechnisch nach unterschiedlichen oder ganz und gar zufälligen Selektionskriterien gezüchtet wurden, ist mehr wie “Lotto 6 aus 45.000.000”. Dieser Umstand macht es auch notwendig, einen kritischen Blick auf die Neuschöpfung von “Moderassen” zu werfen – viele dieser Rassen sind tatsächlich reine Kreuzungsprodukte und die daraus entstehenden Individuen weisen oft keine nennenswerten Ähnlichkeiten untereinander auf. Dabei von einer neuen Rasse zu sprechen ist demnach in einigen Fällen wahrlich abenteuerlich und spottet der züchterischen Sorgfalt und jahrzehntelangen Arbeit, die hinter der tatsächlichen Etablierung einer gefestigten Rassepopulation stehen.

Insofern haben Abstammungspapiere also durchaus ihre Berechtigung, wenn es um die Qualität und damit auch den finanziellen Wert des Einzeltieres geht. Über den ideellen Wert hingegen können sie kaum etwas aussagen.

Von Züchtern und Vermehrern

Ein weiteres großes Thema drängt sich in der Diskussion um die Wertigkeit von Abstammungspapieren auf – die Verantwortlichkeit von seriösen Züchtern in Zeiten des überbordenden Pferdemarktes.

Eine Eigenheit von Zuchtverbänden ist es nämlich, ihre Mitglieder einem (häufig festgeschriebenen und kontrollierten) Ehrenkodex zu unterstellen, der neben den Regeln hinsichtlich der Qualität der verwendeten Zuchtpferde auch deren ethische und tierschutzkonforme Haltung und Betreuung umfasst. Auch wenn es immer wieder “schwarze Schafe” unter den Vereinszüchtern gibt, so ist die Wahrscheinlichkeit auf ein in ordnungsgemäßen Umständen geborenes und aufgezogenes Pferd aus seriösen Züchterhänden doch recht groß, zumal dann, wenn man die Möglichkeit hat, die dortigen Zustände aufgrund des in den Papieren angebenen Zuchtortes mit eigenen Augen nachzuvollziehen.

Anders hingegen verhält es sich mit Pferden aus nicht nachvollziehbaren Quellen – die häufig euphemistisch als “Weideunfall” oder “Kind der Liebe” angebotenen Tiere ohne Abstammungspapier stammen nicht selten aus scharf kalkulierenden Vermehrerställen, in denen – ohne Rücksicht auf qualitative Zuchtwahl, tierärztliche Betreuungsnotwendigkeit oder tierschutzkonforme Unterbringung und Pflege – Pferde für das Billigsegment des Marktes produziert werden (erschreckenderweise in ähnlicher Form, wie das in Hundekreisen schon seit vielen Jahren publik ist).

Pferde aus solchen Quellen müssen dabei nicht per se “schlecht” oder krank sein, als Käufer muss man sich aber die Zuschreibung gefallen lassen, als Abnehmer eines Tieres aus derartigen Umständen – ob wissentlich oder nicht – indirekt zum Weiterbestand ebendieser beizutragen.

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Ein schöner Start ins Pferdeleben – Frederik fan Limbach (Erryt 488 x Jerke 434)

Literaturverzeichnis

Jansen, T., Forster, P., Levine, M.A., Oelke, H., Hurles, M., Renfrew, C., Weber J. & Olek, K. (2002). Mitrochondrial DNA an de the origins of the domestic horse. In I. Verma (Hrsg.) PNAS, Ausg. 99/16, S. 10905 – 109010.

Wallner, B., Brem G., Müller, M. & Achmann, R. (2003). Fixed nucleotide differences on the Y chromosome indicate clear divergence between Equus przewalskii and Equus caballus. In H. Lenstra (Hrsg.) Animal Genetics, Ausg. 34/6, S. 453 – 456.

Zeder, M.A. (2012). Pathways of Animal Domestication. In P. Gepts (Hrsg.) Biodiversity in Agriculture: Domestication, Evolution, and Sustainability, S. 227 ff.

 

Neue Homepage von Friesen Exklusiv

Die Homepage von Friesen Exklusiv erstrahlt dieser Tage in ganz neuer Aufmachung – viele der verwendeten Fotos dürften treuen Panorama-Lesern bekannt vorkommen :).

Ich freue mich besonders, dass die erfolgreichen Sport- und Zuchtfriesen der Familie Prexl auf der neuen HP noch stärker im Fokus stehen – sie sind ein Beweis dafür, dass die österreichische Friesenszene sehr viel Qualität zu bieten hat!

Die neue Homepage ist wie gewohnt unter friesen-exklusiv.at zu erreichen.

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Neuregelung im österreichischen Tierschutzgesetz – Verkauf von Pferden durch Privatpersonen

Im Moment macht sich große Aufregung in diversen Pferde-Verkaufsgruppen hinsichtlich der Novelle des österreichischen Tierschutzgesetzes breit. Um die Diskussion möglichst sachlich zu halten, möchte ich die nun gültige Gesetzeslage hinsichtlich des Verkaufs von Tieren durch Privatpersonen kurz umreißen und erklären.

Das Österreichische Bundesgesetz über den Schutz der Tiere (ÖTschG, BGBI. I Nr. 118/2004 in der Fassung vom 29.04.2017) regelt den Verkauf von Tieren durch folgenden, in §8a kundgemachten Gesetzestext:

§ 8a. (1) Das Feilbieten und das Verkaufen von Tieren auf öffentlich zugänglichen Plätzen, soweit dies nicht im Rahmen einer Veranstaltung gemäß § 28 erfolgt, sowie das Feilbieten von Tieren im Umherziehen sind verboten.

(2) Das öffentliche Feilhalten, Feil- oder Anbieten zum Kauf oder zur Abgabe (Inverkehrbringen) von Tieren ist nur im Rahmen einer gemäß § 31 Abs. 1 genehmigten Haltung oder durch Züchter, die gemäß § 31 Abs. 4 diese Tätigkeit gemeldet haben, sofern sie nicht auf Grund einer Verordnung von dieser Verpflichtung ausgenommen sind, gestattet. Dies gilt auch für derartige Aktivitäten im Internet. Ausgenommen davon ist die Vornahme solcher Tätigkeiten im Rahmen oder zum Zweck der Land- und Forstwirtschaft.

Was bedeutet das konkret?

Wer darf in Zukunft Tiere anbieten?

Das öffentliche Anbieten von Tieren ist mit Inkrafttreten des Gesetzes nur noch folgenden Personen erlaubt:

  • lt. § 31 (1) TSchG bewilligte Halter im Rahmen einer gewerblichen oder sonstigen wirtschaftlichen Tätigkeit (z.B. Besitzer von Einstellbetrieben, gewerbliche Händler)
  • Haltern im Rahmen von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben (betrifft vorrangig Nutztiere)
  • lt. § 31(4) TSchG genehmigte oder von der Genehmigung ausgenommene Züchter (von der Genehmigungspflicht ausgenommen sind Züchter von Zierfischen, domestizierten Ziervögeln und Geflügel, Kleinnagern, Kaninchen, Zehnfußkrebsen und Kopffüßern).

Wo dürfen Tiere angeboten werden?

Der Begriff der “öffentlichen Plätze” bezieht sich insbesondere auf das Anbieten auf Internetplattformen (Verkaufsseiten, aber z.B. auch [geschlossene] Verkaufsgruppen auf Facebook), in Printmedien (Kleinanzeigen) und über einen Aushang z.B. im Supermarkt. Privathalter ohne Bewilligung dürfen ihre Tiere zukünftig NICHT mehr auf diesen Wegen anbieten.

Weiterhin rechtens sind z.B. das Anbieten über einen Aushang im Vereinsheim oder durch Mundpropganda (nicht öffentliches Anbieten).

Wie kann ich nun als Privathalter ohne Bewilligung mein Pferd verkaufen?

Zum einen besteht weiterhin die Möglichkeit des nicht-öffentlichen Anbietens (s.o.), zum anderen können gewerbliche Halter (z.B. Stallbetreiber) im Zuge einer Dienstleistung Tiere im Namen von Privathaltern ohne Bewilligung anbieten.

Diese Neuregelung betrifft ausschließlich den Verkauf von Tieren in Österreich!

2 neue Kroonstuten bei IBOP in Wergea/NL

Bei den am 12.04.2017 stattgefundenen IBOP-Klassen in Wergea/NL, konnten zwei Stuten die notwendige Punktzahl für das definitive Kroon-Prädikat erreichen. Beide 2013 geborenen Stuten starteten in der Menproef vor dem Dressurwagen.

Die Thorben 466 x Haitse 425 gezogene Renske fan ‘e Boppeslach konnte mit exakt 77,0 Punkten hauchdünn die notwendige Punktzahl erreichen, ihr Ergebnis weist u.a. eine 7,5 für den Trab aus. Sie erhielt im Vorjahr in Drachten eine 1. Prämie und wurde im Zuge der vergangenen CK mit dem voorl. Kroon bedacht.

Mi 77,5 Punkten erreichte auch Sophie van d’n Meulenpad (Beart 411 P x Wierd 409) das notwendige Ergebnis, um ihr vorläufiges Kroon-Prädikat zu bestätigen. Mit u.a. 7,5 Punkten für den Schritt und den Galopp zeigte sie sich als durchaus gut veranlagtes Menpaard und konnte damit ihr IBOP-Ergebnis vom 22.02.2017 verbessern, wo sie noch mit 73,5 Punkten aus der Prüfung ging.
Die Beart 411-Tochter erhielt 2016 in Hilvarenbeek eine 1. Prämie und wurde auf der CK mit dem voorl. Kroon-Prädikat ausgezeichnet.

Das beste Ergebnis in der Menproef brachte aber die 3.Pr. Stb-Stute Kyra van Bûterheideveld (*2011, Sake 449 x Hearke 254 P), die 78,0 Punkte erreichte. Die Stute startete auch in der Reitprüfung, in der sie mit 73,5 Punkten ebenfalls ein passables Ergebnis sehen ließ. Er kurz davor hatte das KFPS ihr das Sportprädikat zuerkannt.

Insgesamt war die berittene IBOP am 12.04 von weniger spektakulären Ergebnissen geprägt. Mit 75,0 Punkten reüssierte die 2010 geborene, Wobke 403 x Olof 315 gezogene Stb-Stute Hedwich fan de Greidpleats an erster Stelle, gefolt von der oben erwähnten Kyra van Bûterheideveld.

In der Showanspannung (Tuigproef) starteten zwei Hengste und eine Stute. Der 2011 geborene Joppe (Maurus 441 x Jasper 366 P) konnte dabei ein überaus beeindruckendes Ergebnis von 83,5 Punkten einfahren, und wurde ob seiner beachtlichen Leistung (jeweils 8,0 Punkte für Vorhand, Hinterhand und Front!) mit dem Prädikat Vb Ster belohnt.

Ein ebenfalls sehr gutes Ergebnis brachte mit 79,0 Punkten der Vb Ster Sport-Hengst Henk (*2010, Reinder 452 x Feitse 293 P). Der in den Jahren 2013 und 2014 zur CO angewiesene Sterhengst konnte 2016 sein Sportprädikat erreichen.

Alle Detailergebnisse findet ihr wie immer auf kfps.nl.

Hedser 465 verstorben

Der 2002 in den Niederlanden geborene Hedser 465 erlag kürzlich im Alter von 15 Jahren auf der Iron Spring Farm / USA einer Kolik.

Der Adel 357-Sohn aus einer Stb Prestatie-Mutter von Ouke 313 startete unter seiner Reiterin Kristel van Duren-Bodewes in Europa erfolgreich im Grand Prix und wurde aufgrund seiner sportlichen Erfolge 2011 über  die verkürzte Hengstleistungsprüfung als KFPS-Deckhengst gutgekört.

Leider konnte er sich bei den Züchtern nie als attraktiver Vererber durchsetzen und verbuchte in seinen 4 Deckjahren (2012-2016) lediglich 16 Deckungen. 5 seiner Fohlen wurden bislang gekört, allesamt erhielten eine 2. Prämie.

2013 wurde Hedser 465 in die USA an die Iron Spring Farm verkauft und genoss dort, laut Aussagen seiner Besitzer, bis zuletzt seinen sportlichen Ruhestand.

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Hedser 465 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Fototermin bei Fam. Prexl

Nachdem ich mich ja in letzter Zeit sehr intensiv mit der Theorie in Sachen Friesen auseinandergesetzt habe, wurde es für mich dringend wieder einmal Zeit, mich den Pferden in praktischer Weise zu widmen :).

Ein äußerst schöner Anlass dafür war mein Foto-Besuch bei Familie Prexl und ihrer Friesenzucht ‘fan Limbach’, im schönen Mostviertel in Niederösterreich.

Claudia und Perry Prexl widmen sich seit vielen Jahren leidenschaftlich der niederländischen Rasse und gehören mit zu den Wegbereitern des Erfolges der Friesen in Österreich. Ihre Sporthengste sind mittlerweile wohlbekannt, gehören sie doch zu den ganz wenigen Friesen, die auf internationalem Niveau erfolgreich im Grand Prix laufen.

Doch auch in der Zucht beweisen sie immer wieder außerordentliches Geschick – die österreichischen Fohlenchampions der letzten beiden Jahre stammen aus ihrer Zucht und die erste Generation der ‘fan Limbach’-Friesen ist mittlerweile zu außerordentlich schönen Jungpferden herangewachsen. Dass dazu im Jahr 2015 noch ihr Hengst Epke als Erryt 488 gutgekört wurde, ist ein weiteres Highlight.

Mit großer Vorfreude trat ich also den Weg ins Mostviertel an und wurde nicht nur mit großer Gastfreundschaft und wunderschönen Pferden, sondern auch mit echtem Kaiserwetter empfangen.

Einige Pferde und Bilder meines überaus schönen Shooting-Tages möchte ich meinen lieben Lesern nicht vorenthalten ;).

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Als erstes Pferd des Tages hatte ich die wunderschöne Noblesse fan Limbach vor der Linse. Die Jerke 434-Tochter wurde 2012 als erstes Fohlen bei Fam. Prexl geboren, sie stammt aus der Jasper 366 P-Tochter Shylo fan de Honingbeek, einer 1. Prämie Sterstute, die im Rahmen der CK 2014 voorl. Kroon erklärt wurde.

Für mich war es eine sehr große Freude, diese Stute, die ich schon als Fohlen gekannt habe, wiederzusehen und dabei festzustellen, wie toll sie sich entwickelt hat. Aus dem 1. Prämie-Stutfohlen ist eine fantastische Jungstute geworden, die sowohl optisch als auch charakterlich verzaubert.

 


 

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Mit Liekele V. van de Miedwei hatte ich einen Ster-Sohn von einem meiner persönlichen Lieblingshengste vor der Kamera. Der äußerst schicke Uldrik 457-Sohn stammt aus der sterpreferenten Wiefkje V. (Jelte 365 x Leffert 306 P), die u.a. die Hengstmutter von Sjouke 453 ist. Der als Fahrpferd im Pavo Fryso-Bewerb erfolgreiche Liekele imponierte nicht nur durch sein schönes Exterieur, sondern auch durch seinen goldenen Charakter. Ein echtes Kuscheltier :).

 


 

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Abschließend wurde mir dann noch ein weiterer “alter Bekannter” zum Shooting gebracht. Hielke van ‘t Grupje (* 2010, Reinder 452 x Ster Pref. v. Oege 267 P) lebt schon mehrere Jahre als besonderer Liebling bei Fam. Prexl und ist ein verlässliches und optisch überaus ansprechendes Fahr- und Reitpferd. Im Schnee ließ sich der Sterhengst nicht lumpen und bewies eindrucksvoll die unglaubliche Schönheit, die einem Friesenpferd inne wohnt.

 

Mein herzlicher Dank geht an Claudia und Perry Prexl / Friesen Exklusiv für ihre immer wieder erwiesene Gastfreundschaft und die Bereitstellung der wunderschönen Fotomodelle :).

Ankündigung – Zusammenarbeit mit friesenwiki.de

Liebe FP-Leser,

Ich freue mich sehr, in Zukunft als Autor auch an friesenwiki.de mitwirken zu dürfen.

Auf dieser größten deutschsprachigen Info-Plattform zum Thema werden alle Bereiche rund um den KFPS-Friesen kompetent und informativ abgedeckt und einem großen Interessenskreis zur Verfügung gestellt. Für mich persönlich ist es eine große Ehre, zukünftig für ein noch größeres Publikum schreiben zu können und ich freue mich sehr darauf, meinen Teil zu diesem tollen Projekt beizutragen.

Richard
Friesenpanorama Österreich